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Laurence Fishburne als irrer Auftragskiller

Laurence Fishburne als irrer Auftragskiller © Universum Film

Laurence Fishburne und Thomas Jane liefern sich im B-Movie "Standoff" ein Duell aus dämlichen Dialogen. Da wäre mehr drin gewesen!

Als das 12-jährige Waisenmädchen Bird (Ella Ballentine) das Grab ihrer Eltern auf einem abgelegenen Friedhof besucht, wird sie Zeugin eines Blutbads: Auftragskiller Sade (Laurence Fishburne) knallt die gesamte Trauergesellschaft einer Beerdigung ab.

Bird gelingt zunächst die Flucht zurück zum Auto, wo der Freund ihrer Tante auf sie warten sollte. Doch der hat sich bereits auf die Suche nach ihr gemacht und läuft Sade direkt vor die Kugel. Auch diesen Mord muss Bird miterleben. Noch schlimmer: Sade hat sie jetzt gesehen und macht Jagd auf die Kleine.

Katz- und Mausspiel zwischen den Stockwerken

Im Haus des Kriegsveterans Carter (Thomas Jane) findet sie Zuflucht. Der Killer ist ihr allerdings dicht auf den Fersen. Carter hat zwar sofort eine Schrottflinte zur Hand und kann Sade verletzen, wird aber auch selbst angeschossen. Mit Bird schleppt er sich blutend ins obere Stockwerk des Hauses. Ein perfides Katz- und Mausspiel nimmt seinen Lauf: Sade ist gewillt, die Sache auszusitzen, bis Carter aufgibt oder verblutet. Danach will er sich Bird vorknöpfen. Der Bösewicht unterschätzt jedoch seine eigene Wunde.

Auch mit Carters ausgeprägtem Beschützerinstinkt hat er nicht gerechnet: Dieser setzt alles daran, dass nicht noch einmal ein Kind unter seiner Obhut stirbt. Für den tragischen Tod seines eigenen Sohnes gibt er sich noch heute die Schuld. Den wunden Punkt Carters weiß der clevere Sade aber schon bald auszunutzen.

Potenzial der Darsteller bleibt ungenutzt

Zugegeben, die Story des neu auf DVD und Blu-ray erschienenen Action-Thrillers "Standoff: Die einzige Zeugin" klingt schon schwer nach B-Movie. Das Personal weckt vorab aber gewisse Erwartungen: "Matrix"-Star Laurence Fishburne als durchgeknallter Killer und Thomas Jane, vor allem bekannt aus der frechen Comedyserie "Hung", hätten aus der einfach gestrickten Vorlage durchaus einen vergnüglichen Heimkino-Abend machen können.

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Drehbuchautor Adam Alleca ("Last House On The Left"), der mit dem Streifen sein Debüt als Regisseur gibt, will die beiden fähigen Mimen aber einfach nicht glänzen lassen. Das Hauptproblem sind nicht einmal die oberflächlich gezeichneten Charaktere, die er sich ausgedacht hat. Vielmehr stören die katastrophalen Dialoge, die an dämlichen Sprüchen und plumpen Einzeilern kaum zu überbieten sind. Wie so oft wirken diese in der deutschen Synchronisation noch platter als im Original.

Verpasste Chance auf knisterndes Action-Kammerspiel

Fishburnes Bösewicht wird mit zunehmender Laufzeit mehr und mehr zum klischeehaften Psychopathen, der böse fluchen und irre lachen darf. Statt solchen abgedroschenen Überzeichnungen hätte es dem Film gut getan, die Lautstärke einfach zurückzufahren. Warum müssen sich die Gegenspieler Sade und Carter fast pausenlos unterhalten? Viel spannender wäre es gewesen, die Dialoge auf das Wesentliche zu beschränken. Die bedrohliche Situation im Haus hätte Alleca als knisterndes Kammerspiel inszenieren können - mit lauten Schreckmomenten und leisen Intermezzi.

Dann hätte vielleicht auch die 2001 in Toronto geborene Jungschauspielerin Ella Ballentine ("The Calling", "The Captive") Gelegenheit bekommen, sich gegen ihre erwachsenen Kollegen zu behaupten. Nach dem vielversprechenden Intro auf dem Friedhof beschränkt sich ihre Rolle darauf, ängstlich in der Ecke zu kauern.

Immerhin hat Alleca darauf verzichtet, "Standoff" unnötig in die Länge zu ziehen. Nach knapp 90 Minuten ist das drittklassige Werk überstanden. Wer mag, kann sich auf der Blu-ray noch ein kurzes Making-of und Trailer zum Film anschauen.

Link: www.laurence-fishburne.com

Veröffentlichung am 26.02.2016 auf DVD und Blu-ray (Universum Film)

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  • Rezension zu:
    Standoff: Die einzige Zeugin
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