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Rockig-bunte 80er-Zeitreise mit Kim Wilde

Rockig-bunte 80er-Zeitreise mit Kim Wilde © Ear Music

Kim Wilde glaubt an UFOs, aber noch mehr an Altbewährtes.

Lange nichts gehört von 80er-Ikone Kim Wilde: Ihr letztes musikalisches Lebenszeichen, das Weihnachtsalbum "Wilde Winter Songbook" mit winterlichen Songklassikern, liegt schon über vier Jahre zurück. Auf dem 2011 erschienenen Longplayer "Snapshots" stimmte die Sängerin lediglich Coverversionen bekannter Pop-Hits an. Neue eigene Songs waren zuletzt auf der Scheibe "Come Out And Play" aus dem Jahre 2010 zu hören.

Fans der nunmehr 57-jährigen Britin dürften daher schon eine Weile ihrem neuen Werk "Here Come The Aliens" entgegenfiebern. Dieses umfasst 12 Stücke, die Kim vorwiegend mit ihrem Bruder Rick und ihrer Nichte Scarlett geschrieben hat. Rick Wilde übernahm auch die Rolle des Produzenten.

Stimme als unverkennbares Markenzeichen

Die Albumaufnahmen fanden in den RAK Studio in London statt. Dort sang Kim in den 1980ern auch ihre großen Hits "Kids In America", "Chequered Love" und "Cambodia" ein. Da kamen wohl reichlich nostalgische Gefühle hoch: "Here Come The Aliens" greift den Sound von damals auf. Simple Pop-Melodien treffen auf rockige Gitarrenriffs und schräge Synthies.

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Da glitzert viel Blondie ("Stereo Shot") durch, sogar ein bisschen Duran Duran ("Yours 'Til The End") und Billy Idol ("Kandy Krush"), vor allem klingen die neuen Songs aber eben ganz typisch nach Kim Wilde. Die sympathische Blondine mag nie die größte Sängerin im Pop-Biz gewesen sein. Doch ihre Stimme verfügt über den gewissen Wiedererkennungswert, für den so einige austauschbare Oktaven-Akrobatinnen töten würden.

Man verbindet sie sofort mit Erinnerungen an die 80er. Deshalb ist es gleichermaßen clever wie konsequent, im bunten Jahrzehnt zu verharren. Anders als etwa Madonna, die regelmäßig den neuesten Trends hinterherjagt, pflegt Kim Wilde ihre musikalischen Wurzeln. So fehlen vielleicht die großen Überraschungsmomente, dafür bleibt es durchgehend authentisch.

Von Aliens und Online-Mobbing

Ein kleiner PR-Gag sei jedoch erlaubt: In aktuellen Interviews erzählt Kim immer wieder, eine UFO-Sichtung im Jahre 2009 habe sie zum Titel "1969" inspiriert. Darin stellt sich die Künstlerin die Frage, ob Aliens uns irgendwann vor der Apokalypse retten werden. Das Albumcover ist dazu passend als altes Filmplakat aufgemacht, das eine Invasion von Außerirdischen in Aussicht stellt.

Auch bei "Pop Don't Stop", einem unbeschwerten und mitunter fast schon schlageresken Duett mit ihrem Bruder, sowie beim gut gelaunt rockenden "Birthday" steht der Spaß im Vordergrund. Doch Kim wagt sich ebenso an ernste Themen wie Teenager-Selbstmord ("Solstice") und Online-Mobbing ("Cyber.Nation.War"). Tatsächlich behält man gerade diese Album-Augenblicke besser in Erinnerung und im Ohr als viele der anderen Tracks.

Deutschland-Konzerte im Oktober

Einen neuen großen Hit hält "Here Come The Aliens" allerdings nicht bereit, stattdessen reichlich Durchschnittsware. Selbst die versprüht aber diesen angenehmen Retro-Charme, der an gute alte Zeiten erinnert.

Quelle: YouTube / KimWildeVEVO

Die große 80er-Party mit Kim Wilde gibt es im November 2018 auch wieder live zu erleben: Der Popstar plant bislang 12 Tour-Stopps in Deutschland.

Alle Termine unter: www.kimwilde.com

Veröffentlichung: 16.03.2018 (Ear Music / Edel)

  • Rezension zu:
    Kim Wilde: Here Come The Aliens
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