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First Look: Déjà-vu-Erlebnisse bei ''Quantico''

First Look: Déjà-vu-Erlebnisse bei ''Quantico'' © ABC

Ein Terroranschlag und viele Affären: Der Thriller-Soap-Mix der neuen US-Serie "Quantico" geht nicht auf.

"Quantico" ist der erfolgreichste ABC-Serienneustart der Saison. Bislang liefen acht Folgen beim US-Network. Aufgrund der anfänglich guten Quoten haben die Programmverantwortlichen 22 Folgen für eine volle erste Staffel bestellt.

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Während die Pilotfolge noch rund sieben Millionen Amerikaner zum Einschalten bewegen konnte, kommt die FBI-Dramaserie inzwischen gerade noch knapp über die Vier-Millionen-Marke. Immerhin sind die zeitversetzten Zugriffe auf die "Quantico"-Folgen recht stabil geblieben: Bis zu fünf Millionen Zuschauer verfolgen die Geschichte um eine mutmaßliche Terroristin nach der TV-Ausstrahlung.

Auch die hitchecker.de Redaktion hat sich auf "Quantico" eingelassen, verliert aber zunehmend das Interesse an den abstrusen Ereignissen der "How To Get Away With Murder"-Variation. Wo die Probleme liegen, verrät unser "First Look"-Check.

Achtung, die folgende Inhaltsangabe enthält leichte Spoiler!

Die Story: Erst vor wenigen Monaten hat die junge Alex Parrish gemeinsam mit einer Gruppe weiterer Rekruten ihre Ausbildung zur FBI-Agentin vollendet. In Quantico musste der Behördennachwuchs unter Leitung der Ausbilder Miranda Shaw und Liam O'Connor ein knallhartes Training durchlaufen.

Schrecklicher Terroranschlag in New York

Früher als erwartet sieht sich Alex in ihrem Job mit einer Ausnahmesituation konfrontiert: In New York ereignet sich ein schlimmer Terroranschlag, den sie selbst nur knapp überlebt. Doch was hatte sie eigentlich am Tatort zu suchen?

Schnell gilt Alex als Hauptverdächtige bei den Ermittlungen. Dann werden auch noch eindeutige Beweise in ihrer Wohnung gefunden. Jemand scheint ihr das grausame Verbrechen anhängen zu wollen. Alex ist sich sicher: Seit ihrem ersten Tag in Quantico wurde die Verschwörung gegen sie vorbereitet. Doch wer steckt dahinter? Einer oder mehrere der anderen Rekruten? Oder sogar ein Vorgesetzter?

Auf der Flucht vor dem FBI versucht Alex herauszufinden, wer den Terroranschlag wirklich verübt hat. Dabei ist sie auch auf die Hilfe jener angewiesen, denen sie vielleicht nicht trauen kann.

Erster Eindruck: Das Szenario mag ein ganz anderes sein, die Parallelen der neuen Thrillerserie "Quantico" zum ABC-Quotenhit "How To Get Away With Murder" aus dem Vorjahr sind aber ganz offensichtlich. Statt Jurastudenten stehen jetzt FBI-Rekruten im Vordergrund. Die Ähnlichkeiten von Ausbilderin Miranda Shaw mit HTGAWM-Protagonistin Annalise Keating sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. "Quantico" übernimmt zudem den Erzählstil des erfolgreichen Vorbilds und springt zwischen zwei Zeitebenen hin und her.

Roter Faden verzweifelt gesucht

In Rückblenden wird gezeigt, was während der Ausbildung in Quantico passiert ist. Der Handlungsstrang in der Gegenwart folgt der flüchtigen Alex bei der Spurensuche. Auf dieser trifft sie erneut auf die anderen Rekruten. Jeder von ihnen hegt dunkle Geheimnisse, die durch die Flashbacks nach und nach ans Licht kommen. Die Zahl an verdächtigen Nebenfiguren ist groß. Alle bringen sie eine eigene Hintergrundgeschichte mit. Hinzu kommen diverse Verbindungen und Affären untereinander, was die Story noch komplexer macht.

Vor allem in den beiden Auftaktepisoden erhält der Zuschauer eine riesige Flut an Informationen und Andeutungen. Es fällt schwer, dem Geschehen zu folgen. Die zahlreichen, zum Teil unglücklich platzierten Zeitsprünge irritieren zusätzlich. Im weiteren Verlauf lernt man die einzelnen Figuren zwar besser kennen, logischer und nachvollziehbarer werden ihre jeweiligen Aktionen aber nicht. Die ständigen Twists und überraschenden Offenbarungen erinnern stark an eine Daily Soap. Sie mögen das Publikum kurzzeitig bei Laune halten. Schon nach wenigen Episoden zeichnet sich jedoch ab, wie sich die Drehbuchautoren zunehmend verzetteln.

Das "Quantico"-Personal spielt bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls auf Seifenoper-Niveau. Zumindest teilweise kann man dafür sicher ihre oberflächlich und klischeehaft gezeichneten Charaktere verantwortlich machen. Als großes Problem stellt sich jedoch Bollywood-Star Priyanka Chopra heraus. Sie wirkt in ihrer ersten großen US-Hauptrolle als Alex Parrish hoffnungslos überfordert. Zwischen all dem dramaturgischen Durcheinander geht sie gnadenlos unter. Co-Star Jake McLaughlin ("Believe") bleibt da kaum etwas anderes übrig, als sich neben seiner schwachen Kollegin zurückzuhalten. Seine einzige Funktion als Alex' Love-Interest: Muckis zeigen und nach der Pfeife der Angebeteten tanzen.

Zuwenig Ernsthaftigkeit gegenüber der Terror-Thematik

Wunderbar selbstbewusst darf dagegen Aunjanue Ellis ("The Mentalist", "Navy CIS: L.A.") in der Rolle der Miranda Shaw agieren. Im Grunde hätte Serienschöpfer Joshua Safran ("Gossip Girl", "Smash") ihre starke Figur ins Zentrum des Geschehens stellen müssen. Dann wäre sein uninspiriertes Konzept aber vermutlich ganz als "How To Get Away With Murder"-Kopie entlarvt worden.

Schauspieler Josh Hopkins schlägt sich als undurchsichtiger FBI-Ausbilder Liam O'Connor nicht annähernd so gut wie Ellis. Sein süffisantes Lächeln passte vielleicht in die Comedy "Cougar Town". In einer Thriller-Serie über einen Terroranschlag wirkt es völlig fehlplatziert.

Fazit: Generell mangelt es "Quantico" an Ernsthaftigkeit gegenüber dem brisanten Thema. Die Liebschaften und Intrigen zwischen den Figuren scheinen der ABC-Produktion wichtiger als die Aufklärung des Terrorakts. Der Soap-Thriller-Mix verliert daher schon nach wenigen Episoden seinen Reiz.

Link: www.facebook.com/QuanticoABC

"Quantico" läuft seit September beim US-Network ABC.

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  • Rezension zu:
    Quantico
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