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Outcast: Vom Bösen besessen

Outcast: Vom Bösen besessen © 2016 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Die neue Horrorserie von Robert Kirkman ist nichts für Zartbesaitete. Hinter der blutigen Ekeloberfläche versteckt sich ein intensives Familiendrama.

Mit seinen Comics und der TV-Adaption von "The Walking Dead" hat Autor Robert Kirkman in den letzten Jahren einen riesigen Erfolg gefeiert. Im vergangenen Mai ging beim US-amerikanischen Pay-TV-Sender Cinemax seine neue Horrorserie "Outcast" an den Start. Diese basiert ebenfalls auf einer seiner Comicreihen, die er diesmal gemeinsam mit Zeichner Paul Azaceta entwickelt hat.

Die deutsche Premiere der ersten, zehn Folgen umfassenden Staffel erfolgte bereits wenige Tage nach der US-Ausstrahlung bei Sky und Fox. Ab Ende Januar 2017 wird "Outcast" im Programm von ZDFneo zu sehen sein. Wer nicht so lange warten will, kann sich Season 1 ab sofort auch auf DVD oder Blu-ray ins Heimkino holen.

Dichte Gruselatmosphäre

Das macht Sinn, denn die düstere Serie bietet sich nicht nur aufgrund der kompakten Episodenzahl für eine lange Binge-Watching-Nacht an. Die Geschichte über einen jungen Mann, der sich schon sein ganzes Leben bösen Mächten stellen muss, wird dicht und atmosphärisch erzählt. Jede Unterbrechung geht auf Kosten der intensiven Gruselstimmung.

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"Outcast" packt und schockiert vom ersten Moment an. Das Intro mit einem besessenen Jungen stellt den Magen auf eine harte Probe: Zuerst schlägt der kleine Bub seinen Kopf gegen die Wand, um eine Schabe zu töten und anschließend samt seines Blutes zu verschlingen. Kurz später muss sein eigener Finger als Snack dienen.

Dämonen der Vergangenheit

Doch Hilfe naht: Reverend Anderson (Philip Glenister) kennt sich aus in Sachen Exorzimus. In und um die Kleinstadt Rome ist das Böse in der Vergangenheit immer wieder in die Menschen gefahren. Kyle Barnes (Patrick Fugit) musste schon als Kind einen Albtraum durchleben: Seine alleinerziehende Mutter Sarah (Julia Crockett) geriet in den Bann eines Dämons und misshandelte ihn schwer. Auch als Erwachsener zerstört ein neuer Fall von Besessenheit sein Familienglück mit seiner Freundin Allison (Kate Lyn Sheil) und Töchterchen Amber (Madeleine McGraw).

Inzwischen lebt Kyle allein und verwahrlost im heruntergekommenen Haus seiner Mutter. Selbst seiner besorgten Stiefschwester Megan (Wrenn Schmidt) will es nicht gelingen, ihn aus seiner Lethargie zu holen. Erst die neuen Notfälle des Reverend rütteln Kyle allmählich wach. Mit seiner Unterstützung gelingt es dem Geistlichen schließlich, das Böse aus dem besagten Jungen zu treiben.

Viele Fragen, wenige Antworten

Kyle scheint eine ganz besondere Gabe zu besitzen, die dunklen Mächte zu erkennen und  freizusetzen. Allerdings überstehen einige der Opfer den Exorzismus nicht ohne schwerwiegende Folgen. Eine weitaus größere Gefahr als von den besessenen Menschen in Rome scheint von dem geheimnisvollen Sydney (Brent Spiner) auszugehen. Dieser taucht plötzlich in der Stadt auf und bedroht den Reverend. Handelt es sich etwa um den Teufel in Person?

"Outcast" wirft im Laufe der Staffel viele Fragen auf, die nicht alle zufriedenstellend beantwortet werden. Das mag daran liegen, dass schon vor US-Ausstrahlungsbeginn eine zweite Season in trockenen Tüchern lag. Doch so spannend inszeniert die Serie auch ist, werden die Zuschauer ganz bewusst hingehalten. Die Handlung bewegt sich nur gemächlich voran.

Gäbe es nicht die blutigen Exorzismus-Szenen, die immer wieder für Action und Tempo sorgen, wäre die Serie vielleicht so zäh ausgefallen wie das "The Walking Dead"-Spin-off "Fear The Wallking Dead".

Übertriebene CGI-Effekthascherei

Andererseits fällt es schwer, "Outcast" und Kirkmans Zombie-Franchise zu vergleichen. Die "The Walking Dead"-Welt lebt nicht zuletzt von ihrer Vielzahl an Protagonisten und den Einzelgeschichten der Figuren. Im Zentrum von "Outcast" stehen dagegen Kyle, seine düstere Kindheit und auch seine besondere Gabe. Patrick Fugit, bekannt aus Filmen wie "Almost Famous" und "Gone Girl", spielt den sehr introvertierten Helden der Serie mit authentischer Zurückhaltung. Die lauten, brutalen Horror-Momente sorgen für einen krassen Kontrast zu dem ruhigen Charakter.

Kirkman jongliert ganz bewusst mit bekannten Klischees, vor allem die Pilotfolge wirkt streckenweise wie eine Hommage an den Filmklassiker "Der Exorzist". Die übertriebenen CGI-Spielerien rauben dem Ganzen aber immer wieder den Schrecken, zumindest ein wenig. Subtile Spannung ist einfach nicht Kirkmans Ding. Der Austreibungsspuk setzt vorwiegend auf Effekthascherei mit hohem Ekelfaktor.

Staffel 2 kommt 2017

Unter der blutigen Horror-Verpackung steckt allerdings ein intensives und sehenswertes Familiendrama um Kyle Barnes. Die übernatürlichen Elemente von "Outcast" fungieren zum einen als plakative Metaphern für das Böse im Menschen. Zum anderen aber auch für die dunklen Augenblicke, die das Leben bereithalten kann.

Die DVD- und Blu-ray-Box zur ersten "Outcast"-Staffel umfasst alle zehn Episoden sowie diverse Specials (Entfallene Szenen, Die Ursprünge der Geschichte, Über "Outcast", Rome - Eine Stadt in West Virginia, Animierter Comic, Einblicke in die Episoden).

Einen genauen Starttermin für Season 2 gibt es noch nicht. Mit einer Fortsetzung von "Outcast" ist aber voraussichtlich nicht vor Mai/Juni 2017 zu rechnen.

"Outcast - Staffel 1": Veröffentlichung am 15.12.2016 auf DVD und Blu-ray (Twentieth Century Fox)

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  • Rezension zu:
    Outcast: Staffel 1
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