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Orphan Black: Ein Klon kommt selten allein

Orphan Black: Ein Klon kommt selten allein © Polyband / WVG

Identitätsraub ist ein beliebter Aufhänger für Filme und TV-Produktionen. Auch die kanadische Serie "Orphan Black" nimmt sich das Thema als Ausgangspunkt für eine Geschichte, die im Laufe der ersten Staffel mehr und mehr in das Science-Fiction-Genre abdriftet.

Alles beginnt an einem dunklen Bahnhof in Toronto. Nach Monaten ist Sarah Manning (Tatiana Maslany) in die Stadt zurückgekehrt - auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund Vic. Die junge Frau will ganz neu anfangen und ihre kleine Tochter zurück zu sich holen. Das Kind befindet sich seit ihrer Abwesenheit in der Obhut von Mr. S (Maria Doyle Kennedy), Sarahs eigener Pflegemutter.

Auf dem Bahnsteig beobachtet Sarah eine Frau, die ihre Schuhe und ihren Blazer auszieht, und sich dann kurz zu ihr wendet. Es folgt ein kurzer Augenblick des Schocks und der Faszination - denn die Fremde sieht Sarah zum Verwechseln ähnlich! Sekunden später, es ist kein einziges Wort gefallen, springt diese vor den einfahrenden Zug und ist sofort tot. Sarah denkt nicht lange nach, schnappt sich die Handtasche der Selbstmörderin und macht sich schnell aus dem Staub.

Ein neues Leben in tödlicher Gefahr

Als sie die schicke Wohnung der Toten aufsucht, bestätigt sich die optische Ähnlichkeit mit dieser. Eine fixe Idee wird schnell zum wenig durchdachten Plan: Mit Hilfe ihres Pflegebruders Felix täuscht Sarah ihren eigenen Tod vor, um kurzzeitig die Identität der verstorbenen Beth Chiles anzunehmen. Sie will mal eben schnell das Konto der Polizistin leerräumen, Töchterchen Zira schnappen und abhauen. Die Rechnung geht so einfach aber nicht auf.

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Beth hat sich nicht ohne Grund das Leben genommen: Nicht nur ihre Schwierigkeiten im Job scheinen sie zu dieser Verzweiflungstat getrieben zu haben. Bald wird klar: Jemand war auch hinter ihr her. So begibt sich Sarah ungeahnt in tödliche Gefahr. Die Situation spitzt sich zu, als sie auf weitere Abbilder von sich selbst trifft. Nicht jeder der Klone ist gut auf Sarah zu sprechen...

Tatiana Maslany überzeugt nur im Originalton

Hierzulande lief die erste Saffel von "Orphan Black" eher unbemerkt beim kleinen Digitalsender ZDFneo, während diese in Kanada und Amerika auf Anhieb eine große Fangemeinschaft gewinnen konnte. Wer die Ausstrahlung verpasst hat, bekommt nun Gelegenheit, sich die ersten zehn Folgen inklusive Bonusmaterial auf DVD oder Blu-ray ins Heimkino zu holen.

Das lohnt sich vor allem wegen des englischen Originaltons: Die Dialoge wirken mitunter nicht so platt wie in der deutschen Synchronisation. Zudem kann Hauptdarstellerin Tatiana Maslany in ihren vielen verschiedenen Rollen viel mehr glänzen. Allein durch die unterschiedlichen Dialekte und Akzente gewinnen die einzelnen Klone deutlich markantere Charakterzüge, was im Deutschen weniger gut umgesetzt wurde.

Sprachunabhängig bleiben die vielen Klischees, welche die Serie bedient: Sarahs schwuler bester Freund Felix, gespielt von Jordan Gavaris, neigt zu großen, exzentrischen Gesten, gibt sich weibisch und verdient sich sein Geld zu allem Überfluss auch noch als Stricher. Love-Interest Paul ist natürlich ein Bild von einem Mann - mit Vorzeige-Waschbrettbauch und markant-hübschem Gesicht. Warum haben ihn die Drehbuchautoren nicht gleich Ken getauft?

Die meisten Charaktere sind Abziehbilder

Zumindest optisch hat Ex-Freund Vic (Michael Mando) mehr Ecken und Kanten. Die Figur selbst fällt leider nur auf durch ihr dämliches Verhalten sowie ihre große Klappe. Der schmierige Möchtegern-Gangster soll wohl genauso für amüsante Szenen sorgen wie Tatiana in ihren Klonrollen als nerdige Wissenschaftlerin mit dicker Brille und als launische Hausfrau und Mutter im Strickpulli.

Die komischen Elemente funktionieren allerdings nur bedingt, weil "Orphan Black" in erster Linie ein düsterer Sci-Fi-Thriller sein will. Auf dieser Ebene macht die Serie auch viel Spaß. Das Erzähltempo ist hoch, die Verfolgungsjagden rasant und die Spannungskurve erreicht immer rechtzeitig zum Ende jeder Episode ihren Höhepunkt. Man will direkt wissen, wie es weitergeht. Und ist es nicht genau das, was eine unterhaltsame Serie ausmacht?

Staffel 2 kommt im Herbst nach Deutschland

Die drei Featurettes, die es als Extras auf die Discs zur ersten "Orphan Black"-Box geschafft haben, beleuchten die Serie vor allem hinsichtlich ihrer Geschichte. Aufgrund der hervorragenden Bild- und Tonqualität lohnt sich für Fans vor allem der Griff zur etwas teureren Blu-ray-Ausgabe.

Im TV geht es mit "Orphan Black" voraussichtlich im Herbst weiter. Dann will ZDFneo die zweite Staffel zeigen, die bereits in Kanada und Amerika zu sehen war.

Link: Offizielle Website zur Serie bei BBC America

Veröffentlichung am 30.05.2014 auf DVD und Blu-ray (Polyband/WVG)

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  • Rezension zu:
    Orphan Black: Staffel 1
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