hitchecker.de hat den Crosstrainer MC400 von Miweba für das Ganzkörper-Workout in den heimischen vier Wänden getestet. Für wen empfiehlt sich das Trainingsgerät im Besonderen?

Miweba MC400 im Test: Solider Crosstrainer mit hoher Schwungmasse
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Kein Crosstrainer für Riesen, aber ein solides Gerät für weibliche Sportfans: Der MC400 von Miweba punktet vor allem mit einer hohen Schwungmasse.

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Die Fitnessstudios dürfen endlich wieder öffnen. Doch während der letzten Monate sind viele auf das Sporteln daheim umgestiegen. Allerdings gehörte in Hochzeiten der Pandemie durchaus eine Portion Glück dazu, ein Trainingsgerät für zu Hause zu ergattern. Die große Nachfrage führte zu Lieferengpässen bei den meisten Herstellern. Besonders begehrt waren neben Ergometern auch Crosstrainer. Aus gutem Grund: Sie bieten Möglichkeit für ein umfassendes Ganzkörper-Workout.

Zwischenzeitlich sind wieder deutlich mehr Geräte vorrätig. Das gilt auch für den Crosstrainer MC400 von Miweba, den hitchecker.de einem mehrwöchigen Test unterzogen hat. Mit einem Preis von knapp 600 Euro bewegt sich das Modell im mittleren Preissegment. Für die Lieferung per Spedition fallen weitere 50 Euro an. Wer noch einmal 60 Euro drauflegt, bekommt das Gerät bereits im zusammengebauten Zustand geliefert. Die Investition lohnt sich: Ein Video-Tutorial des Herstellers stellt ein umfassende und durchaus komplexe Montage in Aussicht. Da braucht es Geduld und handwerkliches Geschick. Beides zählt nicht zu den Stärken der kreativen Köpfe in der hitchecker.de Redaktion. Deshalb haben wir uns für die fertig zusammengeschraubte Variante entschieden.

Fürs Wohnzimmer zu groß

Der Crosstrainer wird nur bis Bordsteinkante geliefert. Wenn es beim Reintragen noch Stufen zu überwinden gilt, sollten auf jeden Fall zwei Personen dafür eingeplant werden. Mit einer Länge von 155 cm, einer Breite von 60 cm und einer Höhe von 180 cm ist der MC400 kein kompaktes Gerät. Zudem bringt es stolze 43 kg auf die Waage.

Unser Tipp: Müssen keine Treppen überwunden werden, ist es ratsam, noch vor dem Haus das ganze Verpackungsmaterial zu entfernen. Denn vorne verfügt der Crosstrainer über zwei Räder. So lässt er sich im gekippten Zustand auch einfach von einer einzelnen Person an seinen Bestimmungsort schieben.

Besser als im Wohnzimmer ist das massive Gerät definitiv im Hobby- oder Sportraum aufgehoben, wo ausreichend Platz zur Verfügung steht. Ein unebener Boden lässt sich durch die höhenverstellbaren Standfüße ausgleichen. Die Kunststoffverkleidungen wirken robust, aber es sind stellenweise unsaubere Spaltmaße erkennbar. Einen hochwertigen Eindruck macht die Computerkonsole mit ihrem edlen Aluminiumrahmen. Praktisch: Eine Tablethalterung befindet sich oberhalb des Displays.

Stolze 27 kg Schwungmasse

An den inneren, unbeweglichen Armstangen sind die Pulsmesser platziert, die bei Berührung zuverlässig reagieren. Alternativ kann mit dem MC400 auch ein Brustgürtel für die Pulsmessung genutzt werden. Die Pedale aus stabilem Kunststoff besitzen ein Anti-Rutsch-Profil für einen sicheren Stand. Die Länge der Pedalflächen fallen mit 36,5 cm für große Füße aber etwas kurz aus. Auch das Kabel des Netzteils dürfte länger sein.

Mit Blick auf die Werte, bei dem es bei einem Crosstrainer besonders ankommt, sticht vor allem die hohe Schwungmasse des MC400 heraus: Stolze 27 kg stellen absolutes Profi-Niveau dar. Sie äußern sich in einem fließenden Bewegungsablauf und einem angenehmen Trittgefühl. Bei unseren ersten Einsätzen lief das Gerät flüsterleise. Inzwischen kommt es zu leichten Schleif- und Klappergeräuschen, vor allem bei längeren Trainingseinheiten ab 30 Minuten.

