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Able2Extract Professional 14: PDF-Software im Test

Able2Extract Professional 14: PDF-Software im Test © Investintech.com

Able2Extract Professional 14 versucht sich als günstigere Alternative zu Acrobat Pro DC von Adobe. Ein Schnäppchen ist die PDF-Software trotzdem nicht.

Im vergangenen September hat hitchecker.de das PDF-Tool Able2Extract Professional vom kanadischen Hersteller Investintech.com genau unter die Lupe genommen. Inzwischen wurde eine übersichtliche Version der Software veröffentlicht. Welche neuen Funktionen hat diese in petto?

Bevor wir diese Frage klären, fassen wir die wesentlichen Einsatzbereiche der für Windows*, macOS und Linux erhältlichen Anwendung noch einmal kurz zusammen: Mit Able2Extract Professional 14 lassen sich PDF-Dateien in andere Formate umwandeln, editieren und erstellen. Als Basis dient in allen Fällen eine bereits bestehende Datei, also auch wenn ein PDF mit eigenen Inhalten erstellt werden soll. Eine entsprechende Vorlage muss daher vorab, etwa im Textverarbeitungsprogramm, erstellt und anschließend importiert werden.

Stark als Konvertierungs-Software

Die große Stärke von Able2Extract Professional liegt wie gehabt in den vielfältigen Konvertierungsmöglichkeiten. So können aus PDFs Excel-, Word-, Publisher- und AutoCAD-Dateien generiert werden. Auch eine Umwandlung zur PowerPoint-Präsentation, in eine HTML-Datei oder in ein Grafikformat ist möglich. Alternativ lassen sich Dokumente in diesen Formaten ins Programm laden und konvertieren.

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Als besonders praktisch erweist sich dabei die integrierte OCR-Funktion: Der Text von eingescannten Dokumenten, die nur in einem Bildformat vorliegen, wird recht zuverlässig von der Software erkannt. Durch eine entsprechende Konvertierung lässt sich dieser bearbeiten und abändern, ohne das alles manuell abgetippt werden muss.

Verbesserte Tabellen-Umwandlung

Optimiert hat Investintech.com in der neuen Programmversion den Export von Tabellen-Daten aus PDFs in eine Excel-Datei. Das Anlegen von "Smart Templates" erleichtert jetzt die Übertragung der Werte in gewünschte Tabellenstrukturen. Soll eine Vielzahl an PDFs entsprechend bearbeitet werden, besteht die Option zur schnellen Stapelverarbeitung mit einem vorab angelegten "Master Template".

Gerade was solche Detailfunktionen angeht, überzeugt Able2Extract Professional nicht unbedingt mit einer intuitiven Programmoberfläche. Ein Blick in die Software-Dokumentation hilft weiter, soweit man über gute Englischkenntnisse verfügt. Denn leider gibt es noch immer keine deutsche Version des PDF-Allrounders.

PDF-Formulare und digitale Signaturen

Anstatt in eine Übersetzung hat der Hersteller lieber in frische Funktionen investiert: Bei PDF-Formularen können Felder fortan individuell im Dokument platziert werden. Entsprechende Kontrollmöglichkeiten bietet der erweiterte Formular-Editor.

Ganz neu ist die Option, PDFs mit einer persönlichen Signatur zu versehen. Die Unterschrift kann als Grafik importiert, mit der Maus oder einem Eingabegerät geschrieben oder via Schreibschrift-Font generiert werden. Möglich ist zusätzlich eine digitale Signatur, die im geschäftlichen Schriftverkehr als Nachweis der Authentizität eines elektronischen Dokuments dient.

Mit diesem Feature macht Able2Extract Professional 14 einen weiteren Schritt in Richtung Acrobat Pro DC, allerdings ohne dem etablierten und noch deutlich umfassenderen PDF-Tool ernsthafte Konkurrenz zu machen. Nachbesserungsbedarf gibt es vor allem in Sachen Stabilität und Performance der Software.

Programmabstürze und Fehlermeldungen

Im Zuge unseres Tests kam es teilweise zu Programmabstürzen und rätselhaften Fehlermeldungen. Probleme zeigten sich vor allem bei großen PDF-Dokumenten, mit dem die Anwendung überfordert schien. Hier kam es beim Öffnen zu extrem langen Ladezeiten und mitunter sogar zu Programmabstürzen. Konvertierungsvorgänge wurden teilweise trotz Pop-ups mit Fehlerhinweisen ausgeführt.

Nach dem Export von Tabellendaten aus einem PDF in eine Excel-Datei streikte die Software plötzlich völlig. Es war nicht mehr möglich, sie neu zu öffnen. Es gab nur eine penetrante Fehlermeldung, die auf eine fehlende Programmkomponente verwies. Diese blieb auch nach einer kompletten Neuinstallation von Able2Extract Professional 14 bestehen.

Able2Extract Professional 14

Nach Rücksprache mit Investintech.com konnte der Bug gefunden werden. Das Problem lag wohl an einer automatisch generierten Code-Zeile. Vermutlich steht dieses lediglich im Zusammenhang mit der uns zur Verfügung gestellten, 14 Tage gültigen Testlizenz für die Software. Generell scheint diese aber in vielen Details noch nicht zu 100 Prozent ausgereift.

Ambitionierte Preispolitik

Der ambitionierte Preis dürfte ohnehin die meisten abschrecken: Eine zeitlich unbegrenzte Vollversion von Able2Extract Professional 14 schlägt mit knapp 150 US-Dollar (ca. 131 Euro) zu Buche. Eine 30-Tage-Lizenz kostet 34,95 US-Dollar (ca. 30,50 Euro).

Unternehmen zahlen für Mehrfachlizenzen und Serverlösungen ein kleines Vermögen. Zum Vergleich: Der Platzhirsch Acrobat Pro DC ist monatlich ab 17,84 Euro erhältlich.

Details zu Able2Extract Professional 14: www.investintech.com/prod_a2e.htm

* hitchecker.de hat das Programm auf diesem Windows-Rechner getestet.

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