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Ein saufender Ex-Cop wird Privatdetektiv

Ein saufender Ex-Cop wird Privatdetektiv © Edel GmbH Germany

Nicht innovativ, aber unterhaltend: Ian Glen haucht Ken Bruens Romanhelden Jack Taylor Leben ein.

Eine TV-Serie steht und fällt nicht selten mit ihrem Hauptdarsteller. Wie gut, dass in der irischen Krimireihe „Jack Taylor“ Schauspieler Ian Glen als titelgebender Protagonist zu sehen ist! Der Schotte überzeugte bereits in „Game Of Thrones“, „Downtown Abbey“ und „Borgia“ mit seinem Charisma. Ohne Glen wäre die vom ZDF mitfinanzierte TV-Adaption der Bestseller-Romane von Ken Bruen vielleicht doch etwas zu durchschaubar und brav, um wirklich zu begeistern:

Mit Jack Taylor ermittelt einmal mehr ein Ex-Cop als Privatdetektiv, der Traumata der Vergangenheit im Alkohol ertränkt. Natürlich lässt er sich auch immer wieder mit den genau falschen Frauen ein.

Und wenn es mal brenzlig wird, geht schon mal sein Temperament mit ihm durch. Dieses hat ihm letztlich auch seine Polizeimarke gekostet: Wie konnte er bei einer Verkehrskontrolle auch ausgerechnet bei einem Minister handgreiflich werden?!

Ermittler aus Leidenschaft

Seinem alten Job weint Jack noch immer hinterher, selbst wenn er noch gute Kontakte zu ehemaligen Kollegen pflegt. Auf deren Unterstützung kann er sich stets bei seinen Nachforschungen verlassen. Mit einem charmanten Lächeln ergaunert sich Jack mit links interne Infos. Halb so schlimm: In der Regel kümmert er sich ohnehin nur um Fälle, welche die Polizei im irischen Galway längst abgeschrieben hat.

Mit seinem starken Gerechtigkeitssinn bringt es Taylor selbst dann nicht übers Herz, diese ruhen zu lassen, wenn für ihn selbst wenig bis gar nichts dabei herausspringt. Er lebt von der Hand in den Mund, doch fürs Trinken reicht sein magerer Verdienst allemal. Wenn einmal alles schiefläuft, schaut Jack dann am liebsten so tief ins Glas, dass er sich am nächsten Morgen nicht mehr an den letzten Tag erinnert. Das hat durchaus Nachteile, wenn man als Privatschnüffler arbeitet.

Leider kein Originalton auf den Discs

Am Ende löst Jack Taylor aber auch den kniffeligsten Fall - ganz egal, ob es um Mord, sexuellen Missbrauch oder Drogen geht. Immerhin hat er jeweils 90 Minuten in den einzelnen Folgen Zeit, die nach Krimi-Schema F inszeniert, aber dank eines hochmotivierten Ian Glen dennoch recht unterhaltend sind. Trotzdem hat man das genau so oder so ähnlich schon zigmal in anderen Serien des Genres gesehen.

Zwei Mankos der sechs Filme umfassenden  DVD-Box seien abschließend noch erwähnt: Die Discs kommen ganz ohne englischen Originalton und ohne Untertitel aus. Als Trost gibt es als Extras etliche Interviews mit den Schauspielern und den Machern der Serie.

Link: www.jack-taylor.de

Veröffentlichung am 09.12.2013 auf DVD (Edel GmbH Germany)

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  • Rezension zu:
    Jack Taylor: Volume 1
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
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