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Varg Veum: Ein Wolf ohne Biss

Varg Veum: Ein Wolf ohne Biss © Edel Germany GmbH

"Der Wolf" heißt jetzt auch in Deutschland "Varg Veum". Der norwegischen Krimiserie fehlt es trotzdem auch weiterhin an Originalität und Biss.

Ganz schön verwirrend: Die norwegische Thriller-Reihe "Varg Veum" war hierzulande zunächst im Ersten und in diversen Dritten Programmen unter dem Titel "Der Wolf" zu sehen. Die sechs spielfilmlangen Episoden der ersten Staffel erschienen nach der TV-Ausstrahlung auf DVD-Boxen mit je zwei Fällen.

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Ende 2012 übernahm das ZDF die Serie unter dem Originaltitel und zeigte die sechs Folgen von Staffel 2 in einem Zeitraum von über zwei Jahren. In korrekter chronologischer Reihenfolge gibt es diese erst jetzt geballt auf DVD. Die Box kommt ohne Staffelvermerk aus, vermutlich weil die Produktion inzwischen eingestellt wurde und keine weiteren Filme zu erwarten sind.

Ein Privatdetektiv mit vielen Altlasten

Vorkenntnisse aus Staffel 1 muss der Zuschauer im Grunde nicht mitbringen. Die Fälle sind in sich abgeschlossen, wichtige Details werden in kurzen Flashbacks erklärt. Neueinsteigern mag der Protagonist Varg Veum (Trond Espen Seim), ein hitzköpfiger Privatdetektiv, aber zunächst etwas suspekt erscheinen:

Die Schatten seiner Vergangenheit, die schmerzliche Trennung von seiner Frau und seine Alkoholsucht sind schwere Altlasten auf seinen Schultern. Diese lassen den ehemaligen Sozialarbeiter immer wieder aus dem Bauch heraus handeln und oft die Grenzen der Legalität überschreiten. Seine Fälle haben stets große persönliche Bedeutung für ihn: Sei es nur wegen seines ausgeprägten Gerechtigkeitssinns oder weil er tatsächlich direkt betroffen ist.

Gleich zum Staffelauftakt wird der Drogendealer Kniven (Nikolaj Lie Kaas) aus dem Gefängnis entlassen, der vor Jahren durch Vargs Aussage für den Tod eines jungen Mädchens hinter Gittern kam. Kniven beteuert seine Unschuld und zwingt seinen Widersacher dazu, den alten Fall neu aufzurollen. Dabei kommen auch unschöne Dinge über Varg selbst ans Licht, was die Beziehung zu seiner Freundin Karin Bjorge (Lene Nystrøm) auf die Probe stellt.

Konstruierte Fälle mit allzu vielen Klischees

Kaum ist dieses Drama überstanden, muss sich Varg auf die Suche nach Karins verschollener Schwester machen. Die drogenabhängige Prostituierte ist zwar schnell gefunden, wird dann aber kurze Zeit später Opfer eines Mordanschlages. Wen hatte sie zum Feind? Bei Vargs unvorsichtigen Ermittlungen gerät schließlich auch Karin in tödliche Gefahr.

Gerade diese ständigen persönlichen Bezüge des Privatschnüfflers zu den einzelnen Fällen wirken viel zu konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Die Bemühungen der Drehbuchautoren, mit überraschenden Wendungen für Spannung zu sorgen, scheitern. Es werden einfach zu viele altbekannte Krimi-Klischees bedient. Entsprechend präsentiert sich auch die norwegische Hafenstadt Bergen, die als Schauplatz der Serie dient, ungemütlich und düster.

Das bewährte Konzept könnte vielleicht dennoch gut funktionieren, würde sich "Varg Veum" nicht so ernst nehmen. Die nüchtern-unterkühlte Inszenierung in Kombination mit den (zumindest im Deutschen) sehr hölzernen Dialogen amüsiert eher unfreiwillig. Die Qualität bekannter Skandinavien-Thriller wie "Kommissarin Lund" und "Die Brücke" erreicht die TV-Adaption der Romane von Bestsellerautor Gunnar Staalesen leider nicht. Es bleibt bei durchschnittlicher Krimi-Routine für Skandinavien-Fans.

Die DVD-Box umfasst neben den sechs TV-Filmen auch ein 15-minütiges Making-of zur Serie.

Link: Infos auf IMDb

Veröffentlichung am 03.11.2014 auf DVD (Edel Germany GmbH)

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  • Rezension zu:
    Varg Veum / Der Wolf: Staffel 2
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