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Senta Studer: Mit ganz viel Gefühl

Senta Studer: Mit ganz viel Gefühl © Actunes

Alles schon mal gehört: Auf ihrer vierten CD will die US-Band The Fray mit dem Tedder'schen Kommerzsound punkten und verliert ihr Profil.

Ein stampfender Beat, ein paar abgedroschene Synthies, sinnfreie Party-Lyrics und ganz viel Autotune reichen inzwischen, um einen Hit zu landen. Hochwertig produzierte Popmusik ist zu einer echten Rarität in den Charts geworden.

Zum Glück entdeckt man zwischen all den schnell produzierten und genauso schnell wieder vergessenen Eintagsfliegen hin und wieder auch ein echtes Ausnahmetalent: Die Amerikanerin Senta Studer, die im bayerischen Würzburg zu Hause ist, überrascht mit einem Debütalbum, das den angesagten Plastik-Sound ignoriert.

Balladeske Hymnen mit Gänsehaut-Faktor

Gemeinsam mit Produzent Peter Ries (No Angels, Xavier Naidoo, Eros Ramazzotti) besinnt sich die 29-jährige Tochter von US-Sopranistin Cheryl Studer mit "Happy" lieber auf traditionellen Wohlfühl-Pop mit rockigen Elementen und solidem Songwriting als Basis. Als Sentas größtes Markenzeichen erweist sich dabei ihre glasklare, dezent klassisch angehauchte Stimme. Vor allem die Balladen auf der CD sind ein tolles Forum für ihren gefühlvollen Gesang. Mit Songs wie "Black Snow" und "Counting Stars" sind ihr hymnische Gänsehaut-Ohrwürmer gelungen.

Noch intimer wird die Stimmung, wenn sich die Instrumentierung auf das Wesentliche konzentriert wie beim melancholisch-verträumten, vorwiegend pianesk gehaltenen "Winter's Almost Gone", dem zerbrechlichen "Little Flame" und der Balladenvariante des Titelstücks "Happy". Mit diesen sehr emotionalen Momenten können die Uptempo-Nummern nicht ganz mithalten: Das countryeske "Never Enough" und das rockig-groovende "Not The One" bieten zwischen dem vielen Kuschelmaterial allerdings die nötige Abwechslung.

Eine Stimme mit großem Wiedererkennungswert

Gute Kompromisse sind die Songs im mittleren Tempobereich: Der Opener "Go With The Flow" wechselt zwischen balladesken Strophen und einem gitarrenlastigen Refrain. "Paper Boat" ist schwungvoller 90er-Radiopop im Stil von Natalie Imbruglias "Torn". Das melodiöse "Should Have Been Wrong" erinnert dagegen an die vergangenen Pop-Ausflüge einer LeAnn Rimes.

Doch selbst wenn sich Senta an bekannten Kolleginnen orientiert, kann sie dank ihrer unverwechselbaren Stimme einen großen Wiedererkennungswert vorweisen. Genau damit dürfte sie sich im Gegensatz zu all den profillosen Chartsacts langfristig etablieren, zumal sie auch mehr als nur reine Interpretin ist:

Senta hat an allen elf Liedern ihres ersten Soloalbums aktiv mitgeschrieben. Ihr Talent als Songwriterin ist nur ein Grund mehr, diese junge Dame im Auge und vor allem in den Ohren zu behalten!

Link: www.sentastuder.com

Veröffentlichung am 31.01.2014 (Actunes / Cargo Records)

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    Senta Studer: Happy
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