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Take Down: Rebellische Teens auf der Todesinsel

Take Down: Rebellische Teens auf der Todesinsel © Universum Film

Reiche Teenies im Survival-Camp werden Opfer einer blutigen Geiselnahme. Eigentlich kein schlechter Aufhänger für einen Actionfilm, oder?

Das bekannteste Werk des britischen Regisseurs Jim Gillespie ist wohl der Horror-Streifen "Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast" aus dem Jahr 1997. Dieser schlug sich im Zuge des damaligen Erfolges der "Scream"-Reihe gut an den Kinokassen. Auch heute genießt er zumindest noch einen kleinen Kultstatus unter Fans der leichten, aber blutigen Teeniefilm-Unterhaltung.

Mit "Take Down - Die Todesinsel" kehrt Gillespie quasi zu seinen Wurzeln zurück: Eine Gruppe schwieriger Jugendlicher wird von ihren steinreichen Eltern zu einer Art Boot-Camp verdonnert. Das Survival-Training findet auf einer abgelegenen, schottischen Insel unter strenger Überwachung statt.

Ein Autounfall mit Folgen

Der rebellische Kyle (Jeremy Sumpter) wehrt sich zunächst noch gegen die kompromisslosen Regeln der Insel. Doch er merkt schnell, dass ihm gar nichts anderes übrig bleibt, als die Befehle der Instruktoren und Wachen zu befolgen. Sonst droht ihm Jugendknast oder Sozialarbeit und noch schlimmer: der Geldentzug durch seinen Vater (Sebastian Koch).

Dieser hat den Richter bestochen, um seinen Sohn vor einer Haftstrafe zu bewahren: Völlig zugedröhnt hatte Kyle einen Autounfall verursacht und seine schwerverletzte Beifahrerin Amy (Phoebe Tonkin) einfach zurückgelassen. Das Mädchen erfreut sich inzwischen wieder bester Gesundheit und ist - wenig überraschend - ebenfalls im Boot-Camp gelandet.

Für noch mehr Konfliktpotenzial sorgen die anderen Teenager, die mitunter zu Aggressionsausbrüchen und Provokationen neigen. Die angespannte Stimmung legt sich nach den ersten gemeinsam gemeisterten Herausforderungen in der Wildnis. Ausgerechnet jetzt wird die Insel von Ex-Soldat Billy Speck (Ed Westwick) und seiner Söldner-Truppe gestürmt.

Über Zivilcourage und Teamgeist

Während die Wachen und Camp-Leiter sofort exekutiert werden, nehmen die Verbrecher die Millionärskinder als Geiseln und fordern Lösegeld. Die verlangte Summe ist so hoch, dass so manche der Eltern ins Grübeln geraten. Unterdessen gelingt es Kyle zu flüchten. Doch diesmal rennt er nicht vor seiner Verantwortung davon: Er kehrt zurück, um das Leben der anderen zu retten.

Das Boot-Camp scheint also bereits gefruchtet zu haben: Kyle beweist heldenhafte Zivilcourage, auch wenn sein tapferes Verhalten in diesem Fall eher als todesmutig und dumm und weniger als erwachsen eingestuft werden darf. Im Anschluss will "Take Down" aber noch mehr vermitteln, nämlich wie erfolgreich man als Team agieren kann. Zumindest mehr oder weniger: Nicht alle Geiseln überleben bis zum Showdown.

Das war vorhersehbar, auch wenn Gillespies Film nicht stur dem Einer-nach-dem-anderen-Prinzip folgt. Die wenigen blutigen Momente erinnern aber durchaus an den Teenie-Horror aus den 1990ern. Auch die Charaktere sind ähnlich oberflächlich angelegt.

Klischeehafter Bösewicht aus "Gossip Girl"

Im Vordergrund stehen klar Kyle und Amy mit ihrer gemeinsamen Geschichte. So recht können sie sich aber nicht als Protagonisten behaupten. Viel zu schnell ist der ursprüngliche Konflikt zwischen  ihnen gelöst und ihre Beziehung gerät zur üblichen und wenig interessanten Teenie-Romanze. "Billonaire Ransom", wie die Direct-to-DVD-Veröffentlichung im Original heißt, kommt ohnehin erst nach dem ausführlichen Intro richtig in Fahrt.

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"Gossip Girl"-Star Ed Westwick spielt einen sehr klischeehaften, aber richtig fiesen Bösewicht. Mit ihm wandelt sich das Teenie-Drama schließlich zum Action-Abenteuer. Die Auflösung am Ende, wer tatsächlich hinter der Geiselnahme steckt, wirkt arg konstruiert. Voraussehbar ist sie dennoch nicht und trotzdem schrecklich irrelevant. Der Story fehlt einfach ein cleverer Twist.

Viele Extras auf DVD und Blu-ray

"Take Down" muss aber keine vollends runde Sache sein, um ganz gut zu unterhalten. Gillespies ruhige, atmosphärische Inszenierung mit langen Einstellungen und vielen schönen Naturaufnahmen veredelt das B-Movie. Im Cast gibt es zudem viele bekannte Gesichter zu entdecken, darunter TV-Stars wie Dominic Sherwood ("Shadowhunters"), Tracy Ifeachor ("Quantico"), Elliot Knight ("How To Get Away With Murder") und der deutsche Schauspieler Sebastian Koch ("Stauffenberg").

Sowohl die DVD- als auch die Blu-ray-Ausgabe bietet reichlich Bonusmaterial mit einer Laufzeit von 95 Minuten: Vor allem die vielen Interviews mit den Darstellern und Gillespie sind einen Klick im DVD-Menü wert.

Veröffentlichung am 28.10.2016 auf DVD und Blu-ray (Universum Film)

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  • Rezension zu:
    Take Down: Die Todesinsel
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
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Kommentare  

#1 Horst Dittler 2016-10-31 17:27
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