Eine ausreichende Schrittlänge ist bei einem Crosstrainer wichtig für einen ergonomischen Bewegungsablauf. 45 cm sollten es mindestens sein. Von diesem Richtwert ist der MC400 mit seinen 35 cm deutlich entfernt. Diese Länge eignet sich am besten für eine Körpergröße bis etwa 1,65 m. Im Okay-Bereich bewegt sich der Wert des inneren Pedalabstands in Höhe von 17 cm. Optimal wären hier 15 cm oder noch etwas weniger, um eine Überlastung von Knie- und Hüftgelenken zu vermeiden.

Viel Abwechslung fürs Training

Unser 1,80 m großer Testnutzer empfand das Training auf dem Crosstrainer als angenehm, spürte aber auf jeden Fall die deutliche Belastung der Knie. Das ist wohl vor allem auf die zu knapp bemessene Schrittlänge zurückzuführen. Darüber hinaus bemängelte er den zu geringen Abstand der beweglichen Armstangen zum Oberkörper. In einem unkonzentrierten Moment, wenn man diese etwa beim Griff zum Handtuch loslässt, heißt es Acht geben: Sonst könnte eine der Stangen an der Schulter oder im Gesicht landen.

Herzstück des MC400 ist die Computerkonsole. Das gut beleuchtete Display bietet jederzeit einen Überblick über alle wichtigen Trainingsdaten (Zeit, zurückgelegte Distanz, verbrauchte Kalorien, Geschwindigkeit, Leistungswert in Watt, Puls, Widerstand). Das magnetische Bremssystem ermöglicht 32 Widerstandsstufen. Im niedrigen Bereich unterscheiden sich die Stufen kaum. Erst ab etwa 20 zieht der Widerstand spürbar an. Ab 25 beginnt das anspruchsvolle Training.

Die zwölf vordefinierte Programme bieten ausreichen Abwechslung. Es ist auch möglich, individuelle Programme anzulegen oder den Crosstrainer im manuellen Modus zu nutzen. Der Widerstand kann jederzeit beliebig angepasst werden. Der Herzfrequenzsteuer- und der Wattkontrollmodus garantieren Sicherheit für alle, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht überlasten sollten. Der Widerstand passt sich hier automatisch den gewünschten Maximalwerten an.

Kompatibel mit Zwift und Kinomap

Der MC400 lässt sich auch in Verbindung mit diversen Fitness-Apps nutzen, die für zusätzliche Motivation beim Workout sorgen. Miweba nennt nur Zwift als kompatible Anwendung. Generell dürften aber die meisten Apps in Frage kommen, die das Bluetooth FTMS Protokoll einsetzen. Im hitchecker.de Test klappte auch das Zusammenspiel mit Kinomap und MyHomeFIT. Allerdings wird der Crosstrainer in sämtlichen Apps grundsätzlich als Bike beziehungsweise Ergometer erkannt. Im Falle von MyHomeFIT funktionierte die Verbindung mit der Auswahl „Ergometer Miweba ME500“.

Die Apps bleiben eine Spielerei, vor allem weil sich die erhobenen Trainingsdaten zum Teil stark von den vom Gerät erfassten Werte unterscheiden. Um Zwift und Kinomap in vollem Umfang zu nutzen, fallen zudem monatliche Abokosten an.

Ideal für Fitness-Queens bis 1,70 m Körpergröße

Noch ein Manko für größere Personen: Wenn besagte Apps nebenbei genutzt werden, können sich nach längerem Training Nackenprobleme einstellen. Es ergibt sich eine unglückliche Haltung, da der Kopf für den Blick aufs Tablet oder Smartphone konstant nach unten geneigt bleibt. Die Position der Konsole beziehungsweise der Halterung erweist sich in diesem Fall als zu tief. Kleinere Nutzer sind hier also wieder klar im Vorteil.

Fazit: Der MC400 empfiehlt sich daher besonders für weibliche Sportfans (oder „kompakte Männer“) mit einer Körpergröße bis etwa 1,70 m, die nach einem soliden Fitnessgerät für die heimischen vier Wände suchen. In der Preisklasse überzeugt der Crosstrainer vor allem mit seiner außergewöhnlich hohen Schwungmasse und den vielfältigen Trainingsoptionen.

Mehr Informationen zum Gerät: Produktseite beim Hersteller

Fitnessbuch zu gewinnen

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