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Gelungene Grusel-Hommage in Serie

Gelungene Grusel-Hommage in Serie © Twentieth Century Fox Home Entert.

Willkommen im Spukhaus: Die erste Staffel der spannenden US-Serie "American Horror Story" ist neu auf DVD erschienen.

Das Horror-Genre erlebte in den vergangenen Jahren ein kleines Kino-Comeback in Form von günstig produzierten Spukhaus-Filmchen. Während "Paranormal Activity" und Co mit verwackelter Handkamera um einen Reality-Doku-Charakter bemüht waren, setzt die erste Staffel der TV-Serie "American Horror Story" auf schicke Retro-Optik.

Ryan Murphy und Brad Falchuk ("Nip/Tuck", "Glee") versuchen erst gar nicht, eine möglichst glaubwürdige Geschichte zu erzählen. Vielmehr orientieren sich die beiden kreativen Köpfe hinter der Produktion des US-Kabelsenders FX an Gruselschockern der 1970er und 1980er Jahre. Die Ausgangsstory erinnert dabei stark an den Klassiker "Amityville Horror":

Der Psychiater Ben Harmon (Dylan McDermott) und seine Frau Vivien (Connie Britton) wagen nach Eheproblemen einen Neuanfang und ziehen mit ihrer pupertierenden Tochter Violet (Taissa Farmiga) in eine alte Villa in Los Angeles. Die Immobilie war ein echtes Schnäppchen, da diverse Vorbesitzer darin ums Leben kamen.

Großes Vorbild: Amityville Horror

Nicht nur die Vorgeschichte des Hauses erweist sich mehr und mehr als geheimnisvoll und beunruhigend. Auch die neugierige Nachbarin Constance (Jessica Lange) und ihre Tochter Adalaide (Jamie Brewer) sorgen bei Vivien für Unbehagen. Und warum scheint Ben so angetan von dem alten Dienstmädchen Moira (Frances Conroy / Alexandra Breckenridge)?

Als die einzelnen Familienmitglieder allmählich begreifen, dass es in ihrem neuen Zuhause spukt, haben sie längst die Kontrolle und auch ein bisschen ihren Verstand verloren.

"American Horror Story" bedient sich bei altbekannten Horror-Motiven, weiß diese aber gekonnt zu vermischen und wird so zu einer originellen Hommage an das Genre. Das Grusel-Rad wird also nicht neu erfunden, aber vor allem mit den ersten vier, fünf Episoden mit viel Tempo in Schwung gebracht.

Die lose Erzählweise ist ungewöhnlich und ambitioniert für ein TV-Format. Der Zuschauer wird nicht bei der Hand genommen, sondern mit vielen Rückblenden, unklaren Zeitsprüngen, surrealen Szenen und offenen Fragen konfrontiert. Doch gerade dieser Schubs ins kalte Wasser, das Undurchsichtige und Unberechenbare machen den Reiz der Serie aus.

Eingeknickte Spannungskurve im Mittelteil

Leider kommt dieser Spannungsmotor im Mittelteil der Staffel etwas ins Stocken: Zu viele Vorgeschichten lassen die Folgen überladen wirken. Die ewigen Streitigkeiten des Harmon-Ehepaars und eine äußerst hysterische Connie Britton sorgen außerdem für zähe Soap-Momente. Die Gruselstimmung verdichtet sich erst wieder mit den Folgen 10 und 11, wenn der Showdown eingeläutet wird und sich die meisten Fragen klären. Episode 12, das eigentliche Staffelfinale, entpuppt sich dann als angeklebte Zugabe und erzählt vom Einzug einer neuen Familie ins Spukhaus. Den vertrauten Charakteren wird dagegen nicht mehr viel Zeit eingeräumt.

Eine Überleitung zu Staffel 2, könnte man meinen. Doch falsch gedacht: Die zweite Season von "American Horror Story" erzählt eine komplett neue, unabhängige Geschichte. Einzige Parallele zu Staffel 1: Es sind wieder einige der Schauspieler in neuen Rollen mit dabei. So bleibt auch die wunderbare Jessica Lange, die hier als Constance ihre Paraderolle gefunden hat, der Serie erhalten.

Wer gut Englisch versteht, sollte "American Horror Story" unbedingt im Originalton anschauen. Die deutsche Synchronisation raubt den durch die Bank sehr guten schauspielerischen Leistungen ihre Intensität, worunter auch die Atmosphäre leidet. Die Extras der DVD-Box sind obligatorisch: Es gibt einen Audiokommentar zur Folge "Das Haus", ein Making-of mit Interviews sowie eine Tour durchs Spukhaus.

Veröffentlichung am 26.07.2013 auf DVD (Twentieth Century Fox Home Entert.)

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  • Rezension zu:
    American Horror Story: Season 1
  • Redaktionswertung:
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