Kommissar Beck: Enttäuschender Serientod in Staffel 5

Kommissar Beck: Enttäuschender Serientod in Staffel 5 © Baldur Bragason

Ein folgenschwerer Serientod überschattet die neuen Folgen des Skandinavien-Krimis "Kommissar Beck".

Achtung: Diese Rezension enthält Spoiler!

Die fünfte und vermeintlich letzte Staffel von "Kommissar Beck" musste in zwei Etappen gedreht werden. Sonst hätten die viel beschäftigten Hauptdarsteller Peter Haber und Mikael Persbrandt wohl gar keine Zeit für die späte Fortsetzung der schwedischen Krimireihe gefunden. Mit entsprechend zeitlichem Abstand versendete das ZDF die acht spielfilmlangen Folgen.

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Die vier letzten Fälle liefen zwischen Oktober und Anfang November im Programm des Mainzer Senders, der die Produktion der langjährigen Serie mitfinanziert hat. Ab 11. November sind diese dann auch fürs Heimkino auf DVD zu haben. Die erste Hälfte der fünften Staffel ist bereits im September erschienen.

Kommissar Beck verliert seinen Sidekick

Viel mehr noch als die Zweiteilung der Box dürfte treuen "Kommissar Beck"-Fans der vorzeitige Ausstieg von Mikael Persbrandt missfallen: In der fünften Episode stirbt er als Gunvald Larsson den Serientod. Bereits zu Beginn des Falls um einen ermordeten Journalisten wird Becks hitzköpfiger Partner angeschossen und liegt dann bis zuletzt im Koma.

Das ist wahrlich kein würdiger Abschied von dem Charakter, der die Serie mindestens genauso geprägt hat wie Peter Haber als titelgebender Protagonist. Man munkelt, Hintergrund für den unbefriedigenden Abgang der Figur seien Differenzen zwischen Persbrandt und den Machern von "Kommissar Beck" gewesen.

Wie dem auch sei: Ohne Gunvald fehlt den restlichen Folgen zum einen der rebellische Gegenpol zum besonnenen Beck, zum anderen der entscheidende Auslöser für Konflikte und Gefahrsituationen. Der bärtige Norweger Kristofer Hivju ("Game Of Thrones") versucht sein Bestes in der Rolle von Becks neuem Partner Steinar. Doch die Fußstapfen, die der charismatische  Persbrandt hinterlassen hat, sind einfach zu groß.

Am Ende fehlt die Leidenschaft

Pater Haber muss es als Beck mehr oder weniger alleine zu Ende bringen. Der Mord auf einem Campingplatz, die Hinrichtung einer Polizistenfamilie und tödliche Schüsse auf einen Verkehrspolizisten wissen den TV-Kommissar noch einmal zu beschäftigen. Düstere Kulissen und langwierige Ermittlungen bleiben das Markenzeichen der Serie, die den Polizeialltag möglichst realitätsnah zeigen will.

Mit echter Leidenschaft ist Beck allerdings nicht mehr dabei. Nach dem Tod Gunvalds gerät er zunehmend in eine Krise und will zum Staffelfinale resigniert in den Ruhestand gehen. Vermutlich bleibt es dabei. Eine Fortsetzung von "Kommissar Beck" steht in den Sternen, ist aber nach den Entwicklungen in Staffel 5 eher unwahrscheinlich.

"Kommissar Beck: Staffel 5.2": Veröffentlichung am 11.11.2016 auf DVD (Edel Germany GmbH)

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  • Rezension zu:
    Kommissar Beck: Staffel 5.2
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
Leserwertung:
(22 Stimmen)

Kommentare  

#13 Astrid Honekamp 2019-11-02 14:51
Schaue Kommissar Beck nicht mehr seid Mikael Persbrand nicht mehr dabei ist. Die Würze fehlt.
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#12 Bia.H 2018-05-14 01:30
Wie kann man den charismat.Hauptdarsteller aus der Serie rausschreiben? Ohne Gunwald schau ich mirnBeck nicht mehr an.
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#11 Weber 1 2018-05-08 19:36
Wie man eine klasse Krimiserie in die Langweiligkeit runterpersonalisiert, sieht man leider in den neuen Folgen der Beck-Serie. Gunvald fehlt hinten und vorne. Wer läßt sich bloß eine solche profillose neue Kommissarin als Chefin einfallen??? Die Ermittlercrew ist zum einschlafen öde. Schade.
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