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8-Zoll-Tablet mit etlichen Mankos

8-Zoll-Tablet mit etlichen Mankos © Trekstor

Der Tablet-Markt ist heiß umkämpft. Neben den eher hochpreisig angesiedelten Geräten der üblichen Verdächtigen stehen inzwischen zahlreiche günstige Alternativen zur Wahl. Doch können Geräte unter der 200-Euro-Marke wirklich mit iPad und Co mithalten? hitchecker.de hat das SurfTab ventos 8.0 von Trekstor einem mehrwöchigen Praxistest unterzogen.

Die Produktangaben zum knapp 180 Euro teuren Tablet ließen vorab so einiges erwarten: Ein kapazitives, 20,3 Zentimeter großes Multitouch-Display mit HD-Auflösung (1024 x 768 Pixel), ein Dual-Core-Prozessor mit 1,6 GHz, 1 GB RAM und viele Anschlussmöglichkeiten sind ohne Frage eine grundsolide Ausstattung in dieser Preisklasse.

Doch schon beim Auspacken des Testgeräts erfolgte eine erste Ernüchterung. Während die Rückseite mit einem überraschend edlen und grifffesten Aluminiumgehäuse verkleidet ist, enttäuscht das billig wirkende Kunststoff-Display auf der Vorderseite. Es liegt so schlecht im Rahmen, dass sich am Rand bereits deutlich sichtbare Luftblasen gebildet haben. Ganz egal, wie lange das Gerät schon vor unserem Test in Benutzung war – das sollte nicht passieren.

Leider spiegelt sich die minderwertige Verarbeitung auch bei beim Anschaltknopf und dem Lautstärkeregler auf der oberen Seite wider. Die Plastik-Schalter machen einen recht wackeligen Eindruck. Als echte Fehlkonstruktion erweist sich der Netzteilanschluss. Der superdünne Stecker rastet dort gar nicht richtig ein und rutscht leicht heraus. Immerhin beim Mini-HDMI-Eingang und den beiden Micro-USB-Anschlüssen sitzen die Stecker sicher. Das Netzteil sowie zwei USB-Kabel sind im Lieferumfang enthalten.

Zugriff auf den Play Store von Google fehlt

Das Tablet liegt gut und mit einem Gewicht von knapp 440 Gramm nicht zu schwer in der Hand. Es fährt angenehm schnell hoch und läuft mit einem sehr stabilen Android 4.0.4  Betriebssystem (Ice Cream Sandwich). Während der gesamten Testlaufzeit kam es zu keinerlei Abstürzen. Apps werden zügig geladen und brechen ebenfalls nicht unerwartet ab. Dennoch sind sie eines der größten Mankos des SurfTab ventos 8.0.

Das vorinstallierte AppCenter bietet nur eine magere Auswahl an Programmen. Selbst Gängiges wie die Kindle-App, der Firefox-Browser oder die offizielle Facebook-App sind dort nicht verfügbar. Der Play Store von Google kann leider nicht offiziell auf dem Tablet installiert werden. Nutzer berichten im Internet zwar von einem Root-Trick, um diesen doch aufzuspielen. Solche Eingriffe ins System sind allerdings nicht zu empfehlen, da der Garantieanspruch für das Gerät dann verfällt.

Wer sich mit dem Nötigsten zufrieden geben kann und das Tablet hauptsächlich zum Surfen, Musik hören, Videos anschauen und E-Books lesen nutzen will, findet auch ohne Play Store entsprechende Apps bereits vorinstalliert oder zum Großteil kostenlos im AppCenter. Soweit die gute Nachricht – die schlechte: All diese Basic-Funktionen kommen nicht ohne kleinere und größere Probleme aus.

Flüssiges Surfen über zickigen Touchscreen

Der ordentliche Prozessor und der Mali 400 MP 4-Cores Grafikchip ermöglichen ein flüssiges Surfen per WLAN. Die Bildqualität des Displays ist zudem sehr gut, so dass Grafiken und Fotos scharf und pixelfrei dargestellt werden. Lediglich beim Anschauen von Clips auf YouTube und anderen Videoplattformen ruckelt es gewaltig.

Der Surfspaß wird aber vor allem getrübt durch den fast schon unberechenbar reagierenden Touchscreen. Beim Scrollen riskiert man immer wieder einen ungewollten Doppelklick. Die Anwahl von Optionsfeldern und das Drücken von kleineren Buttons auf Websites erweisen sich als große Herausforderung. Im Grunde muss man immer leicht daneben drücken, um das gewünschte Ziel zu treffen. Gerade bei längerem Surfen nervt das gewaltig.

Auch für fleißige Leseratten ist das SurfTab weniger zu empfehlen. Das 8-Zoll-Display mit hoher Blickwinkelstabilität wäre zwar eine schöne Alternative zu den meist sehr kleinen E-Book-Readern. Das Schmökern auf dem Trekstor-Gerät strengt aber bereits nach wenigen Minuten sehr an, selbst bei niedrig eingestellter Bildschirmhelligkeit. Gerade auf weißem Hintergrund scheint der Text unangenehm zu flimmern. Auch die stark spiegelnde Oberfläche und die magere Akkulaufzeit von etwa sechs Stunden disqualifizieren das Tablet zum intensiven Einsatz als Reader.

Als Musik- und Videoplayer durchaus geeignet

Das 4:3-Bild spricht auch nicht unbedingt für ein Nutzen des Tablets als Videoplayer. Löblich ist jedoch, dass es alle gängigen Formate ohne zusätzlich zu erwerbende Codecs abspielt. Ein Streamen einer größeren Videodatei von einer externen Netzwerkfestplatte klappt nicht ohne Weiteres. Hier wird der entsprechende Clip erst auf das Gerät heruntergeladen und von dort abgespielt. Das Streamen von MP3-Files funktioniert dagegen direkt. Per USB-Verbindung kann auch eine Festplatte oder ein Speicherstick mit Film-, Musik- und Bilddaten direkt angeschlossen werden. Für die mobile Speichererweiterung steht ein Slot für eine microSD- oder eine microSDHC-Karte mit bis zu 32 GB zur Verfügung.

Wer Musik über das ventos 8.0 hören will, sollte dies unbedingt über Kopfhörer tun. Der integrierte Schepper-Lautsprecher ist ein ähnlich schlechter Witz wie die beiden eingebauten Kameras (2 MP Rückseite, 0.3 MP Voderseite). Diese liefern nur ganz miese Schnappschüsse. Selbst zum Skypen reicht die Qualität nicht aus. Der Gesprächspartner sieht nur ein Pixelmonster.

Es besteht also reichlich Nachbesserungsbedarf für das Trekstor-Tablet. Wer 20 bis 70 Euro mehr investiert, bekommt mit dem Google Nexus 7 ein ebenfalls günstiges, aber deutlich hochwertiger verarbeitetes und ausgereifteres Gerät. Beim SurfTab ventos 8.0 hätte man vielleicht besser auf einige Funktionen und Anschlüsse verzichten und gerade den Touchscreen optimieren sollen. Als reines Surf-Tablet wäre es dann durchaus eine Empfehlung wert gewesen.

So bleibt es bei einem mäßigen Fazit: Das SurfTab ventos 8.0 kann viel, aber leider nichts so richtig gut.

Link: Alle technischen Details zum Trekstor SurfTab ventos 8.0 auf trekstor.de

Preis: ca. 180 Euro (Trekstor)

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