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Highschool Musical mal anders(rum)

Highschool Musical mal anders(rum) © Pro-Fun Media

"Ein Sommernachtstraum" sorgt als modernes Schulmusical für Furore in der amerikanischen Kleinstadtidylle. Oder ist es doch der Hauptdarsteller, der auf Jungs steht?

Als geouteter Teenager lebt es sich in einer spießigen, amerikanischen Kleinstadt nicht gerade einfach: In der Schule wird Timothy (Tanner Cohen) regelmäßig von seinen Mitschülern gemobbt. Sportlehrer Driskill (Chistian Stolte) denkt gar nicht daran einzugreifen.

Lediglich die geheimnisvolle Englischlehrerin Ms. Tebbit (Wendy Robbie) scheint Verständnis für Timothy aufzubringen. Sie entdeckt das Gesangstalent des Außenseiters und gibt ihm die Rolle des Puck in einem Schulmusical frei nach Shakespears "Ein Sommernachtstraum".

Beim Studium seines Textes stößt Timothy auf die Rezeptur eines Liebeselixiers, das er gleich mal erfolgreich an seinem Schwarm Jonathan (Nathaniel David Becker) ausprobiert. Der Rugby-Star der Highschool soll nicht der einzige Junge bleiben, den Timothy verzaubert.

Es dauert nicht lange und es wimmelt in der ganzen Stadt von gleichgeschlechtlichen Pärchen. Selbst Coach Driskill entdeckt plötzlich seine Gefühle für den Schulleiter. Das Chaos ist perfekt!

Originelles Musical-Märchen

"Wäre die Welt mein" ist das Kinodebüt von Tom Gustafson. Als Vorlage diente dem Regisseur sein 20-minütiger Kurzfilm "Fairies" aus dem Jahre 2003, der ebenfalls auf der DVD zu sehen ist.

Die Story klingt zunächst trashig und schräg. Doch anders als die Inhaltsangabe befürchten lässt, entpuppt sich der Film nicht etwa als alberner Teenie-Klamauk. Gustafson erzählt ein modernes, phantasievolles Filmmärchen um Liebe und Toleranz, würzt es mit ganz viel Wortwitz und vor allem mit bunten Musical-Elementen. Timothys Visionen, die als Tagträume beginnen und dann tatsächlich zur Realität werden, sind originell und mit Liebe zum Detail inszeniert:

Wenn die erst so homophoben Mitglieder der Rugby-Mannschaft plötzlich auf Zehenspitzen über den Rasen tänzeln und einander anhimmeln, bleibt kein Auge trocken. Gekonnt spielt Gustafson mit bekannten Klischees und stellt sie bewusst auf dem Kopf, indem er schließlich die heterosexuellen Ortsbewohner zur Randgruppe macht.

Hier und da werden die Musical-Szenen und Traumsequenzen vielleicht ein bisschen zu sehr ausgereizt. Es wirkt ein bisschen so, als hätte die Kurzfilmversion auf Spielfilmlänge gedehnt werden müssen. Dabei hätten spannende Nebencharaktere wie Timothys Mutter Donna (Judy McLane), seine beste Freundin Frankie (Zelda Williams) oder die Figur der Ms. Tebbit durchaus noch Potenzial für weitere Dialogszenen mitgebracht.

Hochwertige Low-Budget-Produktion

Die überaus gelungene Filmmusik und die fähige Stimme von Hauptdarsteller Tanner Cohen lassen aber nicht den Hauch von Langeweile aufkommen. Auch die verspielten Kulissen überzeugen. Bei der durch und durch hochwertigen Umsetzung von "Wäre die Welt mein" mag man fast nicht glauben, dass es ich um eine Low-Budget-Produktion handelt.

Gespart wurde nur an einer deutschen Synchronisation, es gibt lediglich einen deutschen Untertitel. Zum Glück, kann man jedoch sagen: Die Übersetzung der vielen Shakespear-Zitate oder gar der Songs wäre vermutlich in die Hose gegangen!

Veröffentlichung am 28.03.2014 auf DVD(Pro-Fun Media)

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    Wäre die Welt mein
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