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Wenn die Blair Witch zum Bigfoot wird

Wenn die Blair Witch zum Bigfoot wird © WVG Medien

Wenig originell: Regisseur Eduardo Sánchez hat aus seiner Blair Witch kurzerhand Bigfoot gemacht.

Im Jahre 1999 gelang dem kubanischen Filmemacher Eduardo Sánchez gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Myrick ein Horror-Klassiker: Die Low-Budget-Produktion "The Blair Witch Project" wurde zum weltweiten Phänomen an den Kinokassen. Zudem gilt sie als Wegbereiter des inzwischen reichlich abgenutzten Found-Footage-Genres. Es sollte der bislang einzige große Erfolg für Sánchez bleiben. Vielleicht wärmt er mit seinem jüngsten Werk "Exists" deshalb das bewährte Konzept seines Debüts noch einmal neu auf:

Diesmal schickt er fünf Mittzwanziger in die dunklen Wälder von Texas. Die Clique will das Wochenende in einer Blockhütte verbringen, ordentlich feiern und ein paar Mountainbike-Stunts mit den mitgebrachten Action-Cams aufnehmen.

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Die Kameras dokumentieren schon die holprige Anreise: Ein wildes Tier springt vors Auto und schließlich versperrt ein umgefallener Baumstamm den Weg. Die Freunde müssen die restliche Strecke per Fuß zurücklegen. Die nächste böse Überraschung lässt nicht lange auf sich warten: Die Unterkunft im Wald entpuppt sich als ziemliches Loch.

Wackelbilder und Kamera-Blackouts

Man ahnt es schon, es kommt noch schlimmer. Unheimliche Geräusche aus dem Dickicht kündigen das Unheil mit dem Holzhammer an. Und siehe da: Es dauert nicht lange und ein rachsüchtiger Bigfoot taucht auf, um die ungebetenen Waldgäste der Reihe nach abzumurksen.

Trotz Todesangst halten diese natürlich weiterhin fleißig das grausame Geschehen mit ihren Kameras fest. Bei all den Angriffen der Bestie, den üblichen Verfolgungsjagden und der nächtlichen Dunkelheit bleiben dem Publikum also weder Wackelbilder noch völlige Kamera-Blackouts erspart. So viele Jahre nach "The Blair Witch Project" und unzähligen, sehr ähnlich gestrickten Found-Footage-Streifen können diese Stilmittel leider keinerlei Tempo und Spannung mehr erzeugen.

Bigfoot sieht aus wie Chewbacca

Wenn wenigstens die Protagonisten etwas Mitfieber-Potenzial mitbringen würden! Doch diese disqualifizieren sich von Beginn an durch ihre hölzernen Dialoge, kindischen Albernheiten und dämlichen Kommentare. Das zeitnahe Eingreifen von Bigfoot, der gewisse Ähnlichkeiten mit Chewbacca aus dem "Star Wars"-Universum aufweist, ist daher zu begrüßen. Nach nicht einmal 80 Minuten ist der mehr nervige als nervenaufreibende Amoklauf der haarigen Legende zum Glück überstanden.

Wer wider Erwarten Lust auf mehr von "Exists" hat, kommt auf der DVD in den Genuss von etlichem Bonusmaterial (Hinter den Kulissen, "Wie Bigfoot zum Leben erweckt wurde", Deleted Scenes) mit einer Laufzeit von 55 Minuten. Alternative Empfehlung: Lieber noch mal "The Blair Witch Project" anschauen. Der Erstling von Eduardo Sánchez hat so viel mehr Charme als dieser uninspirierte Neuaufguss.

Link: www.facebook.com/existsmovie

Veröffentlichung am 27.03.2015 auf DVD und Blu-ray (WVG Medien)

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    Exists
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