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Blair Witch: Filmkritik und Gewinnspiel zum DVD-Start

Blair Witch: Filmkritik und Gewinnspiel zum DVD-Start © Studiocanal / Chris Helcermanas-Benge

Horrorfilm-Nachschub fürs Heimkino: Das zweite Sequel zum Klassiker "The Blair Witch Project" entführt wieder in den Black Hills Forest. Dort bleibt fast alles beim Alten.

Auf ein Comeback der alten Blair Witch nach 17 Jahren hatten selbst Horror-Fans nicht mehr gewartet. Nach dem gefloppten "Book Of Shadows: Blair Witch 2" aus dem Jahre 2000 schien der Found-Footage-Klassiker erst recht keine Zukunft mehr als Franchise zu haben.

Doch falsch gedacht: Regisseur Adam Wingard und Drehbuchautor Simon Barrett, die schon die Genrefilme "The Guest" und "You're Next" gemeinsam umgesetzt haben, arbeiteten im Geheimen an Teil 3. Vorab wurde der Film unter dem Titel "The Woods" angekündigt. Erst zum Kinostart ließ man die Katze aus dem Sack und kommunizierte den eigentlichen Filmtitel.

Kein neuer Hype um die Blair Witch

Ein Hype um diese Überraschung blieb allerdings aus. Anno 1999 sorgte "The Blair Witch Project" dagegen für Furore: Den Filmschöpfern Daniel Myrick und Eduardo Sánchez gelang es, ihre Low-Budget-Produktion clever zu vermarkten. Lange hielten sie die Illusion aufrecht, bei den verwackelten Aufnahmen ihres Werks handele es sich tatsächlich um gefundenes Videomaterial. Dieser Gag funktioniert aber leider kein zweites Mal.

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Inhaltlich und aus optischer Sicht ließ sich das Ursprungskonzept aber natürlich problemlos neu beleben: Wieder werden einige Studenten, diesmal ausgestattet mit modernen Kopfkameras und Drohne, in die dunklen Wälder von Maryland geschickt. Der Anknüpfungspunkt zum ersten Teil: Protagonist James (James Allen McCune) ist der Bruder der vor fast zwei Jahrzehnten verschwundenen Heather. Ein neu aufgetauchter Internet-Clip aus dem geheimnisumwobenen Blair-Witch-Haus zeigt für wenige Sekunden das Spiegelbild einer Frau. Lebt Heather etwa noch?

Zurück in die dunklen Wälder Marylands

Gemeinsam mit seinen Freunden Lisa (Callie Hernandez), Ashley (Corbin Reid) und Peter (Brandon Scott) macht sich James auf Spurensuche. Auch Lane (Wes Robinson) und Talia (Valorie Curry), die das besagte Video gefunden und ins Netz gestellt haben, begleiten die Clique auf ihrem Trip in den Wald. Dort treibt die Blair Witch wieder ihren teuflischen Spuk und nimmt sich ein Opfer nach dem anderen vor.

Also im Grunde alles wie gehabt: Vor allem im ersten Viertel von "Blair Witch" lässt die zum Original fast identische Handlung kaum Spannung aufkommen. Dann wird es Nacht und die beklemmende Atmosphäre von damals scheint fast wieder greifbar. Unheimliche Geräusche vor dem Zelt, geheimnisvolle Hexensymbole und völlige Orientierungslosigkeit der Akteure beschwören gezielt die nackte Panik.

Nackte Panik bricht aus

Gleichzeitig beschert das gelungene Sounddesign Gänsehaut. Die Hoffnung steigt: Kriegt "Blair Witch" doch noch die Kurve? Nicht so ganz: Das Tempo zieht zu schlagartig an. Die schnellen Schnitte und Wackelbilder aus unterschiedlichen Perspektiven sorgen für reichlich Chaos. Die Schauspieler verfallen in Hysterie. Es fehlt der Fokus auf eine Hauptfigur, mit der das Publikum mitfiebern könnte.

Früher als in der Vorlage geht es zum großen Showdown ins verfallene Haus mitten im Wald, das sich als regelrechtes Labyrinth mit unzähligen Türen entpuppt. Wingard pfeift hier auf den Minimalismus und gibt sich deutlich detailverliebter als einst Myrick und Sánchez. Selbst die Blair Witch tritt tatsächlich in Erscheinung. Allerdings kann man sie nur als computeranimierte Silhouette erahnen.

Ohne Biss und Selbstironie

Geht der Film jetzt etwa doch noch neue, eigene Wege? Wird diesmal jemand überleben? Erwartet die Zuschauer sogar eine Auflösung des großen Mysteriums um die Hexe? Diese Fragen deuten die große Enttäuschung zum Schluss schon an. Die finalen Szenen bleiben schließlich nur eine überflüssige Variation des Altbekannten.

Für eine Hommage mangelt es "Blair Witch" an frischen Ideen und vielleicht auch an einer gesunden Portion Selbstironie. Eine gewisse Komik ergibt sich gerade in den panischen Augenblicken eher unfreiwillig. Ein Totalausfall ist das Sequel dennoch nicht, aber eben auch keine runde Sache.

Das Bonusmaterial auf DVD und Blu-ray bietet obligatorische Kurzbeiträge mit Blick hinter die Kulissen, einen Audiokommentar von Wingard und Barrett sowie den Filmtrailer.

"Blair Witch": Veröffentlichung am 09.02.2017 auf DVD und Blu-ray (Studiocanal)

Mehr Infos zum Film: www.blairwitch-film.de

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