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Wien 2015: Ein ESC fast ohne Trash und schräge Töne

Wien 2015: Ein ESC fast ohne Trash und schräge Töne © EUROVISION - EBU, Thomas Hanses / Universal Music

Der Eurovision Song Contest 2015 in Wien überraschte zum 60. Jubiläum mit stimmgewaltigen Teilnehmern und perfekt inszeniertem Pop. Die komplette Show gibt es jetzt neu auf DVD.

War das wieder einer Spektakel! Viele mögen den alljährlichen Eurovision Song Contest nur als glattgebügelte Pop- und Freak-Show belächeln. Doch wer 2015 live in Wien mit dabei war, konnte sich der Euphorie um das weltweit größte Musik-Event kaum entziehen.

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Die österreichische Hauptstadt hatte die große Ehre, die nunmehr 60. Ausgabe des Songwettbewerbs auszurichten. Dem Sieg von Paradiesvogel Conchita Wurst im vergangenen Jahr sei Dank. Im Zuge des diesjährigen Mottos "Building Bridges" durfte erstmals und einmalig Australien teilnehmen. Guy Sebastian erreichte mit seinem souligen Ohrwurm "Tonight Again" für das Gastland immerhin Platz 5. Deutschland landete mit Newcomerin Ann Sophie und dem Titel "Black Smoke" mit 0 Punkten auf dem letzten Rang.

Harte Konkurrenz für Ann Sophie

Es lässt sich bestimmt darüber streiten, ob dies nun berechtigt ist oder nicht. Eines ist aber kaum abzustreiten: Die Konkurrenz war 2015 so stark wie lange nicht mehr. Statt schräger Töne und schriller Auftritte herrschte in der Wiener Stadthalle diesmal perfektionierte Pop-Kost vor. Der schwedische Sieger Måns Zelmerlöw galt mit seiner Dance-Nummer "Heroes" und seiner originellen Performance mit einem digitalen Strichmännchen zwar schon im Vorfeld als Favorit. Doch das Finale hatte weitaus stärkere Beiträge zu bieten - in Sachen Songs und Stimmgewalt.

Würde es bei der ESC-Punktevergabe nicht immer so politisch zugehen, hätten die vom Publikum vor Ort gefeierten Teilnehmer wohl besser abgeschnitten. Lauten Applaus ernteten vor allem die französische Sängerin Lisa Angell mit ihrem klassischen Chanson "N'oubliez pas", das folkloristisch angehauchte "Adio" von Knez aus Montenegro und auch Spaniens Ethno-Pop-Hymne "Amanecer" von Hingucker-Blondine Edurne.

Serbien und Israel sorgten für Partystimmung

Zu den absoluten Publikumslieblingen zählte auch die gut gelaunte Bojana Stamenov aus Serbien, die mit ihrem Ohrwurm "Beauty Never Lies", einem Mix aus Ballade und Disco-Stampfer, für Partystimmung sorgte. Der Saal kochte ebenso bei Nadav Guedj und seinen Tänzern beim sommerhittauglichen Beitrag aus Israel ("Golden Boy").

Ein angenehm frischer ESC-Wind wehte diesmal aus Belgien und Lettland. Beide Länder schickten sehr moderne Elektro-Popsongs ins Rennen. Der Mut wurde mit guten Top-10-Rängen belohnt: Loïc Nottet landete mit "Rhythm Inside" auf Platz 4, Aminata mit "Love Injected" auf Platz 6.

Besser schnitt Italien mit dem Tenor-Trio Il Volo und dem opulent-kitschigen Liebeslied "Grande Amore" ab (Platz 3). Die zierliche Russin Polina Gagarina punktete mit ganz viel Stimme bei ihrer Power-Pop-Ballade "A Million Voices", schaffte es mit über 60 Punkten Abstand zu Måns Zelmerlöw aber nur auf den Silberrang.

Alle drei Shows und ein paar wenige Extras

Alle Höhepunkte aus dem großen ESC-Finale und auch aus den beiden Semi-Finals können Fans nun noch einmal im Heimkino Revue passieren lassen: Das komplette Event ist als drei Discs umfassende DVD-Box erschienen. Auf eine Blu-ray-Veröffentlichung wurde bereits wie in den vergangenen Jahren verzichtet.

Bild- und Tonqualität können aber auch auf der DVD-Variante überzeugen. Als sehr praktisch erweist sich die Option, die Auftritte über das Menü einzeln abzurufen. Die immer wieder amüsanten Kommentare von Peter Urban sind leider nicht verfügbar, dafür können auf Wunsch englische Textinformationen zu den Acts eingeblendet werden.

Als Extras unterhalten zudem ein knapp 20-minütiges Behind-The-Scenes-Special sowie die Pressekonferenz mit dem schwedischen Gewinner.

Link: eurovision.tv

Veröffentlichung am 19.06.2015 auf DVD (Universal Music)

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    Eurovision Song Contest: Vienna 2015
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