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Vom Kloster zurück in die Charts

Vom Kloster zurück in die Charts © Gregor Hohenberg

Michael Patrick Kelly gelingen auf seiner Comeback-Scheibe "Human" solide Folk-Pop-Ohrwürmer fürs sommerliche Radioprogramm.

Er stammt aus der Kelly Family und verfügt über ein ähnlich leidvolles Altweiber-Timbre wie James Blunt. Genau an dieser Stelle dürften viele schon wieder aussteigen.

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Doch es kann durchaus ein Erfolgsgeheimnis sein zu polarisieren. Michael Patrick Kelly, besser bekannt als "Paddy", kennt das nur zu gut: In den 90er Jahren stürmte er mit seiner Familie die Charts. Die irische Großfamilie hatte damals mindestens genauso viele Fans wie "Hater".

Musik als wahre Berufung

Nach einer Kindheit und Jugend im Rampenlicht sehnte sich Michael Patrick nach Ruhe und der Möglichkeit, sich selbst zu finden. 2003 verabschiedet sich der ehemalige Teenieschwarm daher in ein katholisches Kloster, wo er sechs Jahre lang als Mönch lebte.

Paddys finale Erkenntnis: Seine wahre Berufung ist doch nicht das Beten hinter Klostermauern, sondern die Musik. In den letzten Jahren hat er an seinem zweiten Soloalbum "Human" gearbeitet,  mit dem er nun ein Comeback wagt. Das könnte trotz familiärer Vorgeschichte und stimmlicher Ähnlichkeiten zu Großbritanniens Pop-Jammerlappen gelingen.

Der 37-Jährige beweist mit seinen handgemachten, folkigen Songs ein ausgeprägtes Gespür für eingängige Melodien und treffsichere Refrains. "Beautiful Soul", "Safe Hands" und "Flag" besitzen hymnischen Charakter, während "Little Giants" und "Renegade" sommerlich und tanzbar daherkommen.

Zwischen zeitlos und altbacken

Auch die erste Single "Shake Away" und das fröhliche "Happiness" gehen gut ins Ohr - trotz der etwas biederen Inszenierung. Der Folk-Pop-Mix schmeckt nicht ganz so zeitgemäß wie zuletzt bei Kollege Blunt. Ein Song wie "Out Of Touch" könnte auch gut vor 20 oder 30 Jahren produziert worden sein. Die Piano-Ballade "Here To Stay" erweist sich ohnehin als zeitlose Angelegenheit.

Bei "Rose Of Jericho (The Waltz)" ergänzt Michael Patrick Kelly seinen Akustiksound durch orchestrale Elemente: Ein Meer aus Streichern und ein twin-peaksiges Gitarrenmotiv sorgen kurzzeitig für eine dunkle Stimmungsfarbe auf dem sonst nicht so richtig abwechslungsreichen Album.

Einzeln betrachtet sind die Songs auf "Human" aber allesamt solide Ohrwürmer, die ganz sicher ihre Zielgruppe und den Weg ins Radioprogramm finden werden.

Link: www.michael-patrick-kelly.com

Veröffentlichung am 15.05.2015 (Sony Music)

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    Michael Patrick Kelly: Human
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