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Empire: Was taugt der Serien-Soundtrack?

Empire: Was taugt der Serien-Soundtrack? © Sony Music

In der US-Serie "Empire" wird Musik zwar groß geschrieben. Doch Timbaland und seine Gehilfen haben für den Soundtrack nur Durchschnittliches zusammengebastelt.

In den USA war die erste Staffel der Hip-Hop-Soap "Empire" ein riesiger Erfolg. Hierzulande stößt die Serie bei ProSieben nur auf geringes Zuschauerinteresse. Das mag zum einen an der unglücklichen Programmierung im ohnehin zuschauerarmen Sommerprogramm, zum anderen an der dürftigen deutschen Synchronisation liegen. Trotz mäßiger Einschaltquoten erscheint nun auch hierzulande der offizielle Soundtrack zur ersten "Empire"-Season.

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Kein Geringerer als Timbaland zeichnet sich für die musikalische Leitung der Serie verantwortlich. Er verpasste der FOX-Produktion gemeinsam mit Kollegen wie Jim Beanz, Raphael Saadiq, David Ott, Justin Bostwick und Knitwit einen chartskompatiblen Sound.

Jussie Smollett singt die Hits

Vor allem die Titel mit Jussie Smollett, der bei "Empire" den schwulen R'n'B-Sänger Jamal Lyon spielt, sind klar auf Hit getrimmt: "Good Enough" trägt die unverkennbare Beat-Handschrift Timbalands und erinnert stark an Justin Timberlake. "Conqueror", Smolletts Duett mit der britischen Sängerin Estelle, entpuppt sich als durchschaubare R'nB-Popnummer, bleibt aber gerade deshalb auf Anhieb im Ohr hängen.

Bryshere "Yazz" Gray, der in "Empire" den Bad-Boy-Rapper Hakeem zum Besten gibt, verleiht "No Apologies" einen bemüht coolen Hip-Hop-Charakter. Auch im Alleingang schlägt Smollett bei "Nothing To Lose" noch einmal düstere Töne an. Doch die Schepper-Beats sind hier zu dominant und lassen die nicht ohne einen obligatorischen Hauch von Auto-Tune auskommende Stimme des 32-Jährigen untergehen.

Mehr gesangliche Power beweist Ocsar-Gewinnerin Jennifer Hudson bei der R'n'B-Ballade "Remember The Music" und dem leider recht belanglosen Party-Klopfer "Whatever Makes You Happy". Gesanglich überzeugen kann auch V. Bozeman mit der souligen, aber nicht einmal drei Minuten langen Emotionsexplosion bei "What is Love".

Courtney Love mal zerbrechlich

Das unverkennbare Organ von Mary J. Blige bleibt beim plätschernden "Shake Down" völlig unterfordert. Dagegen wirkt "Lucious Lyon"-Darsteller Terence Howard im Duett mit der Soul-Queen regelrecht überfordert - das Singen zählt sicher nicht zu den Stärken des Schauspielers. Gleiches gilt  für Cobain-Witwe Courtney Love, die auf dem Soundtrack mal ihre zerbrechliche Seite zeigt: "Walk Out On Me" ist eine soulige Retro-Rockballade mit Gospelelementen, die von der Blondine mit viel Herzblut dahingekrächzt wird.

"Keep It Movin'" von Serayah McNeil und Yazz mag im Club ordentlich einheizen. Auf CD ist die Beat- und Auto-Tune-Geräuschkulisse schwer zu ertragen. Während die anderen Künstler mit ihren Songs auch unabhängig von der Serie funktionieren, darf Yazz bei "Power Of The Empire" einmal mehr nur in seiner klischeehaften Rolle als Rap-Prolet hängen bleiben.

Es ist also nicht alles Gold, was auf dem "Empire"-Soundtrack Bling-Bling machen will. Einige Ohrwürmer aus Staffel 1 wie das Dire-Straits-Cover "Money For Nothing", die energische Yazz-Nummer "Drip Drop" und "You're So Beautiful", Lucious' Liebeslied an Cookie, sind leider nur auf der Deluxe-Download-Variante des Soundtracks enthalten.

Link: www.prosieben.de/tv/empire

Veröffentlichung am 10.07.2015 (Sony Music)

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  • Rezension zu:
    Empire: Original Soundtrack From Season 1
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