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Miley Cyrus macht die Rolle rückwärts

Miley Cyrus macht die Rolle rückwärts © Sony Music

Miley Cyrus hat keine Lust mehr, die Sau rauszulassen: Auf "Younger Now" geht es brav und züchtig zu.

Die Welt spielt momentan genug verrückt. Da muss man ein Zeichen setzen und sich auf alte Traditionen zurückbesinnen, die vermeintliche Sicherheit und Wohlbefinden heraufbeschwören. Genau dieser Gedanke kam vielleicht auch dem PR-Team hinter US-Star Miley Cyrus in den Sinn und rieten ihrer Klientin zum erneuten Imagewechsel.

Die Tochter von Country-Sänger Billy Ray Cyrus hatte sich in den vergangenen Jahren von ihrem "Hannah Montana"-Korsett befreit. Ihr Aufstieg vom Disney-Küken zur Pop-Skandalnudel Nummer eins war rasant und überaus erfolgreich. Doch die freizügigen Auftritte, das Dauerkiffen und das FKK-Schwingen auf der Abrissbirne will die inzwischen 24-Jährige nun wieder hinter sich lassen. Auf ihrem frisch veröffentlichten Album "Younger Now" schließt sie mit ihrer jüngeren Vergangenheit ab.

Ein Leben für den Liebsten

Miley feierte ein großes Liebescomeback mit ihrem Ex-Freund, Schauspieler Liam Hemsworth, und ließ ihren romantischen Glücksgefühle bereits in der melodiösen Vorab-Single "Malibu" freien Lauf. Das unschuldige Mädchen, das seinen Traumprinzen gefunden hat und ihn mit großer Naivität anhimmelt: So lautet auch das wesentliche Leitmotiv der neuen Cyrus-Scheibe.

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In der verträumten Folk-Ballade "Miss You So Much" und dem bluesig-poppigen "Week Without You" verzehrt sich die Sängerin nach ihrem Liebsten. Beim reduzierten, sich langsam aufbauenden "I Would Die For You" verspricht sie sogar, dass sie für ihn sterben würde. Die musikalische Verpackung der Songs gibt sich ähnlich konservativ wie die Lyrics.

Country und Folk statt Trash-Pop

Die elektronischen Trash-Sounds vom Vorgängerwerk "Bangerz" haben ausgedient. Nur ganz dezent mischen sich hier und da ein paar vorsichtige Beats unter ("Thinkin'", "Love Someone"). Verhallte Gitarrenakkorde bilden das Grundgerüst der meisten Stücke. Selbst Country-Fiedel und Steel-Gitarre heißt Miley herzlich willkommen ("Inspired").

Mit ihrer Patentante Dolly Parton stimmt sie einen richtig altmodischen, Nashville-tauglichen Song wie "Rainbowland" an. Dieser bricht immerhin inhaltlich mit angestaubten Country-Klischees und ruft zu Toleranz gegenüber der LGBT-Community auf.

Im Falle der Ballade "She's Not Him" wirkt Mileys Anflug von Nostalgie weniger charmant, dafür recht einschläfernd. Deutlich spannender groovt sich die dunkel gefärbte Folk-Nummer "Bad Mood" ins Ohr. Aber kann Miley damit wirklich noch ihre bisherige Zielgruppe begeistern? Will sie das überhaupt?

Fazit: Alles bleibt anders

Im Titellied des Albums versucht sie zu rechtfertigen, warum sie sich mal wieder neu erfunden hat: Keiner bleibe gleich und Veränderung sei eine Sache, auf die man sich verlassen könne. Es fühle sich an, als sei sie gerade aufgewacht und habe die ganze Zeit nur geträumt. Die wichtigste Erkenntnis jedoch: „Even though it's not who I am, I'm not afraid of who I used to be.“

Miley Cyrus scheint ihre schlagzeilenträchtigen Eskapaden der letzten Jahre also nicht zu bereuen. Wer weiß, vielleicht besinnt sie sich sogar zeitnah darauf zurück, sollte ihr züchtiges neues Werk nicht an alte Charts-Erfolge anknüpfen können.

Mehr Infos zur Künstlerin: www.mileycyrus.com

Veröffentlichung: 29.09.2017 (Sony Music)

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  • Rezension zu:
    Miley Cyrus: Younger Now
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
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