Ein junger Belarusse flieht nach Frankreich und tritt in die Fremdenlegion ein. Sein dramatischer Einsatz im Nigerdelta lässt ihn traumatisiert zurück.

Von TEXT-BAUER
Disco Boy
Alex (Franz Rogowski) meistert die harte Grundausbildung bei der Fremdenlegion mit Bravour / © Films Grand Huit

Ein junger Belarusse flieht nach Frankreich und tritt in die Fremdenlegion ein. Sein dramatischer Einsatz im Nigerdelta lässt ihn traumatisiert zurück.

Neben dem Liebesdrama „Im Herzen jung“ um 20:15 Uhr präsentiert Arte am 11. Februar um 22:55 Uhr einen weiteren Film in deutscher Erstausstrahlung. „Disco Boy“ ist das Debütwerk von Giacomo Abbruzzese. Der italienische Regisseur zeichnet sich auch für das Drehbuch verantwortlich.

Dieses widmet sich der Geschichte des Belarussen Alexej (Franz Rogowski), der zunächst gemeinsamen mit seinem Freund Mikhail (Michal Balicki) aus seiner Heimat flüchtet. Nach einer Kindheit im Waisenhaus und ein Leben voller Gewalt träumen die beiden von einem Neuanfang in Frankreich. Doch als sie nachts die Oder überqueren wollen, kommt es zu einem schrecklichen Unfall. Mikhail ertrinkt und Alexej muss seine Reise allein fortsetzen.

Traumatischer Einsatz in Nigeria

In Frankreich schließt er sich der Fremdenlegion an, was ihm eine sofortige Aufenthaltsgenehmigung verschafft. Nach fünf Jahren Dienstzeit wird er dann sogar die französische Staatsbürgerschaft beantragen können. In der Grundausbildung überzeugt Alex, wie er fortan genannt wird, mit seinem Mut und seinem Durchhaltevermögen.

Sein erster großer Einsatz führt ihn schließlich nach Nigeria. Dort soll er mit seiner Einheit französische Geiseln aus den Händen der Rebellengruppe MEND befreien. Diese Bewegung kämpft im Nigerdelta gegen die ökologische Zerstörung durch internationale Ölkonzerne. Angeführt wird die lokale Gruppe von dem charismatischen Kämpfer Jomo (Morr Ndiaye).

Der Einsatz der Legionäre endet mit einem grausamen Inferno: Sie brennen das Dorf der Rebellen nieder und lassen die Bewohner in den Flammen zurück. Wieder in Paris verfolgen Alex die traumatischen Erlebnissen. Die Erinnerungen an die Menschen im Nigerdelta und ihre hypnotischen Tänze lassen ihn nicht mehr los. Sie bestimmen seine Tage und seine Nächte in den Clubs der Stadt. Dabei verschwimmen Traum und Realität zunehmend.

Preisgekrönter Soundtrack

Die italienisch-belgisch-polnisch-französische Koproduktion feierte ihre Weltpremiere bei der Berlinale 2023. Kamerafrau Hélène Louvart wurde damals mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet. Für die Lumière Awards 2024 heimste der Streifen gleich vier Nominierungen ein.

In der Kategorie „Bester Schauspieler“ konnte sich der deutsche Hauptdarsteller Franz Rogowksi Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. Am Ende wurde jedoch nur der Produzent Vitalic für seinen elektronischen Soundtrack („Beste Musik“) zu „Disco Boy“ geehrt.

Laëtitia Ky, Leon Lučev, Matteo Olivietti, Robert Więckiewicz, Wahab Oladiti und Salem Kisita spielen weitere Rollen im Film, der bis zum 11. April auch in der Mediathek von Arte verfügbar sein wird.

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Quelle: YouTube / First Hand Films

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