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Scream Week: Teenie-Horror ohne Biss

Scream Week: Teenie-Horror ohne Biss © WVG Medien

"Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" trifft auf "Scream": "Scream Week" will sich vor den Kultstreifen verneigen, kopiert diese aber nur uninspiriert.

Der niederländische Regisseur Matijn Heijne hat sich an einer Hommage an die Teenie-Slasher-Filme der 1990er versucht. Daran soll hierzulande wohl schon der Titel "Scream Week" hinweisen. Im Original heißt der Horrorstreifen "Sneekweek" - benannt nach der alljährlichen Partywoche in der Gemeinde Zuidwest-Friesland. Dort steigen spaßige Segelwettkämpfe und Saufgelage bis spät in die Nacht.

Einer nach dem anderen

Im Film will eine Gruppe von Studenten während der "Sneekweek" ihren Abschluss in einem Luxusanwesen feiern. Doch schnell holt sie ihre dunkle Vergangenheit ein: Vor zwei Jahren verschuldeten sie den Tod eines Kommilitonen, dem eine fiese Mutprobe zum Verhängnis wurde. Aus Angst vor einer Gefängnisstrafe vernichtete die Clique alle Beweise und inszenierte den Vorfall als Unfall.

Jemand scheint ihnen aber auf die Schliche gekommen zu sein: Ein maskierter Fremder taucht auf und schlachtet einen nach dem anderen ab. Heijne folgt stur dem bewährten Konzept von "Scream" und "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast". Damit gelingt ihm allenfalls eine schlechte, modernisierte Kopie des Altbekanntem.

Für eine clevere, überraschende Hommage genügt es nicht, einen Ausschnitt aus "Scream" im Party-Domizil der Studenten über den Bildschirm flimmern zu lassen. Heijne bedient einfach nur die üblichen Klischees und hangelt sich von einem Jumpscare-Moment zum nächsten. Bevor es richtig blutig wird, blendet er die heikle Szene aus.

Lieber nackte Haut als blutige Action

Viel lieber als auf brutale Abschlacht-Action setzt er auf reichlich nackte Haut. Die Darsteller, vorwiegend bekannt aus niederländischen Soaps, dürfen so immerhin ihre knackigen Körper präsentieren. Schauspielerischen Talent ist bei den eindimensionalen Protagonisten ohnehin nicht gefragt. Die Charaktere haben im Grunde nur Sex, Saufen und Feiern im Sinn. Ihre Ermordung bleiben dem Zuschauer egal, weil die unsympathischen Figuren nicht zum Mitfiebern taugen. Ohnehin fällt es schwer, die zeigefreudigen jungen Frauen und Männer auseinanderzuhalten.

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Vielleicht hätte eine spannende Auflösung der Täterfrage das Skript von "Scream Week" noch aufwerten können. Doch die Geschichte endet mit einem arg konstruierten, aufgeblähten Showdown, der ein uninspiriertes Verdächtiger-wechsel-dich-Spiel mit den Zuschauern treibt. Vor 20 Jahren hätte das während der Teenie-Horror-Hochzeit vielleicht noch halbwegs funktioniert. Heute will das leider nicht mehr packen.

Immerhin kann Martijn Heijne mit schön fotografierten, stimmungsvollen Bildern und einem flotten Soundtrack mit Hits von Armin van Buuren und Eva Simons punkten.

Veröffentlichung am 25.11.2016 auf DVD und Blu-ray (WVG Medien)

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