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Düstere Folk-Melancholie mit Heather Nova

Düstere Folk-Melancholie mit Heather Nova © Embassy Of Music

"The Way It Feels", heißt das nunmehr neunte Studioalbum von Heather Nova. Die naheliegende Frage: Wie fühlt es sich an?

Geheimnisvoll, düster, melancholisch und atmosphärisch - diese vier Worte sind wohl der beste Versuch einer Antwort. Die charismatische Songwriterin von den Bermudas knüpft mit ihrem neuen Werk unüberhörbar an ihren gefeierten Longplayer "Storm" aus dem Jahre 2003 an: Die 12 Songs konzentrieren sich wieder auf das Wesentliche, will heißen - auf die lieblichen, verträumten Melodien und Heathers markante Engelsstimme. Akustikgitarre, Banjo und Streicher bilden das Grundgerüst für eine reduzierte Instrumentierung der Stücke.

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Gemeinsam mit den US-Produzenten Josh Kaler und Jay Clifford entfernt sich die 47-jährige Sängerin ein Stück weg vom handgemachten Erwachsenen-Pop ihrer letzten beiden Scheiben "The Jasmine Flower" und "300 Days At Sea". Stattdessen taucht sie in ein stimmungsvolles Dark-Folk-Sounduniversum ein, das noch mehr Traurigkeit aus ihren Lyrics herauszukitzeln scheint. Erneut tauchen in Heathers Liedern viele Meer- und Naturmetaphern auf, die ihre Sehnsüchte, Träume und kleine Anekdoten sehr poetisch, aber stets ohne aufgesetzten Pathos in Worte fassen.

"Sea Glass" wurde dabei völlig nachvollziehbar als Vorab-Single zum Album ausgesucht. Es bleibt im Grunde der einzige sichere Radio-Ohrwurm auf "The Way It Feels", der zumindest mit leicht angezogenem Tempo und dezenter Schlagzeugbegleitung eine gewisse Unbeschwertheit mit sich bringt. Ruhe und diese wunderschöne Melancholie, die Heather Nova so meisterhaft beherrscht, prägen das restliche Songmaterial.

Gänsehaut-Höhepunkte und ein paar Albumfüller

Wie es auch schon auf "Storm" der Fall war, entfalten die meisten Stücke ihre Stärke und Intensität erst nach mehrfachem Hören. "The Archaeologist" und "Girl On The Mountain" ziehen dann mit ihren zurückhaltenden und doch hymnischen Refrains in ihren Bann. Bei "On My Radar" blitzen vertraute Motive von Heathers Klassiker "What A Feeling" auf. Das spärlich instrumentierte "Moon River Days" zitiert dagegen "Moon River" aus dem Kultfilm "Frühstück bei Tiffany".

"This Humanness" beschert einen weiteren Gänsehautmoment und zwischen ein paar routiniert plätschernden und trägen Albumfüllern ("Lie Down In The Bed You've Made", "Sleeping Dogs", "Sea Change") doch noch mal einen griffigeren Hoffnungsschimmer. Das klagende und überraschend countryeske "Women's Hands" lässt die Stimmung dann schließlich doch wieder mehr ins Depressive kippen.

Fazit: Die Qualität von "Storm" erreicht Heather Nova mit "The Way It Feels" nicht ganz. Die vorwiegend akustische Inszenierung weiß zwar erneut zu gefallen. Den neuen Songs fehlt es jedoch weitgehend an Nachhaltigkeit, ganz im Gegensatz zu zeitlosen Nova-Stücken wie "River Of Life", "I Wanna Be Your Light" und "Fool For You". 

Link: www.heathernova.com

Veröffentlichung am 22.05.2015 (Sony Music)

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    Heather Nova: The Way It Feels
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