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Sinnfreie Action mit Mucki-Überschuss

Sinnfreie Action mit Mucki-Überschuss © Universal Pictures

Viel Action, wenig Handlung: "Fast & Furious 6" ist wahrlich nicht der beste Teil der Reihe.

Die Cash Cow wird gemolken, bis kein Tropfen mehr kommt. Im Falle der "Fast & Furious"-Filmreihe scheinen die Euter noch lange nicht geleert. Ganz im Gegenteil: Von Teil zu Teil läuft es für die populäre Action-Saga noch besser an den Kinokassen. Das bislang letzte Sequel war mit einem Einspielergebnis von ca. 704,5 Millionen US-Dollar bei einem Produktionsbudget von 160 Millionen das bislang erfolgreichste. Diese Summe wird durch die anstehenden DVD- und Blu-ray-Verkäufe von "Fast & Furious 6" in den nächsten Monaten sicher noch deutlich wachsen.

Die Luft ist draußen

Die rekordverdächtigen Zahlen sagen aber natürlich nichts über die inhaltliche Qualität aus. Zwar ist es Regisseur Justin Lin und Dehbuchautor Chris Morgan durchaus gelungen, der Reihe seit "The Fast and the Furious: Tokyo Drift" (Teil 3) einen gewissen roten Faden zu verleihen. Das gilt vor allem, seit in "Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile." die meisten Charaktere des ersten Teils zurückgekehrt sind und eine gewisse Mythologie um diese gesponnen wurde. Doch im sechsten Teil scheint sich die Story um die Elite-Fahrer Dominic Toretto (Von Diesel), Brian O'Connor (Paul Walker) allmählich totzulaufen.

Diesmal kommt ausgerechnet ihr Erzfeind, FBI-Agent Luke Hobbs (Dwayne Johnson), auf die beiden zu und bietet ihnen einen vielversprechenden Deal an: Wenn sie ihre Crew zusammentrommeln und den Behörden dabei helfen, Bösewicht Owen Shaw (Luke Evans) und seine Bande zu schnappen, werden alle Anklagen gegen sie fallen gelassen. Für Dom, Brian und Co hieße das, endlich kein Leben auf der Flucht mehr führen zu müssen. Da brauchen sie nicht lange zu überlegen.

Allerdings erweist sich Shaw schnell als harte Nuss: Der Ex-Soldat will mit seinem Gaunerteam alle Teile für eine gefährliche High-Tech-Waffe zusammenklauen, um diese dann gewinnbringend auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Seine Vorgehensweise erinnert nicht zufällig an die Tricks aus Doms und Brians Lager: Keine Geringere als die totgeglaubte Letty (Michelle Rodriguez), Doms große Liebe, ist Shaws linke Hand.

Wenig zu sehen von Paul Walker

Diese überraschende Wiederauferstehung ist aber wenig absurd im Vergleich zu den zunehmend übertriebenen Verfolgungsjagden und Schießereien, die etwa 70 Prozent des Streifens ausmachen. Die Schnitte sind so rasant, die Effekte so spektakulär und pompös, dass das Wer und Warum dabei überhaupt keine Rolle mehr spielt. Es gibt also Action um der Action Willen, was bei dem Hauch an Handlung und einer Filmlaufzeit von über zwei Stunden ziemlich anstrengend wird.

Da inzwischen so viele gleichwertige Rand- und Nebenfiguren im "Fast & Furious"-Universum um die Zuschaueraufmerksamkeit buhlen, kann auch kein einzelner Protagonist das chaotische Geschehen zusammenhalten. Selbst ein Paul Walker kommt diesmal recht kurz. Die größte Hauptrolle spielen ohnehin Dwayne Johnsons überdimensionalen Oberarme. Das sagt eigentlich schon alles. Da bleibt nicht einmal mehr Platz für Extras auf der DVD-Ausgabe von "Fast & Furious 6".

Link: Offizielle Seite bei Universal Pictures

Veröffentlichung am 26.09.2013 auf DVD (Universal Pictures)

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