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Opulenter Metal-Kitsch von Tarja Turunen

Opulenter Metal-Kitsch von Tarja Turunen © earMusic

Metal-Sirene Tarja Turunen liefert sich ein ermüdendes Gefecht mit lärmenden Riffs.

Erst im Juni veröffentlichte Tarja Turunen mit "The Brightest Void" eine Art Mini-Album. Dieses fungierte als Appetithappen zu ihrem neuen Longplayer "The Shadow Self". Dieser erscheint nun am 5. August .

Den griffigen Song "Eagle Eye", den Tarja mit ihrem Bruder Toni singt, sowie das unruhig rockende, aber melodiöse "No Bitter End" gibt es einfach noch mal auf die Ohren. Unterm Strich sind bei den Studioaufnahmen also doch nicht genügend Stücke für zwei Scheiben entstanden. Ob sich Tarja nicht dazu überwinden konnte, weniger packende Nummern einfach auszusortieren?

Zu dick aufgetragen

Davon sind auf "The Shadow Self" einige zu finden, etwa die überflüssige Coverversion des Muse-Hits "Supremacy" oder der opulent-trashige Rock-Walzer "Diva". Doch nicht nur bei diesen beiden Titeln wird zu dick aufgetragen: Brachiale Gitarren, Orchester-Bombast und Tarjas hochtouriger Gesang bestimmen auch das balladeske "Love To Hate" und das hymnische "Undertaker".

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Turunen klingt dabei fast wie die Parodie auf sich selbst, umarmt die Metal-Klischees und schmettert ihre Melodien noch immer so inbrünstig wie zu guten alten Nightwish-Zeiten. Gemeinsam mit Alissa White-Gluz von Arch Enemy ist sie bei "Demons In You" um Härte bemüht, verliert sich aber in unruhigem Gitarrenlärm und anstrengenden Harmoniebrüchen.

Mittelmäßiges Songmaterial

Viel besser zur Geltung kommt ihre mächtige Sopranstimme beim gemäßigten "The Living End", selbst wenn die Dudelsack-Einlage für einen weiteren Kitsch-Moment sorgt. Auch beim pompösen Opener "Innocence" lassen die schweren Riffs dieser genügend Raum zu glänzen. Das dramatische Piano-Intermezzo baut zudem Spannung auf, die das Album im Anschluss allerdings nicht aufrechterhalten kann.

Tarja Turunen bleibt auf "The Shadow Self" hinter ihren Möglichkeiten zurück, was vor allem am mittelmäßigen Songmaterial liegt. Dieses wurde von Produzent Tim Palmer zudem nicht immer vorteilhaft abgemischt. Die 38-jährige Finnin geht trotz Stimmgewalt immer mal wieder im überladenen Soundbrei unter.

Link: www.tarjaturunen.com

Veröffentlichung am 05.08.2016 (earMusic)

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  • Rezension zu:
    Tarja Turunen: The Shadow Self
  • Redaktionswertung:
    Redaktionswertung
Leserwertung:
(1 Stimme)

Kommentare:  

#1 Benego 2016-08-13 13:44
An die guten alten Nightwish-Zeiten kommt sie mit dem Album eben leider nicht heran. Stimmlich ist das Gante meiner Meinung nach nicht immer optimal abgemischt. Die Gitarren dröhnen stellenweise zu sehr.
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