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Shakira mit gut gelauntem Standard-Pop

Shakira mit gut gelauntem Standard-Pop © Sony Music

Die Babypause beendet Shakira mit einem gut gelaunten Pop-Album. Das erweist sich zwar als abwechslunsgreich, aber nicht als besonders originell.

Shakira ist sicher einer der wenigen Superstars im Musikbiz, der es sich noch leisten kann, mal eben dreieinhalb Jahre zu pausieren, ohne in Vergessenheit zu geraten. Das letzte Studioalbum "Sale El Sol" veröffentlichte die Kolumbianerin bereits im Oktober 2010, nun steht mit "Shakira" der selbstbetitelte Nachfolger bereit. Es handelt sich um das nunmehr zehnte Werk der 37-Jährigen, die sich seit der Geburt ihres Sohnes Milan vor 13 Monaten zuletzt Privatem widmete.

Vielleicht um Familienleben und Karriere unter einen Hut zu bekommen, überließ Shakira diesmal den Großteil der Arbeit einer ganzen Schar an Erfolgsproduzenten und Songwritern. Die neuen Titel entstanden in Zusammenarbeit mit bekannten Namen wie Chris Busbee (Lady Antebellum, Pink), Greg Kurstin (Kelly Clarkson, Katy Perry), John Hill (Jay-Z) und Steve Mac (One Direction). Herausgekommen ist ein bunter Hitmix, der auf Nummer sicher geht.

Shakira setzt auf Vielseitigkeit

Kirmes-Techno à la Jennifer Lopez gibt es mit dem simpel gestrickten Dancefloor-Stampfer "Dare (La La La)" auf die Ohren. Dieser drängt sich regelrecht als Hymne für die nächste Fußball-WM auf, zählt aber definitiv zu den schwächsten Tracks der CD. Auch die Ballade "Empire", die glatt ein Coldplay-Song sein könnte, will nicht so recht zünden. Beide Stücke haben die Prädikate nervig und anstrengend verdient. So weit, so mittelprächtig.

Der Rest der Scheibe bewegt sich zum Glück auf recht solidem, wenn auch weiterhin sehr kommerziellem Pop-Niveau. Über einen noch deutlicheren Reggae-Einschlag als der bereits erprobte Single-Hit "Can't Remember To Forget You" im Duett mit Rihanna verfügt das relaxte "Cut Me Deep" mit der kanadischen Band Magic!.

Überraschend gut steht Shakira das Country-Genre: Gemeinsam mit "The Voice"-Jury-Kollege Blake Shelton gelingt ihr der treffsichere Ohrwurm "Medicine". Dieser wurde unüberhörbar bei Taylor Swifts "Love Story" und Lady Antebellums "Need You Now" abgekupfert. Die Melodie von "Spotlight" erinnert dagegen streckenweise an Avril Lavignes "I'm With You".

Billige Beats aus dem Hitbaukasten

Die Balladen "Broken Record" und "23" klingen ebenfalls vertraut und verzichten leider nicht auf überflüssige, wenn auch dezente Plastikbeats im Hintergrund. Das zunächst akustisch beginnende "The One Thing" leidet allerdings deutlich mehr unter den abgenutzten Hitbaukastensounds von der Stange. Viel authentischer kuschelt es sich mit Shakira beim rockig inszenierten "Loca Por Ti". Mehr davon hätte dem Album sicherlich gutgetan.

Doch trotz der mangelnden Originalität ist "Shakira" sicherlich kein Totalausfall, sondern viel mehr eine recht unterhaltende, da abwechslungsreiche Pop-Scheibe. Ihre Fans wird Shakira damit sicherlich nicht enttäuschen.

Link: www.shakira.com

Veröffentlichung am 21.03.2014 (Sony Music Latin / Sony Music)

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