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Eine französische Multi-Kulti-Familie muss sich zusammenraufen

Eine französische Multi-Kulti-Familie muss sich zusammenraufen © Good! Movies

Der französische Kinoerfolg "Monsieur Claude und seine Töchter" funktioniert als heitere und oberflächliche Familienkomödie bestens. Mehr hineinzuinterpretieren könnte zu Missverständnissen führen.

Das wohlhabende und sehr konservative Ehepaar Claude und Marie Verneuil verzweifelt noch an der Vorliebe ihrer Töchter (Frédérique Bel, Julia Piaton, Emilie Caen) für exotische Männer: Die eine heiratet einen Araber, die nächste einen Juden und die dritte einen Chinesen. Das passt so gar nicht in die von rassistischen Vorurteilen geprägte Welt der Verneuils, die um ihren guten Ruf in der Kirchengemeinde besorgt sind.

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Um den Familienfrieden halbwegs aufrecht zu halten, bemühen sich Claude (Christian Clavier) und Marie (Chantal Lauby) um Zurückhaltung bei gemeinsamen Treffen. Da allerdings auch die Schwiegersöhne gegenüber anderen Nationen Vorbehalte hegen, sind handfeste Konflikte kaum vermeidbar. Als dann auch noch die jüngste Verneuil-Tochter (Elodie Fontan) einen schwarzen Verlobten von der Elfenbeinküste (Noom Diawara) anschleppt, hängt der Haussegen völlig schief.

Zu allem Überfluss bringt der neue Schwiegersohn in spe einen Vater mit in den Kreis der Familie, der noch radikalere Ansichten vertritt als Claude. Es kommt zum ultimativen Multi-Kulti-Zoff, nach dem sich am Ende aber plötzlich doch alle lieb haben.

Eine typisch französische Familienkomödie

Die Drehbuchautoren Guy Laurent und Philippe de Chauveron, der auch Regie führte, machen es sich ganz bewusst einfach. Sie wollen mit "Monsieur Claude und seine Töchter" vor allem die breite Masse unterhalten, was ihnen mit bissigen Dialogen und amüsant-skurrilen Szenen wunderbar gelingt. Der Film erweist sich als typisch französische Familienkomödie mit überzogenen und leicht hysterischen Charakteren.

Die vielen Klischees, die bedient werden, fungieren als Aufhänger für durchschaubare, aber doch weitgehend zündende Gags. Politisch korrekt können diese beim Thema Rassismus kaum sein. Doch diese Problematik wird clever entschärft: In der plakativen Geschichte legen nahezu alle Figuren, egal welcher Herkunft, einen mehr oder weniger ausgeprägten Alltagsrassismus an den Tag.

Bitte nicht zu viel interpretieren

Einige Kritiker unterstellten den Machern von "Monsieur Claude und seine Töchter", diesen dadurch gut zu heißen. Frei nach dem Motto: Wenn alle Ressentiments gegenüber Ausländern hegen, also auch die Ausländer gegenüber anderen Ausländern, ist doch alles in Butter.

So darf man den seichten Streifen aber sicher nicht interpretieren. Er zieht nur altbekannte  Vorurteile durch den Kakao und am Ende, wenn auch oberflächlich, ein schönes Fazit: Verbohrte Ansichten können überwunden werden, wenn man sich die Chance gibt, einander kennen zu lernen.

Fazit: "Monsieur Claude und seine Töchter" eignet sich perfekt für einen heiteren DVD-Abend mit der ganzen Familie.

Link: www.monsieurclaude.de

Veröffentlichung am 28.11.2014 auf DVD und Blu-ray (Good! Movie)

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    Monsieur Claude und seine Töchter
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