Das Erste schickt gegen König Fußball zwei alte Wiederholungen aus der Krimireihe „Donna Leon“ ins Quotenrennen.

Donna Leon
Commissario Brunetti (Uwe Kokisch) und Sergente Vianello (Karl Fischer) ermitteln in Sachen Mord / © ARD Degeto Film, Nicolas Maack

Das Erste schickt gegen König Fußball zwei alte Wiederholungen aus der Krimireihe „Donna Leon“ ins Quotenrennen.

Alte Krimis rosten nicht. Frei nach diesem Motto kramt das Erste am 17. Juni gleich zwei alte 90-Minüter der Reihe „Donna Leon“ aus dem Archiv, die ab 20:15 Uhr im Programm zu sehen sind. Die Bestseller-Verfilmungen mit dem 2025 verstorbenen Uwe Kockisch als italienischer Commissario Guido Brunetti laufen parallel zu den WM-Spielen Portugal gegen die Demokratische Republik Kongo sowie England gegen Kroatien im ZDF.

Comeback mit Hindernissen

Den Anfang macht die von Sigi Rothemund inszenierte Folge „Endlich mein“ aus dem Jahr 2018. In dieser fiebert Brunetti wie viele andere Kulturinteressierte dem großen Comeback der Operndiva Flavia Petrelli (Leslie Malton) entgegen. Die Sopranistin will sich nach einer längeren Pause mit Puccinis „Tosca“ in Venedig zurückmelden. Doch die Premiere steht unter keinem guten Stern.

Bereits im Vorfeld rufen Gewerkschaftler zum Streik auf, um gegen die Kommerzialisierung des Kulturbetriebs zu protestieren. Angeführt wird der Aufstand von Andrea Santello (Edin Hasanovic). Dieser gerät auch unter Verdacht, als zunächst ein Boot für Fahrdienste abgefackelt und dann Petrellis Kostümassistentin Francesca (Cornelia Gröschel) ermordet aufgefunden wird.

Bei dem Opfer handelt es sich um Santellos Schwester, die trotz des Streiks weitergearbeitet hat. Santello taucht ab und für Vice-Questore Patta (Michael Degen) reicht das schon als Schuldeingeständnis. Doch Brunetti ahnt: So einfach ist der Fall nicht gelöst. Gemeinsam mit Sergente Vianello (Karl Fischer) kommt er einer Stalkerin auf die Schliche, die Petrellis großen Moment für eine selbstverliebte Inszenierung nutzen will. Es gilt schließlich, weiteres Blutvergießen zu verhindern.

Mord an einem Gerichtsdiener

Bereits aus dem Jahr 2013 stammt der „Donna Leon“-Film „Auf Treu und Glauben“, der ab 21:45 Uhr über die Bildschirme flimmert. Das Drehbuch von Holger Joos folgt Brunetti zunächst in die Alpen. Doch der Familienurlaub ist nur von kurzer Dauer: Der Commissario wird nach Venedig zurückbeordert, um den Mord an dem homosexuellen Gerichtsdiener Araldo Fontana (Harry Blank) aufzuklären. Offenbar hatte der Getötete einen heimlichen Geliebten, der als Täter infrage kommt.

Brunetti stößt dann aber auf etliche Hinweise, dass der Killer auch aus dem beruflichen Umfeld Fontanas stammen könnte. Über Rechtsanwalt Renato Penzo (Stepahn Grossmann) tauchen brisante Dokumente auf, die im Besitz des Opfers waren. Diese entlarven Richterin Coltellini (Katja Weitzenböck) als korrupt: Sie wurde von dem dubiosen Geschäftsmann Marco Puntera (Hans-Uwe Bauer) geschmiert. Musste Fontana sterben, weil er zu viel wusste?

Weiteren Episodenrollen in „Auf Treu und Glauben“ übernahmen Nicole Heesters, Jeanette Hain und Stipe Erceg. Auch für diesen Krimi saß Rothemund auf dem Regiestuhl. Zwischen 2000 und 2019 entstanden insgesamt 26 „Donna Leon“-Verfilmungen für die ARD.

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  • Foto: Donna Leon: Endlich mein
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