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Royal Republic streben nach mehr Abwechslung

Royal Republic streben nach mehr Abwechslung © Eric Weiss

Royal Republic rocken auf ihrem neuen Album "Weekend Man" deutlich vielseitiger als bislang.

Aus Schweden kommt bekanntlich nicht nur gute Pop-Musik, sondern auch exzellenter Schrammel-Rock. Die Grenzen zwischen den Genres sind allerdings fließend. Man denke an Mando Diao, die sich vor allem in den letzten Jahren mehr und mehr zum Mainstream-Act entwickelt haben. Ganz so weit ist es bei ihren Kollegen von Royal Republic noch nicht gekommen: Adam Grahn, Jonas Almén, Hannes Irengård und Per Andreasson sind noch weit davon entfernt, ihren sperrig krachenden Garagensound aufzugeben.

Rockige Kraftausbrüche zum Feiern

Allerdings will das Quartett auf seinem dritten Longplayer "Weekend Man" nicht mehr ausschließlich Party-Stimmungsmacher zum Mitgrölen servieren. Das musikalische Menü soll zeigen: Sie können mehr als nur gepflegt lärmen. Der mitreißende Gitarren- und Schlagzeug-Orkan fegte eben schon bis zur Erschöpfung durch die Vorgängerscheiben "We Are The Royal" (2010) und "Save The Nation" (2012).

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Das will nicht heißen, "Weekend Man" käme ganz ohne tobende Kraftausbrüche wie "Uh Huh", "Walk!" und "When I See You Dance With Another" aus. Diese haben Fans erwartet und dürften der Menge bei den anstehenden Festival-Gigs und der Tour Ende 2016 ordentlich einheizen. Doch es gesellen sich plötzlich zunehmend griffige Melodien zu den harten Gitarrenriffs.

Auf diese dezente Pop-Annäherung bereitet schon der Opener "Here I Come (There You Go)" vor, der zu den sicheren Hits der Scheibe zählt. Der Titelsong "Weekend-Man", die Retro-Nummer "Kung Fu Lovin'" oder das an Fall Out Boy erinnernde "Baby" rocken ebenso eingängig, aber ohne besondere Überraschungsmomente.  

Hart und zart(er): Adam Grahn kann beides

Diese erfolgen erst bei "Follow The Sun" und "Any Given Sunday" - zwei rockige Pop-Songs, die in den 80ern auch von Billy Idol hätten kommen können. Adam Grahn singt hier mit sonorem Timbre und ist kaum wiederzuerkennen.

Auch beim ruhigen "American Dream" zeigt sich sein sonst so lautes Organ von einer ungewohnt sanften Seite. Der Mann kann was, er beherrscht sogar rhythmischen Sprechgesang in den Strophen des kurzweiligen Schrammel-Zweiminüters "High Times". Über die mäßig originellen Reime sieht man bei so viel spaßiger Abwechslung gerne hinweg.

Wer zur "Limited Deluxe Edition" von "Weekend Man" greift, erhält mit "Getting Along" schließlich noch einen weiteren coolen Rock-Ohrwurm als Schmankerl mit dazu. "Playball" geht dagegen noch mal richtig zur Sache und beendet die CD mit extra viel Karacho. Jetzt ist definitiv eine Verschnaufpause angesagt!

Link: www.royalrepublic.net

Veröffentlichung am 26.02.2016 (Vertigo Berlin - Universal Music)

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    Royal Republic: Weekend Man
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