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Ein einziger Sommer mit OMI

Ein einziger Sommer mit OMI © Ultra Music - Sony Music

Gibt es eine Karriere nach dem Sommerohrwurm "Cheerleader"? Das Debütalbum von Newcomer OMI gibt eine klare Antwort.

Der große Durchbruch kam überraschend für den Jamaikaner Omar Samuel Pasley. Ein Remix seines eigentlich schon verjährten Songs "Cheerleader" schlug dank Felix Jaehn ein wie eine Bombe. Der deutsche DJ-Senkrechtstarter verhalf der Reggae-Nummer zu großem Chartsruhm auf der ganzen Welt.

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Doch die Single wurde unlängst von den Radiostationen totgedudelt. Der Sommer ist schon lange vorbei und damit auch die Nachfrage nach sonnigen Dance-Beats für die Aerobic-Animation am Hotel-Pool auf Mallorca.

Copy & Paste: "Cheerleader" bis zum Abwinken

OMI scheint das egal: Mit "Hula Hoop" hat der 28-Jährige kürzlich eine neue Single nachgeschoben, die nahtlos an den unbeschwerten Sound seines Überhits anknüpft. Seine Reggae- und Dancehall-Wurzeln ignoriert die Euro-Dance-Produktion vom Fließband mit einem clubtauglichen Schulterzucken. So ein paar Steel Drums aus dem Rechner zählen einfach nicht!

Omars kürzlich erschienenes Debütalbum "Me 4 U" will die Party- und Urlaubsstimmung mit ähnlich gestrickten Tracks ("These Are The Days", "Hitchhiker") nicht abbrechen lassen. Titel wie "Standing On All Threes", "Drop In The Ocean" und "Color Of My Lips" sind immerhin noch um einen Hauch von Jamaika-Flair bemüht, selbst wenn schließlich doch wieder die sterilen Klänge aus dem House-Baukasten dominieren.

Das stampfende "Babylon", das an die jüngsten Hits von Kygo erinnernde "My Promised Land" und auch das auf nächsten Fußball-Hit getrimmte "Sing It Out Loud" springen direkt in die Schublade mit der Aufschrift "Austauschbarer Dance-Pop für einen dreiwöchigen Chartsaufenthalt".

Nicht nett: Starke Gast-Stimme ohne Erwähnung

Diversen Albumgästen wie Producer AronChupa und Sänger Erik Hassle aus Schweden oder Reggae-Star Busy Signal gelingt es leider nicht, nennenswerte Akzente zu setzen. Die Sängerin Sarah West bleibt beim Titelsong "Me 4 U" dagegen ganz ohne Erwähnung. Dabei handelt es sich um ein Duett, bei dem die Dänin ihrem Kollegen mit ihrer sanften R'n'B-Stimme glatt die Show stiehlt.

Vielleicht schafft es OMI, sich künftig als Sommerhit-Kandidat zu etablieren. Ein weltweiter Single-Hit pro Jahr reicht vermutlich, um ab 40 in Frührente zu gehen und die Sonne Jamaikas zu genießen. Wahrscheinlicher sind aber die obligatorischen fünf Minuten im Rampenlicht. OMI muss sich in Acht nehmen: Das One-Hit-Wonder-Schicksal schlägt gnadenlos zu!

Link: www.omimusiconline.com

Veröffentlichung am 16.10.2015 (Ultra Music - Sony Music)

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    OMI: Me 4 U
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