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Justin Timberlake versucht sich als Everybody's Darling

Justin Timberlake versucht sich als Everybody's Darling © Sony Music

Ein Männlein steht im Walde und schwärmt von seinem Familienleben, begleitet von Plastik-Beats aus der Schmiede von Timbaland und Pharrell Williams. Es geht um US-Star Justin Timberlake und sein neues Album "Man Of The Woods".

Rechtzeitig zu seinem Auftritt in der Halbzeitshow des Super Bowl 2018 musste ein neues Album her. War ja irgendwie klar. 14 Jahre nach dem "Nipplegate"-Skandal, zur Erinnerung – Timberlake entblößte damals beim Football-Spektakel die gepiercte Brust Janet Jacksons, will "Man Of The Woods" beim prüden US-Publikum auf gut Wetter machen:

Der 37-jährige Sänger präsentiert sich darauf als glücklicher Familienvater, der seine Frau (Schauspielerin Jessica Biel) und seinen kleinen Sohn über alles liebt. Das Konzept des Longplayers stellt zudem seine große Naturverbundenheit und seine Südstaatenwurzeln in den Fokus. Der Versuch, Everbody's Darling zu sein, spiegelt sich entsprechend in der musikalischen Umsetzung wider.

Justin singt mit Country-Star Chris Stapleton

Noch nie zuvor wollte Justin so viele verschiedene Geschmäcker bedienen wie auf "Man Of The Woods": Mit einem unentschlossenen Mix aus R'n'B, Pop, Funk, Soul, Folk und Country findet er diesmal einfach keinen roten Faden. Vielleicht waren bewährte Produzenten wie The Neptunes, Timbaland und Danja mit dem Briefing, all die Genres unter einen Hut zu bringen, schlichtweg überfordert. Oder handelt es sich einfach nur um einen Schnellschuss? War die Zeit bis zum Super Bowl zu knapp, um Timberlake mit neuen Superhits zu versorgen?

Wirklich im Ohr bleiben tatsächlich nur wenige der Songs, etwa der leicht schräge, dafür recht poppige Titeltrack, das Duett "Say Something" mit Country-Star Chris Stapleton und mit Abstrichen noch "Flanel", Justins etwas kitschige Hymne an die Heimat und das Flanellhemd. Elektronische Beats treffen auf akustische Gitarren, was hier noch ganz gut funktioniert.

Typisch Pharrell Williams, typisch Timbaland

"Morning Light", eine gemeinsame Soul-Ballade mit Alicia Keys, leidet dagegen unter der clubtauglichen Inszenierung. Doch die sterilen Disco-Sounds, für die sich unüberhörbar Pharrell Williams verantwortlich zeichnet, prägen ein Großteil des Albums ("Midnight Summer Jam", "Montana", "Breeze off The Pond").

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Auch Timbaland will mit seinen Songbeiträgen wie gewohnt auf den Dancefloor locken: Seine scheppernden Beat-Konstrukte in der völlig überfrachteten Single "Filthy" oder im Track "Young Man", den Justin an seinen Sprössling richtet, sind unverkennbar.

Routinierte Langeweile statt Überraschungs-Hits

Das Bedürfnis aufzuspringen und das Tanzbein zu schwingen, bleibt allerdings aus: Justin und sein Produzenten-Team spulen einfach ein zu routiniertes Programm ab. Darüber hinaus wird das fade Songmaterial auch durch die Akzente aus unterschiedlichen Genres kaum spannender.

Mit Hits wie "Cry Me A River", "Rock Your Body", "SexyBack" und "What Goes Around… Comes Around" lieferte Justin in der Vergangenheit moderne Klassiker ab, die ihrer Zeit immer ein bisschen voraus waren. Diesmal verzichtet er auf Innovatives, auf Überraschungen und weitgehend auch auf packende Melodien und Refrains. "Man Of The Woods" gerät damit zur großen Enttäuschung.

Mehr Infos zum Künstler: www.justintimberlake.com

Veröffentlichung: 02.02.2018 (RCA Records)

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  • Rezension zu:
    Justin Timberlake: Man Of The Woods
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