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Viele nackte Brüste im Miami der 50er

Viele nackte Brüste im Miami der 50er © Twentieth Century Fox

Selten eine so langweilige Serie gesehen! Manchmal muss man das Fazit einfach vorwegnehmen – wie im Falle von "Magic City".

Die Produktion des US-Kabelsenders Starz lief hierzulande nur versteckt und unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit im Pay-TV sowie beim kleinen Digitalsender ZDFneo. Auf einem prominenten Sendeplatz bei einem großen Sender hätte die achtteilige erste Staffel wohl auch nicht funktioniert. Selbst auf DVD und mit der Möglichkeit, die Vorspultaste zu drücken, erweist sich diese als äußerst zähe Angelegenheit.

Das Hauptproblem: "Magic City" kann mit Jeffrey Dean Morgan, Olga Kurylenko und Danny Huston zwar fähige und bekannte Hauptdarsteller vorweisen. Auch die opulente Ausstattung und die Atmosphäre stimmen. Doch im Laufe der Staffel passiert so wenig, dass die deutsche "Lindenstrasse" dagegen wie ein rasantes Action-Spektakel wirkt.

Handlung kommt einfach nicht voran

Zugegeben, dieser Vergleich hinkt, inhaltlich und stilistisch gibt es vielmehr Parallelen zu Retro-Serien wie "Mad Men" und "Pan Am". Dennoch verdeutlicht er nur allzu gut den akuten Mangel an Tempo- und Spannungsmomenten. Dabei liest sich die Ausgangsgeschichte "Magic City" auf Papier zunächst recht vielversprechend:

Geschäftsmann und Familienvater Isaac "Ike" Evans (Jeffrey Dean Morgan) muss Ende der 50er um sein Luxushotel in Miami Beach fürchten. Stars wie Frank Sinatra drohen fernzubleiben, da der laufende Betrieb durch einen Gewerkschaftsstreik zusammenzubrechen könnte. Ebenso sitzt ihm der Hotel-Teilhaber und Mafia-Boss Ben Diamond (Danny Houston) im Nacken. Das Verschwinden von Gewerkschaftsführer Mike Strauss und Ikes Versuch, die Behörden zu bestechen, um das Glücksspiel zu legalisieren, bringen ihm zudem Ärger mit der Staatsanwaltschaft und der Polizei ein.

Da erscheinen die familiären Probleme geradezu wie Peanuts: Ikes kleine Tochter will ihre Bar  Mitzwa platzen lassen, wenn ihr Großvater nicht daran teilnimmt. Seine junge Frau Vera (Olga Kurylenko) versucht verzweifelt, eine Beziehung mit ihrer frechen Stieftochter aufzubauen und noch verzweifelter, schwanger zu werden.

Mehr dramaturgischen Zündstoff bietet die Affäre zwischen Ikes Sohn Stievie (Steven Strait) und  Bens Frau Lily Diamond (Jessica Marais). Zum Glück liebt Evans anderer Sprößling Danny (Christian Cooke) deutlich ungefährlicher: Er bandelt mit dem hübschen Zimmermädchen Mercedes (Dominik Garcia-Lorido) an.

Eine Überdosis nackte Tatsachen

Das frivole Treiben beschert den Zuschauern jede Menge freizügige Augenblicke. Diese wollen keinen Zweifel daran lassen: Frauen waren damals nur reine Lustobjekte für die Schickimicki-Machowelt Miamis. Die Emanzipation der Frau scheint für die Macher der Serie bis heute nicht stattgefunden zu haben. Würden sie die Darstellerinnen sonst in jeder zweiten Szene blank ziehen lassen? Selten so viele nackte Brüste gesehen wie bei "Magic City", könnte ein weiteres Fazit lauten.

Leider bremsen die zahlreichen Sex-Einschübe die ohnehin schon zähe Handlung noch mehr aus. Die allzu träge Erzählweise der Serie erfordert viel Geduld und Durchhaltevermögen. Schöne Menschen vor schöner Kulisse genügen nicht, um zu unterhalten.

Obwohl sich die Drehbuchautoren so viel Zeit nehmen, ihre Figuren einzuführen, bleiben diese eindimensional. Lediglich Jeffrey Dean Morgan darf einen komplexeren Charakter spielen: Sein Ike ist ein gebrochener Protagonist – zum einen liebevoller Familienvater, zum anderen unfreiwilliger Gangster. Dieser Konflikt trägt aber keine ganze Serie und so plätschert die erste Staffel von "Magic City" ohne Höhepunkte dahin.

Auch in den USA blieb der große Quotenerfolg aus: Starz gab im vergangenen Sommer die Einstellung des Formats nach nur zwei Seasons mit 16 Folgen bekannt.

Link: www.starz.com/originals/magiccity

Veröffentlichung am 28.02.2014 auf DVD (Twentieth Century Fox)

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  • Rezension zu:
    Magic City: Season 1
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