In „Thilda & die beste Band der Welt“ begibt sich eine junge Nachwuchsband auf einen abenteuerlichen Road-Trip. Der Jugendfilm läuft ab 20. September im Kino. hitchecker.de verlost zweimal zwei Freitickets für die norwegische Produktion, die Klein und Groß unterhalten dürfte. Mehr...

Neu im Kino: Thilda & die beste Band der Welt
© Björn Bratberg

In „Thilda & die beste Band der Welt“ begibt sich eine junge Nachwuchsband auf einen abenteuerlichen Road-Trip, der zusammenschweißt. Der norwegische Jugendfilm läuft ab 20. September im Kino.

Was machen zwei pubertierende Jungs in der norwegischen Idylle? Sie gründen eine Zwei-Mann-Band, um die Langeweile zu vertreiben und sich ein bisschen aus dem frustrierenden Alltag zu träumen. Schlagzeuger Grim (Tage Johansen Hogness) und Gitarrist Aksel (Jakob Dyrud) können als Los Bando Immortale schon bald einen ersten Erfolg verbuchen: Sie werden zur jährlichen Rock-Weltmeisterschaft nach Tromsø eingeladen.

Grim plagen zunächst Zweifel: Sind sie wirklich schon soweit, sich einem großen Publikum zu stellen? Aksels schräger Stimmbruch-Gesang ist eigentlich nur dank Nachbearbeitung am Rechner zu ertragen. Doch Grim bringt es nicht übers Herz, seinen besten Freund mit dieser bitteren Wahrheit zu konfrontieren.

Kleines Mädchen, großes Cello

Zu allem Überfluss will Aksel mit dem Auftritt ein Mädchen aus der Schule beeindrucken, das ihn bislang links liegen lässt. Auch Grim sieht den Musikwettbewerb als Chance für eine Herzensangelegenheit: Vielleicht gelingt es ihm damit, seine pausenlos streitenden Eltern wieder zu versöhnen.

Zwei Dinge müssen allerdings noch geklärt werden, bevor der Road-Trip nach Tromsø losgehen kann: Los Bando Immortale brauchen dringend noch einen Bassisten und einen Fahrer.

Zum Casting für den ersten Job taucht trotz großer Flyer-Aktion nur die neunjährige Thilda (Tiril Marie Høistad Berger) mit ihrem Cello auf. Das beherrscht die Kleine aber meisterhaft. Sie entlockt dem klassischen Instrument überraschend rockige Klänge. So darf sie fortan mit Grim und Aksel proben.

Notlügen mit Konsequenzen

Der 17-jährige Ralleyfahrer Martin (Jonas Hoff Oftebro) erklärt sich dagegen bereit, als Chauffeur einzuspringen und das ungleiche Trio ans andere Ende von Norwegen zu bringen. Die Reise verspricht abenteuerlich zu werden: Thilda hat die Einwilligung ihrer Eltern nämlich selbst unterschrieben und Martin leiht sich für die Fahrt unerlaubterweise den Van seines aggressiven Bruders aus. Einen Führerschein besitzt er übrigens auch nicht.

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Noch ehe die Geheimnisse zum größeren Problem werden, sind das kleine Mädchen und die drei Jungs aber zu einer echten Gemeinschaft zusammengewachsen. Wenn unangenehme Wahrheiten ans Licht kommen oder Martins Bruder und Vater den Kids hinterherjagen, halten die Kids fest zusammen.

Die Macht der Freundschaft

Der norwegische Regisseur Christian Lo und Drehbuchautor Arild Tryggestad erzählen mit „Thilda & die beste Band der Welt“ vor allem eine Geschichte über die Macht der Freundschaft. Es geht aber auch darum, an seine Träume zu glauben und daran festzuhalten, selbst wenn zuerst nicht alles nach Plan läuft und Enttäuschungen unvermeidbar sind.

Anders als es der deutsche Filmtitel vermuten lässt, steht Thilda nicht als Hauptfigur im Mittelpunkt. Grim, Aksel und Martin mit all ihren persönlichen Problemen spielen eine genauso große Rolle. Jeder der Charaktere hat sein Päckchen zu tragen und der Road-Trip gibt allen Gelegenheit dazu, Abstand vom Alltag zu gewinnen.

Die Ignoranz der Erwachsenen

Thilda flüchtet vor ihren mobbenden Mitschülerinnen und vor einem einsamen Zuhause: Ihre Eltern glänzen dort mit Abwesenheit und scheinen der Arbeit höhere Priorität zuzuschreiben als ihrem Kind. In der Band findet die Außenseiterin quasi eine Ersatzfamilie.

Rebellisch gegenüber seinem Zuhause zeigt sich mit Martin auch der Älteste im Bunde: In der Autowerkstatt der Familie fühlt er sich nicht glücklich. Er würde viel lieber ein Musikstudium antreten. Seine Wünsche stoßen bei seinem Vater aber auf taube Ohren.

Als mindestens genauso unaufmerksam erweisen sich Grims Eltern. Sie sind so sehr mit sich selbst und ihren Zankereien beschäftigt, dass sie nicht merken, wie ihr Sohn unter der angespannten Situation leidet.

Zwischen Witz und Ernsthaftigkeit

Aksels Liebeskummer und seine bemühte Gesangsakrobatik fallen da als Probleme deutlich ab, sorgen aber für reichlich amüsante Momente in „Thilda & die beste Band der Welt“.

Lo findet eine gute Balance zwischen Witz und Ernsthaftigkeit. Dabei dürfte sich auch das erwachsene Publikum auf weiten Strecken bestens unterhalten fühlen. Großes Lob verdienen die jungen Darsteller, die sehr natürlich agieren und selbst im Falle von ironischen Brüchen nicht etwa zum Overacting neigen.

Das überlassen die Jungstars ihren älteren Kollegen. In einem Kinderfilm ist es aber absolut legitim, wenn die erwachsenen Figuren oberflächliche Karikaturen bleiben.

Gewinnspiel zum Kinostart am 20. September

Der Familiennachmittag im Kino dürfte mit „Thilda & die beste Band der Welt“ auf jeden Fall zu einem gelungenen Erlebnis für alle Beteiligten werden. hitchecker.de verlost zweimal zwei Tickets für den Film.

Wenn ihr beim Gewinnspiel mitmachen wollt, müsst ihr die untere Frage beantworten und eine gültige E-Mail-Adresse angeben. Teilnahmeschluss ist der 28. September 2018. Viel Glück!

Hinweis: Nach dem erfolgreichen Versand des Gewinnspielformulars erfolgt eine Empfehlung für einen anderen redaktionellen Beitrag.

Das Gewinnspiel wurde inzwischen beendet. Die Gewinnerinnen heißen Claudia M. aus Ludwigsburg und Heidrun D. aus Potsdam.

Mehr Infos zum Film: www.thilda-derfilm.de

„Thilda & die beste Band der Welt“ startet am 20. September 2018 im Farbfilm Verleih bundesweit in den deutschen Kinos.

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