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Persönliches Album von Roger Cicero

Persönliches Album von Roger Cicero © Warner Music / Mathias Botor

Was immer auch kommt, Roger Cicero meistert selbst die traurigen Momente im Leben mit einem Augenzwinkern. Auf seiner neuen CD zeigt sich der 43-jährige Sänger allerdings verstärkt von seiner melancholischen Seite.

Künstler laufen erst dann zu ihrer Bestform auf, wenn sie richtig leiden. Das ist ein Klischee, trifft aber mal wieder zu: Roger Cicero verarbeitet auf seinem neuen Album die schmerzvolle Trennung von der Mutter seines 5-jährigen Sohnes und klingt vielleicht deshalb so authentisch wie noch nie.

Seine neuen Songs stecken voller Melancholie, aber auch voller Hoffnung. Denn nach jedem Abschied steht bekanntlich ein Neuanfang. Dieser mag nicht einfach sein, bringt allerdings auch neue Chancen mit sich. Cicero musste sich in den letzten Monaten vor allem neuen Lebenssituationen stellen, die er wie gewohnt mit einem Augenzwinkern besingt. Dennoch rückt sein unbeschwerter Swing-Sound diesmal mehr in den Hintergrund.

Roger gibt sich inhaltlich ernsthafter, musikalisch wagt er einen großen Schritt in Richtung Pop - mit vielen jazzigen, souligen und auch bluesigen Elementen. Nachhaltig wirkt vor allem die traurige Ballade "Frag nicht wohin" über die Herausforderung, seinem Kind zu erklären, warum Mama und Papa nicht mehr zusammen sein wollen. "So sieht man sich wieder" geht noch einen Schritt weiter und entpuppt sich als Hymne für alle Patchwork-Familien, in der alter und neuer Partner aufeinandertreffen und sich irgendwie arrangieren müssen.

Trennungssongs und ein Sommerhit

In "Endlich wieder frei" und "Hollywood" setzt sich Cicero dagegen konkret mit seiner gescheiterten Beziehung und seinem wieder gewonnenen Single-Dasein auseinander. Er versucht zu akzeptieren, dass die liebe Liebe vergänglich ist. Das verlorene Familienglück motiviert ihn wie im gitarrenlastigen "Wenn du die Wahl hast"  schließlich dazu, vorauszuschauen und das Leben neu anzugehen und zu genießen. "Glück ist leicht", stellt er zuvor schon fest und erfreut sich auch an kleinen Glücksmomenten im Alltag, allerdings mit einem deutlich melancholischen Unterton.

Aber genug Trübsal geblasen: Die Nummer mit dem größten Hitpotenzial ist ohne Zweifel das gut gelaunte "Du bist mein Sommer". Die simple Melodie geht direkt ins Ohr, der schwungvolle Beat reißt mit. Wenn die griffige Bläser-Hookline einsetzt, stimmen sicher nicht nur eingefleischte Cicero-Fans schnippend und pfeifend mit ein. Sommerhitalarm!

Link: www.rogercicero.de

Veröffentlichung am 28.03.2014 (Starwatch / Warner)

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  • Rezension zu:
    Roger Cicero: Was immer auch kommt
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