Wie gut werden persönliche Daten bei den großen Online-Riesen tatsächlich geschützt? Diese Frage erweist sich einmal mehr als berechtigt angesichts aktueller Meldungen aus dem Hause Google und Facebook: Bei Gmail werden E-Mails mitgelesen, beim sozialen Netzwerk gab es einen Bug. Mehr...

Gmail-Nutzer ausspioniert, neuer Bug bei Facebook
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Wie gut werden persönliche Daten bei den großen Online-Riesen tatsächlich geschützt? Diese Frage erweist sich einmal mehr als berechtigt angesichts aktueller Meldungen aus dem Hause Google und Facebook.

Wie das Wall Street Journal berichtet, werden die Nachrichten von Nutzern des von Google bereitgestellten E-Mail-Dienstes Gmail in großem Ausmaß von diversen Drittentwicklern mitgelesen und ausgewertet. Das geschieht sogar ganz offiziell: Anbieter von Apps und Portalen holen sich über die Bestätigung von Berechtigungen, ihrer AGBs oder Nutzungsbedingungen die Erlaubnis, auf die persönlichen E-Mails zuzugreifen. Wer das Kleingedruckte nicht im Detail liest, nickt damit quasi ab, ausspioniert zu werden.

Mail-Auswertung in großem Ausmaß

Die Auswertung der E-Mails erfolgt oft automatisiert. Laut dem Wall Steet Journal gibt es aber auch Fälle, bei denen Mitarbeiter Nachrichten manuell durchforsten. Das geschehe angeblich nur zum Zwecke der Anwendungsoptimierung.

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Google entscheide nach einer Überprüfung, ob ein Unternehmen überhaupt Zugriff bekomme. Bei unzureichendem Datenschutz werde eine entsprechende Anfrage abgelehnt. Doch kann man überhaupt noch von Datenschutz sprechen, wenn die persönliche E-Mail-Kommunikation Fremden so einfach komplett offengelegt wird?

Blockierte Facebook-Kontakte entsperrt

Auch bei Facebook hat sich zwischen dem 29. Mai und 5. Juni wieder ein unschöner Fehler ereignet: Bei etwa 800.000 Nutzern der sozialen Plattform wurden eigentlich blockierte Kontakte versehentlich entsperrt.

Sprich: Unerwünschte Stalker, Spammer, Nervensägen, Ex-Partner oder ungeliebte Kollegen und Familienmitglieder konnten in diesem Zeitraum wieder auf öffentliche Inhalte der Profile zugreifen und auch via Messenger Kontakt aufnehmen.

Facebook hat den Bug inzwischen behoben und sich dafür entschuldigt. Betroffene Nutzer werden zeitnah eine Nachricht erhalten und darauf hingewiesen, ihre Liste mit blockierten Kontakten sicherheitshalber selbst noch einmal zu überprüfen. Bei 83 Prozent dieser sei ohnehin nur eine blockierte Person entsperrt worden.

Ärgerlich ist das Ganze natürlich trotzdem. Wie steht es inzwischen um euer Vertrauen gegenüber den Online-Riesen? Schreibt uns eure Meinung als Kommentar auf diesen Artikel!

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