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Gavin röhrt jetzt austauschbaren Pop

Gavin röhrt jetzt austauschbaren Pop © Sony Music

US-Rocker Gavin DeGraw präsentiert das Beste von Train, Maroon 5 und OneRepublic... oder so ähnlich.

Seit seinem Hit "I Don't Wanna Be", der als Titelsong für die langjährige Teenieserie "One Tree Hill" fungierte, ist Gavin DeGraw eine feste Größe in der US-Singer/Songwriter-Szene. Hierzulande gilt der 37-Jährige auch nach über zehn Jahren im Musikgeschäft noch immer als Geheimtipp.

Eine treue, deutsche Fangemeinde hat er dennoch und vergisst diese auch nie bei der Tourplanung: Ab Anfang März schaut Gavin in Frankfurt, Köln, Hamburg und München vorbei, um sein aktuelles Album "Make A Move" vorzustellen.

Die Scheibe kletterte längst bis auf Platz 10 der amerikanischen Billboard Charts. Allein in den USA verkaufte der Sänger mit der markant-souligen Rockstimme bislang mehr als eine Million Einheiten seiner vier Studioalben. Der zunehmende Erfolg hat im Laufe der Jahre auch DeGraws Sound entscheidend verändert.

Griffige Melodien und hymnische Refrains waren zwar schon immer sein Markenzeichen. Doch präsentierte er seine Songs zu Beginn noch als robuste Rocknummern oder akustische Pianoballaden, ist Gavin auf "Make A Move" endgültig im Pop-Mainstream angekommen. Ein dezenter rockiger Unterton ist geblieben und natürlich die unverkennbare Röhre des New Yorkers. Die glatt polierte Produktion orientiert sich nun aber klar an aktuellen Chartshits. Für todsichere Ohrwürmer hat Gavin mit Produzenten und Songschreiberkollegen wie Ryan Tedder, Kevin Rudolf, Martin Johnson und Butch Walker zusammengearbeitet. 

Radiohits vom Fließband auf Kosten der Originalität

Das Gesamtergebnis hört sich ein bisschen so an, als hätten OneRepublic, Train und Maroon 5 ein gemeinsames Werk aufgenommen und ihre bewährten Single-Erfolge neu verwurstelt. Diese Variationen machen im Falle von  "Best I Ever Had", "Finest Hour", "Everything Will Change" und dem Titelsong durchaus Spaß, beißen sich in den Gehörgängen fest und regen zum Mitsingen an. Gleichzeitig klingen die Songs aber auch unglaublich austauschbar und beliebig. Wenn sich dann noch verstärkt elektronische Beats einschleichen wie bei "Every Little Bit", "Heartbreak" oder "Need", droht Gavin seine Originalität schließlich ganz zu verlieren.

Mit dem lässig groovenden "I'm Gonna Try" konzentriert sich Gavin aber zum Glück doch noch auf seine rockig-souligen Wurzeln und beweist alte Stärke. "Leading Man" versucht sich als neues "I Don't Wanna Be", der Song scheitert aber an seiner Durchschnittlichkeit. Versöhnlich beendet dagegen die pianeske Pop-Hymne "Who's Gonna Save Us" ein solides Gute-Laune-Album mit stark kommerziellem Charakter.

Kleiner Trost für enttäuschte Fans der frühen Stunde: Auf seinen anstehenden Konzerten dürfte DeGraw wieder deutlich mehr Ecken und Kanten zeigen und ordentlich abrocken.

Link: www.gavindegraw.com

Veröffentlichung am 11.10.2013 (Rca Int. / Sony Music)

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    Gavin DeGraw: Make A Move
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