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Hymnische Herbstsongs mit viel Melancholie

Hymnische Herbstsongs mit viel Melancholie © Sven Sindt

Ein wenig mehr Pepp hätte nicht geschadet. Trotzdem beweist Michael Schulte auf seiner zweiten CD "The Arising" Songwriter-Qualitäten und internationales Potenzial.

Graue Herbsttage verführen allzu gerne dazu, in Erinnerungen zu schwelgen oder sehnsüchtig von besseren Zeiten zu träumen. Den passenden Soundtrack dazu liefert Sänger und Songwriter Michael Schulte, den viele vor allem durch seine Teilnahme bei "The Voice Of Germany" kennen dürften: Fast drei Jahre nach seinem dritten Platz in der Castingshow präsentiert sich der 24-jährige Flensburger auf seinem zweiten Album "The Arising" als gereifter und erwachsener Künstler.

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Die insgesamt sehr ruhige Scheibe entstand in Zusammenarbeit mit den Berliner Produzenten Robert Stephenson (Mighty Oaks) und Valentin Sommer (Joachim Witt). Mighty-Oaks-Sänger Ian Hopper, Ärzte-Produzent Mirko Schaffer sowie die Kollegen Ashley Hicklin und Duncan Townsend unterstützten Schulte beim Songwriting. Zerbrochene Beziehungen, Selbstzweifel, verpasste Chancen, aber auch die hoffnungsvolle Idee eines Neubeginns sind die Themen der poetischen Lyrics.

Melancholie und schwungvoller Folk-Pop

Die melancholische Grundstimmung wird verstärkt durch eine Vielzahl an verträumten Balladen. Schulte versinkt bei Titeln wie "Thoughts" und "Beautiful Mistake" ganz in sich. Sein gefühlvoller Gesang geht unter die Haut. Ein bisschen mehr Tempo hätte dennoch nicht geschadet. Denn es sind weniger seine introvertierten, traurigen Songs, die im Gedächtnis bleiben, sondern mehr die schwungvollen Folk-Nummern:

Mit der Entscheidung, "Rock And Scissors" und "The Maze" als Singles zu veröffentlichen, lag Schulte daher goldrichtig. Hier beweist er sein Gespür für eingängige, hymnische Melodien. Gleiches gilt für den stadiontauglichen Titelsong "The Arising", das betörende "The Deep" und das dezent rockige "Dear Doubt".

Deutschland-Tour startet im November

Wer Bands wie Of Monsters And Men, Mumford & Sons und The Lumineers mag, dürfte sich in Schultes Sounduniversum pudelwohl fühlen. Das radiokompatible, aber auch etwas beliebige "Hopeless Heart" erinnert zudem stark an Ed Sheeran. Gerade diese Vergleiche zeigen, welches internationales Potenzial in "The Arising" steckt.

Lediglich die geballte Ladung Balladen sorgt mitunter für einige zähe Momente auf dem Album. Wo hört die eine auf, wo fängt die nächste an? Die Antwort fällt erst nach mehreren Durchgängen einfacher, da die Kontraste fehlen.

Dennoch ist Michael Schulte ohne Frage ein solider Nachfolger zu seinem Erstling "Wide Awake" gelungen. Der starke akustische Charakter des Longplayers macht Lust auf die anstehenden Live-Termine: Im November und Dezember tourt Michael quer durch Deutschland (Tickets auf eventim.de).

Link: de-de.facebook.com/schultemusic

Veröffentlichung am 03.10.2014 (Very Us Records)

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    Michael Schulte: The Arising
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