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Papierlose Redaktion: Ein günstiger Eingabestift ist keine Lösung

Papierlose Redaktion: Ein günstiger Eingabestift ist keine Lösung © TEXT-BAUER

hitchecker.de ist beim Versuch gescheitert, mit einem günstigen Tablet-Eingabestift zur papierlosen Redaktion zu werden.

Ursprünglich planten wir an dieser Stelle einen Beitrag über einen Lösungsansatz, in der hitchecker.de Redaktion noch mehr digital zu arbeiten. Unser Ziel ist es, Ausdrucke in Zukunft möglichst ganz zu vermeiden und damit Toner, Papier und nicht zuletzt Strom zu sparen – der Umwelt zuliebe und natürlich auch, um die Kosten für Verbrauchsmaterialien zu senken.

Bei der Themenrecherche und der Textkorrektur sind uns handschriftliche Notizen und Anmerkungen allerdings sehr wichtig. Deshalb kommen wir ums Ausdrucken oft nicht herum.

Redaktionelles Arbeiten ohne Ausdrucke

Jeder kennt vermutlich das Problem: Beim Lesen am Computer-Bildschirm werden in einem Text gerne mal wichtige Informationen oder kleine Tippfehler übersehen. Liegt er dagegen auf Papier vor, kann man ihn ganz konzentriert mit dem Marker oder dem Rotstift durchgehen.

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Unsere naheliegende Idee: Fortan wollen wir unsere Ausdrucke als PDFs generieren und anschließend auf dem Tablet mit einem Digitalstift wie auf Papier bearbeiten. Wir machten uns daher auf die Suche nach einem Touchpen, der auf unseren Geräten handschriftliche Notizen ermöglichen würde.

Zumindest laut offizieller Produktbeschreibung sollten die aktiven Eingabestifte des Herstellers Callstel dafür geeignet sein. Dieser verspricht die Möglichkeit zum präzisen Tippen, Schreiben und Zeichnen auf kapazitiven Touchscreens. Wir entschieden uns für die Variante mit Batterie und einer recht schmalen Spitze (2,6 mm) für knapp 27 Euro. Ein Schnäppchen?

Alternative zur Wurstfinger-Akrobatik

Zunächst das Positive: Der Stift ist gut verarbeitet und macht mit dem Gehäuse aus Aluminium einen robusten Eindruck. Mit seinen schmalen Maßen (140 mm lang, Ø 11 mm) liegt er gut und relativ leicht in der Hand. Man muss nur die mitgelieferte Batterie (Typ AAA) einlegen und den Pen über einen gut im Gehäuse integrierten, nicht abstehenden Button einschalten, schon kann es losgehen.

Als Fingerersatz zum Tippen funktioniert der Stift auf einem günstigen 10 Zoll großen Billig-Tablet aus China, einem 8-Zoll-Gerät von Lenovo und einem Huawei P10 lite Smartphone unterschiedlich gut, aber insgesamt noch auf allen Geräten zufriedenstellend. Zu längeren Reaktionszeiten kam es vor allem bei den Tablets, während die Bedienung des Smartphones weitgehend ohne Probleme verlief.

Gerade beim Tippen von Nachrichten stellt das Callstel-Produkt durchaus eine gute Alternative zur Wurstfinger-Akrobatik mit hoher Tippfehlerquote dar. Auch beim Surfen ist der Stift treffsicherer beim Anklicken von Links. Positiver Nebeneffekt: Lästige Fingerabdrücke auf dem Bildschirm bleiben aus.

Zum Redigieren völlig unbrauchbar

So weit, so gut – wir hatten den Stift jedoch für andere Zwecke angedacht. Für die Bearbeitung von Texten haben wir uns verschiedene PDF-Apps auf die Tablets und das Smartphone geladen. Diese aufzuzählen und konkret zu benennen, erübrigt sich, weil die weiteren Testergebnisse sehr ernüchternd ausgefallen sind.

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Das Markieren von Textstellen klappt noch relativ problemlos mit dem Stift. Als große Enttäuschung erweist er sich beim Versuch, handschriftlichen Notizen zu erstellen. Die Tablet-Displays reagierten auf den Stift so schlecht, dass wir damit nur unleserliche Kritzeleien zustande brachten. Lediglich gerade Linien oder groß geschwungene Formen sind einigermaßen umzusetzen. Zum Redigieren von Texten in einem PDF reicht das aber leider nicht aus.

Immerhin: Im Zusammenspiel mit dem Smartphone-Display gab es kaum verzögerte Reaktionszeiten. Doch auch hier war präzises Schreiben selbst in Großbuchstaben kaum möglich. Ein wirklich enttäuschendes Ergebnis!

Zeichenversuche als netter Zeitvertreib

Ein ähnliches Fazit ist in Sachen Zeichnen zu ziehen. Diesen Einsatzbereich haben wir der Vollständigkeit wegen ebenfalls ausprobiert. Der Digitalstift schlug sich wie gehabt unterschiedlich gut auf den verschiedenen Geräten.

Die Tablet-Displays reagierten auch beim Zeichnen viel zu langsam. Auf dem Smartphone gelangen etwas flüssigere Skizzen, die aber nicht mehr als eine kleine Spielerei und einen netten Zeitvertreib darstellen.

Ein professionelles Grafik-Tablet kann sicher kein Standard-Gerät im Zusammenspiel mit dem Callstel-Pen ersetzen. Die mitunter besten Ergebnisse erzielten wir mit der App "Sketchbook", die kostenlos im Google Play Store erhältlich ist.

Der Drucker bleibt (vorerst) im Einsatz

Wir halten also fest: Der aktive Eingabestift schlägt sich noch ganz wacker als reines Tipp-Gerät. Was das Schreiben und Zeichnen angeht, scheint er längst nicht für generell alle kapazitiven Displays geeignet zu sein. Im Falle unserer Tablets und für unser angedachtes Einsatzgebiet kann er nicht vernünftig genutzt werden.

Unser Ziel zum (nahezu) papierlosen Redaktionsbüro bleibt also vorerst unerreicht. Wir suchen aber weiter nach einer möglichst einfachen Lösung und einer funktionierenden Alternative zu den doch immer noch sehr hochpreisigen Tablets und Convertibles, die fürs Schreiben und Zeichnen mit einem Digitalstift optimiert sind. Fortsetzung folgt.

Der Eingabestift von Callstel ist zum Preis von 26,95 Euro erhältlich bei Pearl.

  • Produkttest zu:
    Callstel Active Pen (2,6 mm Spitze)
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
Leserwertung:
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