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Stimmgewaltige Casting-Entdeckung mit Superstar-Potenzial

Stimmgewaltige Casting-Entdeckung mit Superstar-Potenzial © Sony Music

Mit ihrem ersten Album "Chapter One" kann die ehemalige "X Factor"-Kandidatin Ella Henderson ihr Potenzial nicht vollständig ausschöpfen. Einen sehr guten Eindruck hinterlässt die Britin dennoch.

Hierzulande genießen Castingshow einen extrem schlechten Ruf. Echte Stars bringen sie nicht hervor. Anders verhält sich das in Großbritannien. Vor allem die dortige Ausgabe von "X Factor" schafft es immer wieder, echte Gesangstalente zu entdecken und diese erfolgreich international zu vermarkten. Selbst wer am Ende nicht ganz vorne landet, hat Chancen auf eine große Karriere - so wie Ella Henderson.

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Mit gerade mal 16 Jahren nahm die Newcomerin an der neunten "X Factor"-Staffel teil. Das unscheinbare Mädchen aus der 2000-Seelen-Gemeinde Tetney an der britischen Ostküste begeisterte und verblüffte Jury und Zuschauer gleichermaßen mit ihrer gefühlvollen Power-Stimme. Dennoch reichte es am Ende nur für einen sechsten Platz. Halb so schlimm: Nach ihrem Ausscheiden konnte sich Ella kaum retten vor Anfragen.

Sie entschied sich für das Angebot der Plattenfirma von "X Factor"-Schöpfer Simon Cowell. Diese  ließ ihr genügend Zeit, um in Ruhe an ihrem Debütalbum zu arbeiten. Der Deal verschaffte Ella zudem Kontakt zu bekannten Namen wie Ryan Tedder, Babyface, Salaam Remi und Claude Kelly, die ihr beim Songwriting unter die Arme griffen.

Die zeitlosen Pianoballaden überzeugen am meisten

Entwarnung: Trotz der Beteiligung dieser üblichen Verdächtigen klingt "Chapter One" nicht komplett nach Pop-Standardware von der Stange. Das R'n'B-Liedchen "Rockets" und Austausch-Hits wie "Give Your Heart Away" und "Pieces" bleiben die einzigen größeren Schwachstellen.

Die zeitlosen Pianoballaden "Yours", "Lay Down" und "Missed" werden Ellas emotionalem Gesang so viel besser gerecht. Hier zeigt sich, welch enormes Potenzial in der inzwischen 18-Jährigen steckt.

Gute Kompromisse sind eingängige Popsongs wie "Glow" und "Empire" mit hymnischen Refrains, auch wenn die Inszenierung nicht ganz so elektronisch hätte ausfallen müssen. Die soulig-funkige Note der ersten Single "Ghost" weiß da besser zu gefallen. An griffigem Retro-Soul versucht sich Ella erfolgreich mit dem groovenden "Mirror Man" und dem streicherlastigen "Hard Work".

Das erste musikalische Kapitel der jungen Sängerin macht auf jeden Fall Lust auf folgende. Der Roman könnte am Ende ein echter Bestseller werden. Wer mit solch einer Ausnahmestimme wie Ella Henderson gesegnet ist, muss sich einfach langfristig durchsetzen - Casting-Vergangenheit hin oder her.

Link: www.ellahenderson.co.uk/home

Veröffentlichung am 10.10.2014 (Sony Music)

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    Ella Henderson: Chapter One
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