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Verrückte Freak-Show mit vielen Klischees

Verrückte Freak-Show mit vielen Klischees © Twentieth Century Fox

Jede Menge Skurillitäten: Die zweite Staffel von "American Horror Story" erweist sich als durchgeknallte Freak-Show mit inhaltlichen Schwächen.

Die amerikanische TV-Serie "American Horror Story" verfolgt ein spannendes und außergewöhnliches Konzept: Das Format erzählt in jeder Staffel eine unabhängige, auf 13 Folgen ausgelegte Geschichte mit wiederkehrenden Darstellern. Diese sind jede Season in anderen Rollen zu sehen.

In der neu auf DVD erhältlichen zweiten Staffel mit dem Titel "Asylum" gibt es ein Wiedersehen mit Jessica Lange, Frances Conroy, Evan Peters, Zachary Quinto und Dylan McDermott. Der größte Aha-Effekt: Wer im ersten "American Horror Story"-Plot noch Täter oder Teil des Spuks im Geisterhaus war, erweist sich in vielen Fällen nun als Opfer.

Die Karten werden völlig neu gemischt in der Geschichte um die finstere Irrenanstalt Briarcliff im Amerika der 60er.

Gefangen in der Klapse

Die ehrgeizige Reporterin Lana Winters (Sarah Paulson) will die Missstände in der Klinik aufdecken und schleicht sich in das von Nonnen geführte Haus ein. Ihre Neugier soll sie schon bald bereuen: Schwester Jude (Jessica Lange) lässt sie unter Drogen setzen und bunkert sie als neue Patientin direkt in eine der freien Zellen ein. Auch der wegen Mordes angeklagte Kit Walker (Evan Peters) ist unschuldig in der Klapse gelandet, weil er behauptet, Aliens hätten seine Freundin umgebracht.

Doch nicht alle Insassen sind zu Unrecht in Briarcliff gelandet. Für den Anstaltsarzt Dr. Arden (James Cromwell) ist das Grund genug, seine Patienten für grausame Experimente zu nutzen. Die junge Schwester Mary (Lily Rabe) zeigt sich angetan von den Bemühungen des ehemaligen Nazis. Kein Wunder: Satan höchstpersönlich hat Besitz von ihr ergriffen!

Zwei traumatisierte Serienkiller, ein Tod bringender Engel und ein diabolisches kleines Mädchen dürfen in dieser verrückten Horror-Klischeeparade natürlich auch nicht fehlen. Darf es noch ein bisschen mehr sein? Bitteschön: Franka Potente schaut als Anne Frank vorbei und Joseph Fiennes spielt einen machtsüchtigen Priester, der gleich von zwei seiner Nonnen in Versuchung geführt wird.

Skurrilitäten nur Mittel zum Zweck

Serienschöpfer Ryan Murphy ("Glee", "The New Normal") jonglierte in Staffel 1 von "American Horror Story" noch gekonnt mit bekannten Horrormotiven. Diesmal verzettelt er sich ein wenig bei seiner weiteren Hommage an das Genre. Die vielen Horrormythen sind in "Asylum" nur Mittel zum Zweck, um kurzfristig zu unterhalten oder Atmosphäre zu schaffen.

So bleibt am Ende hinter den geheimnisvollen Entführungen durch Außerirdische ein großes Fragezeichen. Auch das unerwartet schnelle Abdanken von Schwester Mary und Dr. Arden ergibt nicht viel Sinn: Zuerst werden diese Charaktere groß eingeführt. Am Ende haben sind dann aber im Grunde keine Funktion für die Auflösung der Hautgeschichte um Lana Winter. Viel zu spät taucht schließlich Dylan McDermott in seiner neuen, entscheidenden Schlüsselrolle auf, um der Staffel zu einem bemühten Showdown zu verhelfen. 

Das dramaturgische Chaos lässt leider nicht so viel Spannung aufkommen wie in der ersten "American Horror Story"-Runde. Unterhaltsam und sehenswert ist die durchgeknallte Freak-Show dennoch – vor allem dank der hervorragenden Besetzung. Für Fans hält die DVD-Box als besonderes Schmankerl entfallene Szenen und vier kurze Featurettes bereit.

Link: www.sixx.de/tv/american-horror-story

Veröffentlichung am 24.01.2014 auf DVD (Twentieth Century Fox)

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  • Rezension zu:
    American Horror Story: Asylum
  • Redaktionswertung:
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