Gesehen - DVD / Blu-ray | Dylan Dog: Dead Of Night •• | 23.01.12 Drucken
Ex-Superman macht Jagd auf Vampire, Werwölfe und Zombies

Dylan DogSchon als Superman machte Brandon Routh keine gute Figur. Auch in der neu auf Blu-ray erschienenen Horror-Komödie "Dylan Dog: Dead Of Night" fehlt ihm als Dämonen-Jäger der nötige Biss.

Inhalt: Dylan Dog (Brandon  Routh) betreibt eine Privatdetektei in New Orleans. Sein Assistent Marcus (Sam Huntington) unterstützt ihn bei eher unspektakulären Fällen. Dann sucht allerdings die geheimnisvolle Elizabeth (Anita Briem) Hilfe bei den Ermittlern: Ihr Vater soll von einem Werwolf ermordet worden sein. Für Dylan ist das zunächst ein deftiger Grund, dankend abzulehnen.

Mit der Unterwelt und ihren untoten Gestalten hat er schon vor Jahren abgeschlossen, als seine Freundin von Vampiren getötet wurde. Plötzlich droht jedoch ein Krieg zwischen den Blutsaugern und den Werwölfen, der die ganze Menschheit bedrohen könnte.

So nimmt Dylan seine frühere Rolle als Vermittler zwischen den Untoten wieder auf und versucht den Mord an Elizabeths Vater aufzuklären. Marcus, der sich inzwischen in einen Zombie verwandelt hat, kann ihm dabei nur noch bedingt helfen: Er ist viel zu überfordert mit seinem neuen Dasein als Müll- und Wurmfresser.

So harmlos wie Marcus sind nicht alle Zombies: Ein besonders bösartiges Exemplar bringt Dylan auf eine heiße Spur, die ihn schließlich zum intriganten Vampirkopf Vargas (Taye Diggs) führt. Noch kann er nicht ahnen, dass die größte Gefahr von einem Menschen ausgeht...

© Studiocanal
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Kritik: Der Kino-Hype um Vampire, Werwölfe, Zombies und Co scheint allmählich ausgereizt. Das zeigt sich nur allzu deutlich am neuen Werk des Kanadiers Kevin Munroe ("Teenage Mutant Ninja Turtles"), dem es durch und durch an eigenen Ideen mangelt:

Die Horror-Komödie "Dylan Dog" basiert zwar auf der gleichnamigen Comic-Reihe des Italieners Tiziano Sclavi. Doch diese darf nur als ganz grobe Vorlage herhalten. Viel lieber eifern der Regisseur und die wenig erfahrenen Drehbuchautoren Thomas Dean Donnelly und Joshua Oppenheimer Genre-Hits wie "Blade" und "Constantine" nach.

Während im zuletzt genannten Film Keanu Reeves als Privatdetektiv und Experte für Dämonisches mit Charisma punkten konnte, bleibt Brandon Routh als Dylan Dog so blass wie als Superheld in "Superman Returns". Was es Routh an Emotionen und Ausstrahlung fehlt, versucht Co-Star Sam Huntington als Neu-Zombie Marcus mit extra viel Hysterie und Albernheit auszugleichen. Selten ist das wirklich lustig, mit zunehmender Filmlänge sogar richtig nervig.

Auf dem Niveau von "Buffy" und "Charmed"

Mehr Spaß als die überflüssige Liebesgeschichte zwischen Dylan und seiner Klientin Elizabeth machen Marcus' Besuche in der Zombie-Selbsthilfegruppe oder im Ersatzteillager für Untote aber auf jeden Fall. Als unfreiwillig komisch erweisen sich dagegen die antiquiert wirkenden Horror-Masken und auch die unausgegorenen Animationen: Für "Buffy" und "Charmed" hätte das vielleicht gereicht, in einer zeitgemäßen Kinoproduktion wirken solche halbherzigen Bemühungen einfach nur billig.

Abgesehen von den Spezialeffekten ist "Dylan Dog" ganz ordentlich durchgestylt und auf Film Noir getrimmt. Die düstere Stimmung, welche die Bilder vermitteln, bleibt jedoch das einzige Spannungselement. Die Story und vor allem der Showdown zeichnen sich leider nur durch absolute Durchschaubarkeit aus.

Bild- und Tonqualität der Blu-ray sind tadellos. Wie so oft haben es mit einem Making-of, einem kurzen Featurette und den Filmtrailern nur die obligatorischen Extras auf den Silberling geschafft. Diese dürften nach Sichtung der zähen Comicverfilmung aber gar nicht erst genutzt werden. (TEXT-BAUER)

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