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The Bridge America: Serien-Remake fehlt es an Spannung

The Bridge America: Serien-Remake fehlt es an Spannung © Twentieth Century Fox Home Entertainment

Die Kopie ist meistens nie so gut wie das Original. Diese Weisheit trifft auch auf das US-Serien-Remake "The Bridge" zu.

Ehe in den USA eine erfolgreiche TV-Serie aus dem Ausland synchronisiert wird, wird diese lieber neu aufgelegt. Einer Amerikanisierung musste sich auch die dänisch-schwedische Krimiproduktion "Die Brücke - Transit in den Tod" unterziehen, die hierzulande im ZDF-Programm zu sehen war. Der US-Kabelsender FX hat die Grundstory der Vorlage übernommen und sie in die amerikanisch-mexikanische Grenzregion übertragen:

Auf der "Bridge Of The Americas", welche die Städte El Paso und Juarez miteinander verbindet, macht die Polizei einen grausamen Fund: Ein Serienkiller hat die Leichenteile einer amerikanischen Richterin und einer mexikanischen Prostituierten prominent auf der Straße platziert - genau auf der Grenzlinie.

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Daher müssen die US-Polizistin Sonya Cross (Diane Krüger) und Marco Ruiz (Demián Bichir) von der Chihuahua State Police von Juarez gezwungenermaßen zusammenarbeiten. Eine echte Herausforderung: Das ungleiche Ermittlerduo gerät nicht nur wegen ihrer kulturellen Differenzen und unterschiedlicher Mentalitäten aneinander.

Ein Serienkiller mit politischer Botschaft

Cross leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer autistischen Entwicklungsstörung, und ist zu keinerlei Empathie fähig. Das erweist sich gerade im Umgang mit Kollegen und Hinterbliebenen von Mordopfern als ein echtes Problem. Der leidenschaftliche Mexikaner Ruiz kann mit Sonyas Eigenarten und schroffer Emotionslosigkeit zunächst wenig anfangen.

Für sie bleibt es dagegen völlig unverständlich, warum bei den mexikanischen Behörden nicht immer alles nach Vorschrift läuft. Wie sehr die Drogenkartelle diese in der Hand haben, ahnt sie zunächst nicht. Ruiz übernimmt die Rolle des Einzelkämpfers im korrupten System: Er will ehrlich bleiben und sich nicht mit den Gangstern einlassen. Mit zunehmenden Ermittlungen wird genau das aber immer schwieriger.

Der Killer scheint mit seinen Morden auf die sozialen und politischen Missstände auf beiden Seiten der Grenze aufmerksam machen zu wollen. Er verwickelt Cross und Ruiz in ein perfides Katz- und Mausspiel und lockt sie immer wieder auf eine falsche Fährte.

Spannungskurve nicht optimal

Die brisanten Themen illegale Einwanderung, Drogenhandel, Prostitution und Korruption passen im Grunde fast besser zum Schauplatz der US-Adaption als zum dänisch-schwedischen Umfeld der Originalversion von "Die Brücke". Dennoch erreicht die Neuauflage von Meredith Stiehm ("Homeland") und Elwood Reid ("Hawaii 5-0") nie die spannende Atmosphäre der skandinavischen Vorlage. Da können auch die dunklen, staubig-versifften Kulissen von Texas und Mexiko nichts daran ändern.

"The Bridge" ist staubtrocken und nüchtern inszeniert. Die Bilder sind um Realitätsnähe bemüht, auch die eigenwilligen Schnitte haben oft Doku-Charakter. Der Zuschauer wird aus vielen Szenen einfach ausgeblendet. Die Cliffhanger am Ende der Episoden kommen abrupt, es fehlt aber an echten Aha-Effekten.  

Die Geschichte wird in der US-Version gemächlicher erzählt und um zahlreiche Nebenhandlungen und Charaktere erweitert. Trotzdem scheint das nicht zu reichen, um die Folgen zu füllen: Ab Mitte der Staffel kommen verstärkt Sex- und Gewaltszenen zum Einsatz, die es nicht wirklich gebraucht hätte.

Diane Krüger in ihrer ersten Serienhauptrolle

Diane Krüger bleibt in ihrer ersten TV-Hauptrolle recht blass und unscheinbar. Ihre schwedische Kollegin Sofia Helin überzeugte als hochintelligente Asperger-Polizistin in "Die Brücke" dagegen mit Präsenz und Charisma. Zum Glück kann Demián Bichir mit seiner charmant-lässigen Art punkten und ist der eigentliche Sympatheträger der Serie, der auch zähe Momente zwischendurch überstehen lässt.

Die erste DVD-Box von "The Bridge" entählt neben allen 13 Folgen von Season 1 auch die beiden kurzen Featurettes "Die Entstehung von The Bridge" und "Die wahre Geschichte der Bridge Of The Americas mit Damien Cave" sowie entfallene Szenen und einen Audiokommentar mit den Hauptdarstellern und Showrunnern. Schlechte Nachricht für HD-Fans: Eine Blu-ray-Augabe der Box ist vorerst nicht geplant.

Link: Offizielle FOX-Seite zu "The Bridge"

Veröffentlichung am 15.08.2014 auf DVD (Twentieth Century Fox Home Entertainment)

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  • Rezension zu:
    The Bridge: Season 1
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
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