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Marco Polo in der ''Game Of Thrones''-Version

Marco Polo in der ''Game Of Thrones''-Version © Ascot Elite Home Entertainment

Netflix scheitert mit "Marco Polo" am Versuch, die Erfolgsformel von Serien wie "Games Of Thrones" und "Spartacus" zu kopieren.

Nicht kleckern, sondern klotzen: So lautet das Motto der Netflix-Serie "Marco Polo", die Ende 2014 beim Streaming-Anbieter Premiere feierte und nun regulär im Handel erhältlich ist.  Allein die DVD-Box gibt sich protzig, erweist sich aber irgendwie als Mogelpackung. Bei der Dicke der Box könnte man annehmen, die erste Staffel des Historiendramas würde wie eine reguläre TV-Serie etwa 22 Folgen umfassen. Doch die gerade mal zehn Folgen von Season 1 wurden zusammen mit etlichen Extras (immerhin!) auf fünf Discs gestreckt.

Schonungslose Bildgewalt nur Mittel zum Zweck

Mehr Schein als Sein: Ähnlich verhält es sich mit der 90 Millionen US-Dollar schweren Produktion selbst. "Marco Polo" will sich mit "Game of Thrones" messen, die bombastische Inszenierung schmeckt nach großem Kino. Spektakuläre Kulissen, aufwendige Kostüme, beeindruckende Spezialeffekte - die Serie von John Fusco bietet eine Menge fürs Auge. An knallharten Kampfszenen, viel Blut und freizügigen Sexszenen wird ebenfalls nicht gespart.

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Diese Überdosis an schonungsloser Bildgewalt bleibt allerdings Mittel zum Zweck: Sie dient nur als skandalträchtige Aufmacher. "Marco Polo" kam so schnell ins Gespräch und rührte damit die Werbetrommel fürs Netflix-Abo. Die Erwartungen an expliziten Gewalt- und Nacktszenen erfüllt die Serie ohne Frage, aus inhaltlicher Sicht enttäuscht sie jedoch auf ganzer Linie.

Erzählt wird, wie der legendäre Venezianer Marco Polo (Lorenzo Richelmy) im 13. Jahrhundert zunächst als Gefangener an den mongolischen Hof des Herrschers Kublai Khan (Benedict Wong) gerät. Schnell steigt er zum Berater des späteren Kaisers von China auf und wird in asiatischer Kampfkunst geschult. In den Schlachten gegen die Song-Dynastie soll er eine entscheidende Rolle spielen. Nebenbei bleibt natürlich auch Zeit für eine obligatorische Romanze.

Hauptdarsteller ohne Charisma

"Marco Polo" interpretiert die historischen Fakten sehr frei, was nicht weiter schlimm wäre. Doch leider geschieht dies so hölzern und ohne roten Faden, dass das so opulente Werk im Kern wie ein trashiges B-Movie wirkt: Die Material-Arts-Einlagen können sich sehen lassen. Die Dialoge und die schauspielerischen Leistungen wirken dagegen allzu bemüht. Lorenzo Richelmy macht in der Hauptrolle einen recht unbeholfenen Eindruck. Ihm fehlt das Charisma, um die Serie zu tragen.

Netflix ließ sich trotz vieler vernichtender Kritiken zu Staffel 1 nicht beirren und hat bereits weitere zehn Episoden von "Marco Polo" für Season 2 produzieren lassen. Diese wird 2016 beim Streaming-Riesen an den Start gehen.

Link: www.netflix.com/de/title/70305883

Veröffentlichung am 12.12.2015 auf DVD und Blu-ray (Ascot Elite Home Entertainment)

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  • Rezension zu:
    Marco Polo: Staffel 1
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