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John Legend vereint Soul und Synthies

John Legend vereint Soul und Synthies © Sony Music

Einige Single-Kandidaten, eine ganz große Herzschmerzhymne und allerhand Soulgedudel: Der neue Longplayer von John Legend macht in vielen Momenten Spaß, in anderen langweilt er gewaltig.

In den USA kann sich John Legend gut und gerne Superstar nennen lassen: Neun Grammys hat der 34-jährige Sänger bereits im Regal stehen. Sein neues, nunmehr viertes Album "Love In The Future" dürfte John Roger Stephens, wie Legend mit bürgerlichem Namen heißt, weitere Preise bescheren.

Vor allem könnte es endlich mit dem ganz großen Durchbruch in Europa klappen. Denn neben Tracks, die unüberhörbar auf den US-Markt zugeschnitten wurden, setzt Legend diesmal zunehmend auf gefällige Pop-Melodien. Diese werden sicher auch hierzulande Anklang finden und Kritiker des kommerziellen Chartseinheitsbreis nicht allzu sehr verschrecken.

Die große Liebe modern in Szene gesetzt

Gemeinsam mit seinen Co-Produzenten Kanye West und Dave Tozer hat John seine neuen Songs nämlich ansprechend und spannend verpackt. Synthetische Sounds und Beats decken quasi das den "Future"-Begriff des Albumtitels ab. Legends markanter Soulgesang übernimmt zusammen mit seinem Pianospiel den "Love"-Part. Das Elektronische kommt dem Gefühl überraschend selten in die Quere.

Hier und da hätte Legend besser auf unnötige Vocoder-Effekte verzichtet. Seine Stimme ist einfach zu großartig, um sie zu entfremden und sie ihrer Seele zu berauben. Gerade bei den eingängigen Stücken mit durchaus vertrauten Wohlfühlakkorden kommt sie am besten zur Geltung: Die simple, aber effektive Pianoballade "All Of Me" wird mit Sicherheit die nächste ganz große Herzschmerzhymne nach Adeles "Someone Like You".

Nicht ganz so hitverdächtig, aber ebenfalls mit reichlich Emotionsgehalt klimpert sich "Dreams" recht gut ins Ohr. Gitarrenlastiger gibt sich die mit einem dezenten Beat unterlegte Schmusenummer "You & I (Nobody In The World)". Nach ähnlichem Muster ist das atmosphärische "The Beginning..." gestrickt, wobei hier das Piano wieder mehr hervorsticht.

Von Tanzeinlagen und Plätschermomenten

Bei "Made To Love" und "Save The Night" mischt Legend kurzzeitig den Club auf. Die deutlich elektronischeren Titel sind zwar keine stampfenden Dancefloor-Kracher, aber tanzbare R'n'B-Leckerbissen, die so ähnlich auch von einem Justin Timberlake kommen könnten. Wie eine typische Alicia-Keys-Uptempo-Nummer schmeckt dagegen "Caught Up".

Legend klingt hier aber fast schon zu gut gelaunt. Sein Zuhause sind eindeutig mehr die melancholischen Soul- und R'n'B-Songs, selbst wenn diese wie im Falle von "Open Your Eyes", "Who Do We Think We Are" und "Hold On Longer" zum Plätschern neigen. Mit Legends Stimme wird diese gepflegte Langeweile allerdings mit purem Gold veredelt.

Link: www.johnlegend.com

Veröffentlichung am 30.08.2013 (Sony Music)

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    John Legend: Love In The Future
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