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Billions: Eine typische Showtime-Serie

Billions: Eine typische Showtime-Serie © Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

„Lasst uns doch ein neues "Californication" machen, das in der Finanzwelt spielt!“ – So oder so ähnlich könnten die Programmverantwortlichen bei Showtime auf die Idee zu Serie "Billions" gekommen sein.

Die Superreichen haben doch alle Dreck am Stecken. Wenn sie durch Börsengeschäfte zu ihrem Vermögen gekommen sind, dann erst recht. Die korrupten Wall-Steet-Banker tragen die Schuld an der Finanzkrise und der wachsenden Kluft zwischen Reich und Arm. Der US-Sender Showtime liebt solche Klischees und Pauschalisierungen und geht damit allzu gerne auf Quotenfang.

"Billions" macht da keine Ausnahme. In den USA und im deutschen Pay-TV bei Sky war kürzlich bereits Season 2 des Dramas zu sehen. Die 12-teilige Debütstaffel erscheint nun am 15. Juni auf DVD. Lohnt es sich, in die Serie einzusteigen?

Wer bereits etwas mit Showtime-Produktionen wie "Californication" und "Ray Donovan" anfangen konnte, dürfte sich schnell im "Billions"-Universum zurechtfinden. Die Geschichte um den testosterongesteuerten Hahnenkampf zwischen dem milliardenschweren Hedgefonds-Manager Bobby "Axe" Axelrod und dem verbissenen Bezirksstaatsanwalt Chuck Rhoades funktioniert nach einem ähnlichen Strickmuster.

Männliche Zielgruppe im Visier

Das bewährte Konzept: Showtime will provozieren und Aufmerksamkeit erregen. Anvisiert werden vor allem die männlichen Zuschauer: Als roter Faden dienen regelmäßig eingestreute Sexzenen und derbe Dialoge mit Altherrenwitz-Charme. Diese Zutaten wirken in "Billions" besonders strapaziert, vermutlich um die Serie trotz komplexer Finanzthematik für die breite Masse herunterzubrechen.

Der Flut an Fachbegriffen folgen meist platte, unter die Gürtellinie zielende Einzeiler mit dreckigem Männerlachen im Anschluss. In der nächsten Szene wälzen sich zwei Frauen beim Liebesspiel im Bett und verteilen das Kokain auf ihren nackten Körpern. Oder Chuck Rhoades frönt wieder seiner Vorliebe für SM-Sex.

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Ohne all diese plumpen Füller wäre "Billions" vielleicht auch zu schnell auserzählt. Aus der durchaus interessanten Prämisse entwickelt sich im Laufe der Episoden kaum ein spannender Plot. Die Quintessenz der Story: Axelrod hat sich seinen amerikanischen Traum mit diversen Tricks und illegalen Insidergeschäften verwirklicht. Rhoades will ihn dafür zur Rechenschaft ziehen, um selbst zu mehr Macht zu kommen: Er rechnet sich Chancen auf den Gouverneursposten aus.

Mit "Homeland"-Star Damian Lewis als Axe und Paul Giamatti ("Sideways", "Cosmopolis") als Chuck schlüpfen zwei bekannte und fähige Charakterdarsteller in die leider nur sehr oberflächlich angelegten Rollen. Verschenktes Potenzial!

Ein bisschen Biss dank Maggie Siff

In der von Männern dominierten Serie für Männer darf tatsächlich eine Frau am meisten glänzen: Maggie Siff ("Mad Men") spielt Rhoades selbstbewusste Ehefrau Wendy. Diese arbeitet ausgerechnet in Axelroads Konzern als Psychologin und weiß ihre Position zwischen den Stühlen clever zu nutzen.

Die beiden Gegenspieler vertrauen ihr blind und fressen ihr quasi aus der Hand. In dem unermüdlichen Machtspiel behält daher immer wieder sie die Hosen an. Die Szenen mit Maggie Siff bergen einen angenehm bissig-satirischen Unterton, der "Billions" sonst fehlt: Am meisten amüsieren ihre Motivationsansprachen für Axelrods arroganten Mitarbeiter, die unter angeschlagenen Egos leiden.  

Eine starke Frau als Nebenfigur scheint eigentlich nicht genug, um eine ganze Serie zu tragen. Zumindest beim Showtime-Publikum kommt "Billions" trotz der inhaltlichen Schwächen aber gut an: Der Kabelsender hat für 2018 bereits eine dritte Staffel bestellt.

"Billions: Staffel 1": Veröffentlichung am 15.06.2017 auf DVD (Paramount / Universal Pictures)

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  • Rezension zu:
    Billions: Staffel 1
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