Das Doppel-Biopic „Borg McEnroe“ ist ab 23. Februar neu fürs Heimkino zu haben. Regisseur Janus Metz versucht darin, dem legendären Wimbledon-Match zwischen Björn Borg und John McEnroe möglichst viel Dramatik abzugewinnen. hitchecker.de verlost den Film auf DVD und Blu-ray. Mehr...

Borg McEnroe: Zwei Tennis-Legenden unter Druck
© Ascot Elite Home Entertainment

Das skandinavische Doppel-Biopic „Borg McEnroe“ ist ab 23. Februar neu fürs Heimkino zu haben. Regisseur Janus Metz versucht darin, dem legendären Wimbledon-Match zwischen Björn Borg und John McEnroe möglichst viel Dramatik abzugewinnen.

Filme, die auf tatsächlichen Sportereignissen basieren, kämpfen immer mit einem großen Problem: Das Publikum weiß in der Regel, wie die Geschichte ausgeht – wer als großer Gewinner und wer als geschlagener Verlierer nach Hause geht. Die Drehbuchautoren und der Regisseure stehen daher vor der großen Herausforderung, das Ganze trotzdem noch spannend und mitreißend zu verpacken.

Im Falle des Tennis-Dramas „Borg McEnroe“ stellten sich dieser der dänische Filmemacher Janus Metz („True Detective“) und Schreiberling Ronnie Sandahl. Im Zentrum der finnisch-dänisch-schwedischen Koproduktion steht das spektakuläre Zusammentreffen der Tennis-Legenden Björn Borg (Sverrir Gudnason) und John McEnrie (Shia La Beouf) in Wimbledon im Sommer 1980.

Zwei eigenwillige Charakterköpfe

Das mehrstündige 5-Satz-Finale der Sportler fungiert natürlich als Showdown und wird dort mit schnellen Schnitten, Zeitlupen-Sequenzen und Close-ups rasant in Szene gesetzt. Vorab begleitet „Borg McEnroe“ die Titelhelden bei ihren Vorbereitungen zum anstehenden Grand-Slam-Turnier. Dabei werden sie als unterschiedliche, eigenwillige Charakterköpfe gezeichnet, die aber insgeheim mit sehr ähnlichen Ängsten zu kämpfen haben.

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Börg ist der unterkühlt-verbissene, auf Erfolg getrimmte Schwede. Nach außen hin erscheint er cool und unschlagbar, doch innerlich hadert er mit sich selbst. Er kommt nicht damit zurecht, im Rampenlicht zu stehen, und setzt sich selbst zu sehr unter Druck.

Seine omnipräsente Panik, zu versagen und den hohen Erwartungen nicht gerecht zu werden, macht ihn zu einem sehr jähzornigen Menschen. In seiner Gesellschaft müssen sein Trainer Lennart Bergelin (Stellan Skarsgård) und seine Verlobte Marina (Tuva Novotny) viel Geduld aufbringen.

Cholerische Ausraster auf dem Tenniscourt

US-Konkurrent John McEnroe ist zumindest in Gegenwart von Freunden ein umgänglicher Typ. Selbst vor dem großen Spiel geht er gerne feiern und lässt es so richtig krachen. Bei Interviews und Presseterminen, in denen er mal wieder nur auf Borg angesprochen wird, platzt ihm allerdings der Kragen.

Doch berühmt-berüchtigt sind seine Ausraster auf dem Court: Dort beschimpft McEnroe mit wachsendem Zorn den Schiedsrichter und das pfeifende Publikum. Wenn er so richtig in Rage kommt, zerschlägt er sogar mutwillig seinen Tennisschlagen auf dem Boden. Mit seinen emotionalen Ausbrüchen tritt sich der Hitzkopf nicht zuletzt immer wieder selbst in den Hintern, um sich zu neuen Hochleistungen anzutreiben.

Gründe für die Wut McEnroes und die innere Zerrissenheit Borgs suchen Metz und Sandahl in der Kindheit der beiden Spieler. Diese Zeit wird in Form von regelmäßig eingeschobenen Rückblenden aufgearbeitet. Der Hintergrundgeschichte des Schweden schenkt der Film deutlich mehr Aufmerksamkeit. Kleiner Besetzungscoup: Borgs Sohn Leo spielt tatsächlich die ganz junge Version seines Vaters im Film.

Erst Rivalen, dann enge Freunde

Hauptdarsteller Sverrir Gudnason erweist sich für den erwachsenen Borg als perfekte Wahl: Er sieht diesem zum Verwechseln ähnlich. Die optischen Parallelen zwischen Shia La Beouf und McEnroe bleiben dagegen gering. Dafür trifft der Schauspieler den heißblütigen Charakter des Originals sehr gut. Etwa weil er selbst regelmäßig mit öffentlichen Pöbel-Aktionen Schlagzeilen macht?

Es ist vor allem dem überzeugenden Cast zu verdanken, dass „Borg McEnroe“ trotz zäher Momente und überdramatisierter Konflikte unterhalten kann. Noch authentischer und packender wäre aber vielleicht eine Dokumentation über die einstigen Tennis-Rivalen ausgefallen. In dieser hätten Borg und McEnroe selbst zu Wort kommen können. Die beiden sind übrigens schon viele Jahre eng befreundet.

„Borg McEnroe“: Veröffentlichung am 23.02.2018 auf DVD und Blu-ray (Ascot Elite Home Entertainment)

„Borg McEnroe“ auf DVD und Blu-ray zu gewinnen

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