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Die Fantastischen Vier feiern sich selbst

Die Fantastischen Vier feiern sich selbst © Robert Grischek

Die Selbstbeweihräucherung zum 25-jährigen Jubiläum geht in Ordnung: Die Fantastischen Vier geben sich auf "Rekord" abwechslungsreich, dafür weniger hitverdächtig.

1992 veränderte sich alles für drei Jungs aus Schwaben: Smudo, Michi Beck, Thomas D. und Andy Ypsilon mischten mit ihrem frechen Hit "Die da?!" die Charts auf und machten Hip Hop in Deutschland und vor allem auf Deutsch erst so richtig populär. 25 Jahre und über sieben Millionen verkaufte Tonträger später dürfen sich die Fantastischen Vier völlig zu Recht als Legende bezeichnen, wie in der Vorab-Single "25" zum ihrem neunten Silberling "Rekord" geschehen.

Das große Bandjubiläum feiern die Fantas darauf mit ganz viel Selbstironie, Durchhalteparolen und Weisheiten aus all den erfolgreichen Jahren im Musik-Biz. So stellt die atmosphärisch-relaxte Retro-Nummer "Single" eines klar: Die wortgewandten Vier sind nicht mehr auf schnelle Hits aus - es kommt ihnen auf das "Gesamtwerk" und "die Liebe zum Detail an". "25" und die aktuelle Auskopplung "Und los" bleiben die Tracks mit dem meisten Pop-Appeal.

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Viel lieber als griffige Refrains zelebriert das Quartett Old-School-Sounds wie bei "Heute" oder funkig-rockige Momente mit starkem Live-Charakter wie bei "Gegen jede Vernunft" und "Das Spiel ist aus". Mit ihren 45+ sind die partyfreudigen Rapper aber auch verstärkt zum Philosophieren aufgelegt: Hier sticht vor allem "Gott ist mein Zeuge" mit Thomas D. heraus.

Die Fantas können auch modern

Beatlastige, vom britischen Dubstep inspirierte Stücke wie "Typisch ich" und "Wie geliebt" sowie das an Seed erinnernde "Lass sehen" geben sich stark elektronisch und modern. Die Fantas sind also keineswegs in den 90ern stecken geblieben, sondern offen für Neues. Da steht weiteren 25 Jahren nichts im Wege.

Nun gut, nicht alles ist Gold, was auf der Silberhochzeit-Scheibe der Fanta 4 zu glänzen versucht: Das schräge und ziemlich nervige "Disco" mit Miss Platnum sowie das chillig-zähe "Frieden wie denn" trüben die Partystimmung auf der zweiten Albumhälfte ein wenig.

Gesamtwerk hin oder her - auch der ein oder andere Single-Kracher hätte "Rekord" durchaus gut getan. Doch selbst wenn die Fantastischen Vier ihren Fans einen neuen Super-Ohrwurm wie "Sie ist weg", "MfG", oder "Troy" schuldig bleiben, dürften sie diese mit ihrem großen Geburtstagssoundtrack nicht enttäuschen.

Link: www.diefantastischenvier.de

Veröffentlichung am 24.10.2014 (Sony Music)

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    Die Fantastischen Vier: Rekord
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