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Paloma Faith geht zu viele Kompromisse ein

Paloma Faith geht zu viele Kompromisse ein © Sony Music

Aller guten Dinge sind ausnahmsweise nicht drei: Die britische Soulröhre Paloma Faith enttäuscht nach zwei tollen Pop-Alben mit austauschbarer Durchschnittsware.

Wer momentan oben in den Charts mitmischen will, holt sich einfach US-Star Pharrell Williams ins Boot. Der steuert sein minimalistisches Beatgerüst bei und fertig ist der neue Hit für den Quickie im Club. Wie schade nur, dass das elektronische Allerlei so überhaupt nicht zu Paloma Faith passen will!

Die britische Sängerin hat sich da mit der Vorab-Single "Can't Rely On You" zu ihrem dritten Album "A Perfect Contradiction" wirklich keinen Gefallen getan. Hätte sie nicht so eine markante Stimme, würde man den melodiearmen Track kaum der 32-Jährigen zuordnen. Zum Glück bleibt es bei wenigen solcher Experimente:

Sieht man von den gruseligen Ausflügen in die 80er und 90er mit den Discolangweilern "Mouth To Mouth" und "Impossible Heart" ab, bleibt Paloma dem Soul-Pop treu. Dieser wird im Hause Faith wie schon auf den Vorgängerscheiben "Do You Want The Truth Or Something Beautiful?" und "Fall To Grace" dramatisch inszeniert.

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Formelhafter Retro-Soul im Stil von Amy Winehouse

Druckvolle Bläser, ein schwungvoller Motown-Beat und eine Paloma, die sich voller Inbrunst die Seele aus dem Leib plärrt: Das bewährte Rezept will diesmal trotzdem nicht so recht aufgehen, was am schlichtweg uninspirierten Songmaterial liegt. Bestes Beispiel: Die Uptempo-Nummer "Trouble With My Baby" klingt fast wie eine 1:1-Kopie von Duffys "Mercy". "Taste My Own Tears" wandelt dagegen unüberhörbar auf den Spuren von Amy Winehouse. Das sind ohne Frage solide, aber eben auch ziemlich austauschbare Produktionen.

Im Grunde sticht aus den elf Titeln nur das von Dianne Warren geschriebene "Only Love Can Hurt Like This" heraus. Der mit Abstand nachhaltigste Song des Albums wurde völlig zu Recht als zweite Single auserkoren und könnte Paloma vielleicht endlich den großen Durchbruch außerhalb ihrer Heimat bescheren.

Viele Köche verderben den Brei

Mit dem Ziel, künftig international erfolgreich durchzustarten, hat die Gelegenheits-Schauspielerin ("Das Kabinett des Doktor Parnassus", "Die Girls von St. Trinian's") wohl bekannte Kollegen wie Raphael Saadiq ("Mouth To Mouth"), John Legend ("Take Me") und Plan B ("Other Woman") fürs Songwriting angeheuert. Wahrscheinlich musste sie bei den ganzen Kollaborationen einfach zu viele Kompromisse eingehen.

Nach zwei sehr starken Lonplayern liefert Paloma Faith auf "A Perfect Contradiction" jedenfalls überraschend viel Durchschnittsware ab. Doch es hätte auch schlimmer kommen können... wenn Pharrell Williams die komplette CD mit seinen Schepper-Beats versehen hätte!

Link: www.palomafaith.com/de

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Veröffentlichung am 13.06.2014 (Sony Music)

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    Paloma Faith: A Perfect Contradiction
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