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Alex: Korrupter Bulle made in Sweden

Alex: Korrupter Bulle made in Sweden © Viaplay / Polyband Medien GmbH

Die Schweden können auch Action, wie das neue Crime-Drama "Alex" beweist. Schauspieler Dragomir Mrsic glänzt in der Serie als korrupter Bulle, der um das Leben seines Sohnes kämpft.

Der internationale Erfolg skandinavischer Thrillerserien in den vergangenen Jahren hat unlängst die eigene Genre-Bezeichnung "Nordic Noir" hervorgebracht. Der Hype um die düsteren, unterkühlt inszenierten Produktionen aus dem hohen Norden ist inzwischen etwas abgeflacht.

Nach dem Ende von Vorreitern wir "Kommissarin Lund" und "Die Brücke" geriet die Crime-Kost aus Schweden, Norwegen und Dänemark zunehmend zur Routine. Charaktere und Geschichten wurden mit der Schablone konstruiert, fast schon aus Prinzip blieb das Erzähltempo schleppend – selbst bei dünnen Storys. So läuft "Nordic Noir" mittlerweile Gefahr, ein Synonym für "gepflegte Langeweile" zu werden.

Frischer Wind fürs "Nordic Noir"-Genre

Höchste Zeit für frischen Wind: Dieser kommt mit der Serie "Alex" aus dem Hause des schwedischen Streaming-Anbieters Viaplay. Die sechsteilige erste Staffel wird aktuell beim Pay-TV-Sender Sat.1 Emotions ausgestrahlt und erscheint am 28. September fürs Heimkino auf DVD.

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Erzählt wird die Geschichte des korrupten Polizisten Alex Leko (Dragomir Mrsic), der gemeinsam mit seinem Kollegen krumme Dinger mit einem Verbrecher-Clan dreht. Die Kooperation erweist sich zwar als sehr lukrativ, aber gleichzeitig auch als überaus gefährlich. Alex gerät in die Bredouille und hat plötzlich Blut an seinen Händen kleben.

Nervenaufreibender Wettlauf gegen die Zeit

Für ihn steht fest: Er muss aussteigen, zumal er auf dem Revier nun unter besonderer Beobachtung steht. Seine Chefin (Anna Bjelkerud) stellt ihm mit Frida (Rakel Wärmländer) eine junge Partnerin zur Seite, um ihn zu bespitzeln. Es wird für Alex zunehmend zur Herausforderung, im Geheimen zu agieren. Denn Gangsterboss BG (Stefan Gödicke) denkt nicht daran, ihn so einfach gehen zu lassen.

Alex soll für diesen einen Verräter aus Verbrecherkreisen aufspüren, der die Polizei mit belastendem Material versorgt. Um den Cop unter Druck zu setzen, lässt BG Lekos pubertierenden Sohn Simon (Maximilian Mrsic) entführen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Und genau das bringt viel Tempo und Action ins Spiel, was man so von skandinavischen Serien nicht gewohnt ist. Der Einsatz einer wackelnden Handkamera erhöht gerade in den spannenden Szenen den Adrenalinfaktor noch mal enorm. Auch mit wilden Schießereien und überraschend brutalen Aktionen wird nicht gegeizt.

Ein unbequemer Antiheld mit Ecken und Kanten

In der Welt von Alex geht es dreckig und rau zu. Der Protagonist ist daher folgerichtig als polarisierender, unbequemer Antiheld angelegt. Er steckt voller Aggression, Wut und Gewaltbereitschaft, weil er nur so überleben kann. Seine Ängste, seine Verzweiflung und auch sein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Familie betäubt er immer wieder mit Drogen. Schwächen kann er sich nicht erlauben.

So einem kantigen Charakter tut natürlich ein Gegenpol gut. Diese Funktion übernimmt Rakel Wärmländer in ihrer Rolle als pflichtbewusste Jungermittlerin Frida, die vor einigen Jahren eine Affäre mit Alex hatte. Sie ist stets darauf bedacht, alle Vorschriften zu befolgen und sich korrekt zu verhalten. Doch gerade an der Seite ihres Ex-Lovers wird das schnell zu einem Ding der Unmöglichkeit. Selbst ihr Vater, von dem sie sich vor Jahren entfremdet hat, schwört auf das Konzept „Bulle“ und hält ihr Ideal vom Cop-Dasein mit strahlend weißer Weste für naiv.

Zweite Staffel bereits beschlossene Sache

All die korrupten Machenschaften innerhalb der schwedischen Polizei erscheinen insgesamt vielleicht doch etwas übertrieben, zumal die Beweggründe einzelner Figuren schwammig bleiben. Die eine oder andere Logiklücke ist jedoch zu verschmerzen, da "Alex" kaum Gelegenheit lässt, darüber nachzudenken. Die Serie drückt aufs Gas, treibt die Handlung voran und zielt ohne Kompromisse auf spannende Unterhaltung ab.

Allein Hauptdarsteller Dragomir Mrsic ist ein Selbstläufer: Seiner Figur mag es an Sympathie fehlen. Mit seinem Charisma und seiner gewaltigen Präsenz schafft es der 48-jährige Schwede dennoch, die Serie zu tragen und die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Folgerichtig hat Viaplay eine zweite Staffel in Auftrag gegeben, die voraussichtlich 2019 Premiere in Schweden feiern wird.

"Alex: Staffel 1": Veröffentlichung am 28.09.2018 auf DVD (Polyband / WVG)

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  • Rezension zu:
    Alex: Staffel 1
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